Prophetie

prophecy

Wenn es um das Thema Prophetie geht, scheiden sich die Geister.  Lesezeit 3min    Die Einen berichten von Missbrauch und falscher – nicht eintreffender – Prophetie, andere überhöhen den Wert dieser Gabe Gottes dermaßen, dass man sich vielleicht demnächst prophetisch anzieht, frisiert oder isst?

Wenn einer prophetisch redet spricht er zu anderen Menschen über Dinge, die man lieber im Unsichtbaren hat – das Verborgene des Menschen wird offenbar.
Nun ist es gängige Lehre, dass eine Prophetie niemals bloßstellt und immer nur Positives zum Inhalt hat – obwohl die Bibel, das Wort Gottes, davon spricht, dass ein Unkundiger, der in eine prophetisch redende Versammlung hineinkommt, dermaßen überführt wird, dass er auf sein Angesicht fällt und Gott die Ehre gibt.

Gott ist hier! „Sie sagen Dinge, die niemand aus meinem Leben kennen kann. Sie kennen mich nicht, der Pastor kennt mich nicht, niemand kennt mich, aber sie erzählen Dinge aus meinem Leben!“ 

prophecy is a blessing!
Prophetie, ausgeübt in der Ehrfurcht vor Gott und innerhalb des Maß des Glaubens, ist ein Segen!

Genau das tat Jesus immer wieder: Nathanael, ich sah dich, wie du unter dem Baum gesessen bist. Zur Frau am Brunnen: „Fünf Männer hast du gehabt und derjenige, den du jetzt hast ist nicht dein Mann!“
Ihre Antwort: „Ich sehe, dass du ein Prophet bist.“ Ein Mann Gottes!

Paulus lehrt, dass alle Christen prophetisch reden können, aber auch, dass eben nicht alle prophezeien. In manchen Kirchen ist Prophetie – wie auch sonst geistliches Leben – schlicht verboten. (Kann man – heute – umkehren?) So entkernt man sich von den Gaben des Geistes, der Mindestausrüstung Gottes für seine Gläubigen. – Wie wird man Christ? – Hier.

Ein Christ glaubt an das Übernatürliche und an den Übernatürlichen – er spricht mit und zu dem unsichtbaren Gott, glaubt an Jesus Christus, den er nicht sieht, er hofft und vertraut, dass er Gott demnächst sehen wird.

Wenn also ein Christ nicht mehr beten will, weil er denkt, dass Gott sowieso kein Gebet erhört, wendet er sich wieder dem Machbaren zu: Das, was seine müden Hände und Gedanken erschaffen können: Holz, Stroh, Stoppeln? Oder soll ich sagen: Schöne Gebäude, Glasfassaden, tolle Autos und Ansehen beim Nachbarn und der Firma. Solch einen Menschen muss man kennen!

Zwischenfrage: Kennt Gott Sie?

Betet ein Mensch zu Gott begibt er sich aufs Eis – hinein in die Welt des Glaubens, Hoffens, Gott suchens, Gott antwortet?

Manche Menschen hören die Antwort Gottes in ihren Gedanken, andere beim Lesen der Bibel, wenige Menschen akkustisch mit ihren Ohren (dennoch gibt’s das), es gibt weitere Wege, manche empfinden (positive) Unzufriedenheit, andere bekommen einen starken Eindruck und empfinden Frieden dabei, obwohl es sich nicht alles so logisch anhört. Und Gott spricht durchaus nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über das Jetzt und das Morgen, über Dich und Andere.

Er ist Gott!!

Nicht dass er sprechen müsste, aber er hat sich kein Schweigegelübde auferlegt. Warum sollte er nicht reden, wenn ihn jemand ernsthaft sucht?
Trotzdem ein paar Fragen: Warum sollte er auf eine Art und Weise reden, die der Gott-Suchende erwartet und nur so? Warum sollte die Antwort nur genau so sein, wie der Betende sie haben will?

Ist gar keine Antwort auch eine Antwort?
Spricht Gott manchmal auch nicht?
Hören Menschen nicht?

Hat Gott längst gesprochen aber niemand will sein Reden hören, geschweige denn tun??

Jesus spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“, denken Sie einmal darüber nach.
Ist Blut an ihren Händen vom Mord an ihrem Bruder, den sie vergessen machen wollen? Hassen Sie jemanden?

Der Prophetie ähnlich sind die Worte der Erkenntnis und der Offenbarung, die beispielsweise jemandem in einer schwierigen Lebenssituation Korrektur, Ermutigung oder Trost zusprechen. Manchmal kann auch eine Prophetie falsche Erwartungshaltungen wecken, wenn das Prophezeite überhaupt nicht eintrifft, z.B. eine angesagte Schwangerschaft prophezeit wird, die aber nicht eintrifft oder jemand trotz gegenteiliger gutgemeinter Prophetie in jungen Jahren stirbt. Hier irren die Weissagenden und tun gut daran, sich zu korrigieren, und wirklich –Gott zu suchen!

Der prophetisch Sprechende soll gemäß seines Glaubens sprechen. Er sollte übereinstimmen mit seinem Maß an Glauben und nicht hoch abgehoben von Wundern prophezeien, aber ansonsten nie für ein Wunder beten oder glauben wollen.

Prophetie ist in christlichen Kreisen extrem wichtig, ehrfürchtig vor Gott ausgeübt.

Wer an Gott glaubt, kann erwarten, dass er auch durch seine Menschen spricht, niemals konträr zur Bibel. Bei regelgerecht ausgeübter Gabe bleibt ein echter, schwerer Segen auf der Kirche, die Gottes Reden als Teil des Ganzen in den Kontext aufnimmt und nicht den Redenden überhöht.

Jeder Pastor, Lehrer, Prediger, Evangelist sollte zu Gott flehen, dass Gott ihm während seines Vortrags prophetische Worte gibt, damit er Menschen in ihrer unmittelbaren Lebenssituation ansprechen und helfen kann, in ihr Leben hineinsprechen kann. Menschen fühlen sich positiv getroffen und sagen: Das war genau für mich, Sie haben, ohne es zu wissen, ein Problem angesprochen, das ich mit mir rumgetragen habe, es traf die Sache genau auf den Punkt.

Gott ist mitten unter uns. Gottes Geist.
Raum geben.
Wie gibt man Gottes Geist Raum?
„Gott, bitte gib mir deine Gaben, hilf mir prophetisch zu Menschen zu reden in Übereinstimmung mit deinem Wort, der Bibel und in Liebe und in Ehrfurcht vor dir. Segne andere durch mich. Danke Gott, Amen.“

Hier Ingolf Ellßel zum Thema: http://www.fcgt.ch/index.php/impulse/seminare-podcast/161-podcast-101

Ein Gedanke zu „Prophetie“

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