Jesus war voll Geistes, voll heiligen Geistes

full of the Spirit

In Lukas 4 lerne ich, mit welcher Bevollmächtigung Jesus unterwegs war. Er war voll heiligen Geistes. Und ich wundere mich: der Geist führte ihn in die Wüste und führte ihn in dann auch noch in der Wüste umher. Weg von den Menschen hinein in die Einsamkeit, da wo die bösen Gedanken kommen. Und sie kamen, es war die Versuchung des Bösen. Kennst du sie, die bösen Gedanken? Vielleicht nur zu gut. Beschäftige dich nicht zu viel mit ihnen, halte ihnen vielmehr die Wahrheiten der guten alten Bibel entgegen.

Jeder kennt sie, es sind diese immergleichen depressiven Gedanken, die dich zunichte machen wollen, die dich abwerten und dein Sein für sinnlos und nichtig erklären, die dich verdammen, nachdem du bereits deine Schuld bekannt hast und deine Schritte unternommen hast, Menschen um Verzeihung zu bitten – falls nötig. Es sind diese anhaften-wollenden Schuldgefühle, obwohl du auf das aufgerichtete Kreuz blickst, an dem ein blutender Jesus hing, der für dich starb, glaubst du es denn heute??? 

Diese anhaftenden Gedanken – drangsalierten Jesus, der voll heiligen Geistes war!! Er musste sich den Unsinn des Bösen anhören: Wenn du mich anbetest….

Irgendwann war es genug, Versuchung abgewehrt, Gefahr erkannt und gebannt.

Was bedeutet eigentlich „voll heiligen Geistes“?

Mir scheint, er wird oft verwechselt mit einem Schweben auf Wolke 17, einem Hochgefühl, manche wollen unbedingt körperliche Erfahrungen machen, aber wie kann der Heilige Geist einen Menschen in die Wüste führen? Weg und abseits von allen Menschen – hinein in einen neuen Weg hinter Gott her, koste es was es wolle?

Kaum aus der Wüste zurückgekehrt, wartete die Anerkennung der Menschen, sie erkannten, dass er die wohlbekannten Schriften der Bibel mit einer Gewalt erklärte, die diese alte Schrift direkt in ihren Alltag brachte. Gott war da und sprach zu ihnen. Es betraf sie und ihr Umfeld, ihr Sein und ihr Jetzt. Heute sind diese Worte vor euren Ohren erfüllt worden!

Kranke wurden geheilt – und Jesus zog sich wieder von den Menschen zurück.

Er war voll heiligen Geistes, im Rückzug von den Bitten der Vielen: „Ich muss zu den anderen gehen und ihnen die Botschaft vom Reich Gottes sagen.“ Sie hörten ihm gefesselt zu.

In seiner Heimatstadt gab es Ärger: „Kein Prophet gilt etwas in seiner Heimatstadt“, und er schenkte ihnen dann den reinen Wein ein: „In Wahrheit sage ich euch, dass Elia nur zu einiger einzigen Witwe gesandt wurde, obwohl es damals viele hungernden Witwen gab, und zur Zeit Elisas gab es viele Aussätzige und nur Naaman, der Syrer, wurde geheilt.“

Zorn auf der Stirn bei allen Zuhörern, wollte er sie so brüskieren? Konfrontierte er sie mit ihrem offensichtlichen Unglauben? Er war in ihren Augen der Sohn des Zimmermanns Josef, nicht mehr. Sie führten ihn ab an den Stadtrand, wollten ihn den Berg hinunterstürzen voll Zorn!

Aber – Jesus war voll Geistes, voll heiligen Geistes!

Merkst du was? Wenn einer voll Geistes ist, heißt das nicht, dass alles direkt rund geht, weil Einer, der voll Geistes ist, direkt und ohne Umschweife Worte voll Geistes spricht, die die Zuhörer treffen! Jesus war furchtlos – hier ist ein Punkt: ein Mensch voll Geistes fürchtet nicht um sein Leben oder sein Ansehen bei den Anderen!
Er ist nicht besorgt um sein weiteres Ergehen, sondern er spricht die Sachen direkt aus! Furchtlos!

Noch was: Es war nicht alles nur positiv, sondern Jesus sprach voll Geistes Wahrheiten aus, die die Zuhörer einfach nur brüskierten, voll Zorn reagierten sie sofort!!

Jesus lief dann – nicht weit vom Abhang des Berges – einfach durch sie hindurch, sie waren bisserl verwirrt.

Noch ein Element war in seiner Art und Weise „voll heiligen Geistes“: Gewalt. Kraft. Vollmacht.

Jesus war kein Positivredner, kein Kalkulator, der jedermann eine positive Weissagung verpasste oder prophetische Worte, nur Gutes redend über Menschen aussprach. Jesus war kein Schlechtmacher, der Menschen Aspekte ihrer Zukunft voraussagte, um sie runterzuziehen, sondern wenn, dann um ihnen zu helfen (s. seine Worte zu Petrus).

Jesus Christus war voll heiligen Geistes. Das ist ein Qualitätsmerkmal, nach dem christliche Gemeinde heute strebt?

Willst du das heute?
Ja?
Allerdings warten Versuchungen und Widerstände, manchmal Zorn der Alteingesessenen (!), dennoch: „Groß sein bei Gott“ und Weitergehen zu den Anderen.

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