Angst

fear

Angst wartet schon um die Ecke, sie ist einfach da. Stellt sich kurz vor mit den Worten: Das könnte doch schief gehen, ist doch jetzt nicht dran, was denkt deine Verwandtschaft über dich, was denken die Nachbarn schon wieder? Die Angst dreht sich um nach hinten und schaut, wer schaut. Hinterm Vorhang ist die Angst- hat er sich bewegt? Gedanken bewegen sich im Kreis.
Sie ist ahnungslos, hemmungslos, grundlos, sie kennt genauso wie Wasser oder Luft keine Grenzen. Sie ist auf einmal da. Man öffnet ihr ein kleines Türchen, einen Schieber, und hört plötzlich sein Herz klopfen – es könnte doch eine Krankheit sein? Vielleicht etwas Gefährliches? Etwas, das in meiner Familie schon gang und gäbe war, derselbe Krebs, dieselbe Diagnose, ist es nicht dasselbe? Die Angst manifestiert sich bis in die Knochen, sie frisst Knochen, Gedärm.

Hast du nicht gehört, dass Gott, der Herr, nicht schläft? Er schläft und schlummert nicht! Hast du nicht die Worte von Jesus gehört, der gesagt hat, fürchte dich nicht vor denen, die –jawohl !- deinen Leib verderben können, aber deine Seele, deinen eigentlichen Menschen können sie nicht antasten. Fürchte vielmehr denjenigen, jawohl, den fürchte, der Macht hat, Menschen in die ewige Verdammnis zu werfen.*

Sie klopft an deinem Hinterkopf: Hab ich nicht die Herdplatte vergessen, hab ich alles richtig gemacht, und was, wenn ich irgendwo hinfalle und liegen bleibe und keiner findet mich zappelnd liegend auf dem Rücken wie ein Käfer?

Angst ist tiefschürfend, sie greift das Innerste an, sie tötet das Vertrauen, etwas vom Urvertrauen in uns Menschen.

Du bist geliebt, mein Kind, du bist angenommen. Die Liebe deckt dich zu wie eine Umarmung! Für dich ist Liebe da, mein Kind, du bist geliebt und gewollt, jawohl!

Hinten am Rücken, ist es eine Spinne, sind es die Füße einer Spinne? Was sich dir entgegenbewegt – eine Tarantel?! Die nackte Angst. Nachts bist du wach, schweißgebadet, deine Träume, all dein Sein ist unter sie geraten.
Der Glaube spricht: Ich glaube, darum rede ich. Ich glaube an dich, Jesus Christus. Ich glaube, dass deine Liebe die Angst für immer vertreibt, vertreibt, vertreibt…
Du hörst den Hall des Wortes in deinen Gedanken. Etwas ging wie durchs Fenster hinaus – es war ein Geist! Du erholst dich ein bisschen, fühlst dich ermutigt und wagst einen Schritt auf die unbekannte Straße – und da ist sie wieder, diese Angst. Sie lässt Türme, Dächer auf dich fallen! Aus den Gullis kommen wüste Gestalten, beschimpfen dich, Angst ist immer dämonisch, mein Kind.

Suche nach seiner Liebe, die Liebe Jesu macht dich heute heil. Er ist stärker als Medikamente, die nicht die Ursache, sondern nur die Symptome versuchen zu bekämpfen.
Siehst du sie nicht, die Angst? Siehst du ihn nicht, den Retter? Gib dem Kind einen Namen, sprich sie an! Benenne sie: Angst, du bist nicht mehr mein Verbündeter, du bist nicht mehr mein kleiner, geheimer Mitbewohner, mein Gast – sondern ich mache einen Schritt heraus und trete auf einen Fußboden, den du mir verwehrt hast und einen weiteren Schritt auf ein Stück Land, das vermint ist, jawohl vermint!

Angst verschwindet
Jesu Worte „fürchte dich nicht, hab keine Angst vor den Menschen“ sind nicht eine Option, sie sind überlebenswichtig!

Ich betrete Neuland und wage es, barfuß durch nasses Gras zu gehen – die Scherben? Ja, ich weiß zu unterscheiden zwischen Weisheit, Angst und Übermut, Gelassenheit, Freundschaft und Liebe! Verzagtheit und Besonnenheit. Ich gehe meinen Weg hinein ins Leben, hörst du?!

Die Angst wich zurück wie ein schwarzer Dämon, der keine Heimat mehr hatte, der völlig unstet umher irrte. Dabei hatte er ein recht auskömmliches Geschäft betrieben. Sein business war erfolgreich gewesen, er hatte (einen) Menschen bis zum Wahnsinn gequält und er musste es tun, denn er selbst war ein Gequälter! Und er hasste die Liebe dieses Gottes so sehr. Er hasste das Blut von Jesus, das getropft, das geflossen war für die Vergehen, für die Irrungen der Menschen.

*Gott 

3 Gedanken zu „Angst“

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