Führe uns nicht in Versuchung

temptation

Jesus selbst empfiehlt dieses Gebet: Unser Vater, führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vom Bösen.                    Lesezeit 2min

Er selbst wurde vom Heiligen Geist in die Wüste geführt, dort wartete nicht weniger als die Versuchung Satans auf ihn. Würde er vor Satan niederfallen und ihn anbeten? Würde er Zeichen und Wunder wirken, um seinen eigenen Hunger zu stillen?

Irgendwie war der Sohn Gottes „geerdet“, stocknüchtern wehrte er die Versuchung ab: kein schnelles Geld, kein Wunder ohne Auftrag seines Vaters. Dabei waren alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeiten als Ablösesumme geboten, die Seiten zu wechseln. Er müsste nur den bösen Geist anbeten. Schlagartig wäre er reich und berühmt. Ein König ganz nach Geschmack.

Jedoch rief Jesus zur Umkehr und zum Neuanfang auf! Kehrt um von eurem bisherigen Leben und folgt mir nach! Hört auf mich, ich bin vom Vater gesandt und spreche seine Worte.

Genau das spricht Jesus heute in dein gehetztes Leben hinein: Ändere dein Leben, indem du auf mich hörst und meine Worte glaubst! Ich bin das Leben! Du willst dir dein Glück verschaffen, jedoch immer dann, wenn du eines deiner Ziele erreicht hast, ist das Glück schon entwischt und dann wirst du weitergetrieben. Jetzt nur noch das, dann hast du es, dann wirst du Freude haben… 

Die Worte Jesu erklären den Weg Gottes: Nicht unbedingt gesellschaftlicher Wohlstand, sondern Angenommensein von Gott. Nicht zwanghaft der schnelle Lustgewinn, sondern Warten, Fragen nach ihm und ihn kennenlernen:

Er ist drastisch! Er ist wahrhaftig und tritt in das Leben von Menschen in einer Eigenart und Macht, die jeweils das Leben auf die Füße zurückstellt.

Danach merkst du, wie dich die Versuchung geblendet hat. Die Suche nach dem schnellen Hier und Jetzt und Sofort.

Der Glaube an Gott sieht nur ein Versprechen, manchmal ein nebliges Hoffen.

Warum sollen wir beten, führe uns nicht in Versuchung? Manch Einer sucht geradezu nach Versuchungen, die ihn von Gott immer weiter entfremden.

Je mehr Alkohol, je weniger vernimmst du von Jesus. Mehr schnelle Drogen verkürzen deine Wahrnehmung und schließlich dein Leben wie ein abgebrochenes Lineal.

Es ist Gottes Wille, dass wir die Versuchung meiden und dann wenn sie unvermeidlich da ist, nicht absaufen wie ein leckes Boot. Und ich rede bestimmt nicht von einem Stückchen Schokolade, sondern vom gesamten Blendwerk des Lebens, dem wir uns ergeben!

Kennen wir Jesus, wissen wie er spricht und wann er uns anspricht? Hörst du ihn? – Wenn nicht, sag ihm gerade jetzt, falls du näher zu ihm kommen willst, ihn kennenlernen willst. Wenn du dich nach Umkehr und Nachfolge sehnst, so wie seine ersten Nachfolger, Petrus, Johannes.
Sag ihm, dass du der Versuchung zu oft nachgegeben hast und dass er dich retten soll von deinen selbstgemachten Zielen, die doch nicht das Erhoffte brachten. Dass er dich retten soll aus dem Ablauf dieser Welt in sein Reich hinein, wo sein Wille geschieht.

Auch dies empfiehlt Jesus als Gebet: Gott, dein Wille geschehe! Das kann man nur aussprechen, wenn man an Gottes guten Willen für sein Leben glaubt.

Für dich und mich hat Gott Gutes parat – mitten im Leid ist er für dich da. Wenn du deine Pläne nicht verwirklichen konntest – er ist dennoch da.

Manchmal gerade dann: Denn du merkst, dass du mit deiner eigenen Weisheit total am Ende bist. Es ist deine Chance Gottes Wort zu hören: Heute!

Eines seiner wichtigsten Worte: „Heute“.

Direkt nach bestandener Versuchung bedienten Engel den Sohn Gottes. Willst du ihm gerne folgen? Er ruft dich gerade – es geht um dich und um ihn.

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