Routine und das Gegengift

Es war ein Tag wie jeder andere, als Jesus die Schriften in der Synagoge vorlas, die an jedem Gottesdienst gelesen werden. Ein Bibeltext, eine Auslegung, die allen ein zustimmendes Nicken abrang. Bei Einigen war die Ermüdung von den Anstrengungen des Vortags deutlich erkennbar, doch plötzlich entgleisten ihre Gesichtszüge, jemand durchbrach ihre Routine. Jesus bekannte in aller Demut, dass eine Prophezeiung des alten Propheten Jesaja genau heute ihre Erfüllung fände. Sie müssten nur von ihrem Sitzplatz aufschauen und ihn ansehen, er wäre die Erfüllung dieser Prophetie.

In weniger als einer Minute stieg der Ruhepuls der Zuhörer von `normal´ auf `höchste Erregung´ – Jesus durchbrach furchtbar die Routine und den Gottesdienstablauf der Kirchgänger seines Heimatdorfes.
„Heute wurde diese Prophetie vor euren Augen erfüllt – aber für euch hat sie keinerlei Bedeutung, weil ihr nicht erkennt, dass jemand aus eurer eigenen Heimatstadt Gottes Botschaft verkündigt. „Routine und das Gegengift“ weiterlesen

Theorie und Praxis

Wenn Theorie und Praxis auseinander klaffen, wird es kritisch. Die Theorie ist der blueprint, nach dem der Motor gebaut werden sollte und die Praxis ist die Abweichung, die zum Kolbenfresser oder zum erhöhten Schadstoffausstoß führt. Jesus nannte den Unterschied zwischen Theorie und Praxis bei den Religiösen seiner Zeit Heuchelei.
Er warnte die Pharisäer, er brandmarkte sie öffentlich als Heuchler, letztlich als eine Schande für das Ansehen Gottes bei den Menschen.

Sie lebten nicht von der Arbeit ihrer Hände, sondern von den religiösen Abgaben – dafür verrichteten sie zum Schein lange Gebete und verkomplizierten das Leben mit allerlei Gesetzen, Auslegungen, Verhaltensmaßregeln. (Warum erinnert mich das fatal an die Regulierungswut unserer Politiker in Berlin oder Brüssel?)

Wagen wir es doch einmal hinzuschauen, wie weit in den Kirchen Theorie und Praxis voneinander entfernt sind. Theorie und Praxis unterscheiden sich beträchtlich.

Paulus sagt, wenn die Kirche zusammen kommt, soll jeder etwas beitragen, ein Lied, eine Ermutigung, eine Auslegung der heiligen Schriften oder eine Prophetie. In der Praxis ist Kirche oft eine One-man-show, weil die Leitung der Kirchen nicht das Risiko unqualifizierter oder ungenehmer Äußerungen eingehen will.  „Theorie und Praxis“ weiterlesen

Weisheit

Weisheit? – Nachdenken kostet nix.
Wer die einfachsten Ratschläge der Bibel befolgt, handelt immer weitsichtig. Er ist der menschlichen Klugheit weit voraus, die sich oft beschränkt auf kleingeistige Reaktionen, im Kern oft motiviert durch Eifersucht, Rache oder Habgier.

Warum überfällt ein Land ein anderes Land, Russland die Ukraine (Krim) oder die USA den Irak, wenn nicht aus Vergeltungsgründen, Eifersucht, Habgier? Jedoch werden meist edle Motive vorgeschoben, es geht scheinbar darum, die Welt zu bewahren vor etwas noch viel Schlimmerem oder angeblich Menschen von einem Diktator zu befreien. In Wahrheit sind es doch wieder die nichtigen Beweggründe, die selbst einen kleinen Amtsrichter in seinem Urteil zum höheren Strafmaß bewegen würden.  „Weisheit“ weiterlesen

Postfaktisch lebende Menschen ignorieren Tatsachen

Postfaktisch ist, wenn ein Mensch objektive Tatsachen nicht anerkennen will. Stattdessen lamentiert er rum, laviert, bis er schlussendlich eine völlig andere Geschichte erzählt.   Lesezeit 2 Minuten   Man nennt das auch: Lügengeschichten bevorzugen. Oder: der Lüge glauben.

Postfaktisch sind auch die Erzählungen der Soldaten, die den Auftrag hatten, das Grab Jesu zu bewachen. „Postfaktisch lebende Menschen ignorieren Tatsachen“ weiterlesen

Was sagst du wer ich bin?

Jesus fragte seine Jünger: Was sagen die Leute, wer ich bin?
Sie antworteten ihm ungefähr so: „Elia, ….manche sagen, du wärst ein Prophet, es gibt verschiedene Meinungen im Volk.“  Lesezeit 2min
Dann fragte Jesus seine Jünger: „Was sagt ihr, wer ich bin?“

Überleg dir mal – was würdest du sagen, wenn dir diese Frage gestellt würde? Was sagst du, wer Jesus ist?
Jesus fragt dich: „ Was sagst du wer ich bin ?“ „Was sagst du wer ich bin?“ weiterlesen

Was sagst du wer Jesus ist?

Was sagst du? – Jesus fragte einmal seine Leute: „Was sagen denn die Leute, wer ich bin?“    Lesezeit 3min

„Ein Prophet!“ – sagen die Anhänger Mohammeds. „Elia“, sagten die Juden, also ein Prophet. „Ein Gotteslästerer – sagte der Hohepriester der Juden. „Ein Verführer“ – die Pharisäer. „Ein Mann Gottes“ – sagte ein seit Geburt Blinder als er plötzlich sehen konnte. „Was kann aus Nazareth Gutes kommen?“ fragte Nathanael bevor er Jesus kennenlernte. „Einer von uns“, sagten die Einwohner Nazarets bevor sie ihn den Berg hinunterstürzen wollten. „Ein Prophet“, sagte eine Samariterin, als er der geschockten Frau die Anzahl ihrer Ex-Männer nannte.

Was sagst du, wer Jesus ist? …..?! „Was sagst du wer Jesus ist?“ weiterlesen

es geht um das Reich Gottes – hier ein Wort der Wahrheit :)

Pastoren müssen und dürfen nicht nach ihrem eigenen Ruf oder nach dem Bau ihres eigenen Rufes oder Reiches trachten, sondern NACH dem Bau des Reiches Gottes!   Lesezeit 1-2min, Nachdenkzeit 2 Tage   Sie müssen unabhängig werden von Stimmungen und Meinungen in der Gemeinde und Gott mit ihrer Berufung dienen von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft, komme was wolle!
Reich Gottes ist nicht die Befindlichkeit der Gemeinde oder der Ältesten, sondern das Evangelium Gottes, die Botschaft Gottes von der Ewigkeit hinein in unser Heute!

Es geht um das Reich Gottes original und nicht um Gehälter, Machtpositionen, Machtkämpfe, Hahnenkämpfe,

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Du sollst den Flüchtling lieben

…denn du warst selbst ein Flüchtling in Ägypten. Somit weißt du, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein, weil du in Lebensgefahr warst.   Lesezeit 3min    Sie wollten dich töten! Es gab aufgrund verheerender Umstände nichts mehr zu essen, sogar schließlich nichts mehr zu trinken. Es gab keine andere Chance zu überleben als auszuweichen – auf den guten Willen der Nachbarländer angewiesen, die dem geflüchteten Zerzausten Nahrung und Kleidung anbieten! Ein Dach gegen die Obdachlosigkeit. „Lass den Hungrigen dein Herz finden“ – das ist echte Anteilnahme, Freundlichkeit von Herzen.

Gott zeigt, dass Flüchtlinge Rechte besitzen, die er das „Recht des Fremden“ nennt. Für ihn sollten explizit Nahrungsmittel auf dem Feld nicht komplett abgeerntet werden, damit er sich bei der Nachlese versorgen kann. Selbstversorgung und Selbsthilfe sollten ermöglicht werden, Nahrung, Kleidung und Obdach sind lebensnotwendig.

Echte Flüchtlinge sollen mitleidigen Gastgebern begegnen, wer heute Gastgeber ist, kann bereits morgen selbst Hilfsbedürftiger sein wenn plötzlich Kriegshandlungen oder ein Naturdesaster seinen Lebensplan durchkreuzen. Welches Land ist nach 3 regenlosen Jahren noch lebensfähig?

Ca 1700 Jahre vor Christus beauftragte Gott einen Mann namens Joseph Lebensmittelvorräte anzulegen, um eine 7-jährige folgende Dürre zu überstehen. Der Hunger trieb seine eigene 12-köpfige Großfamilie aus der hunderte km entfernten Heimat nach Ägypten, wo sie überlebten.

Nicht jeder Flüchtling entspricht diesen Kriterien

Nicht jeder Flüchtling ist ein echter Flüchtling
Echte Flüchtlinge entfliehen aus extremen Notsituationen, aus echter Bedrängnis, aus nicht weniger als der Gefahr ihres Lebens.

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Die Kunst der Umkehr

Umkehr: Es ist das Allereinfachste und doch essentiell. Kein Mensch kann die Wichtigkeit verleugnen,  Lesezeit 3min  jedes Tier lernt durch trial und error, hinfallen, aufstehen, noch einmal probieren. Was bringt mich wirklich ans Ziel, wie verläuft das Leben gut und befriedigend für mich und meine Nachbarn? Dabei gibt es ein Haupt-Hauptwort, das die unbedingte Hilfe zum Fortkommen im Leben ist, es geht um die Fähigkeit und Willigkeit und Bereitschaft zur Umkehr.

Umkehr, immer dann, wenn ich merke, dass ich vor die Wand laufe. Vielleicht besser schon vorher? Umkehr, wenn ich merke, dass die Wichtigkeiten des Lebens verschoben werden und sich zweitwichtigste Angelegenheiten in den Vordergrund drängen.

Was waren noch einmal die ursprünglichen Absichten?
Motivationen?
Ziele?

Es gilt gleicherweise für Firmen und Einzelpersonen, für Städte. Länder und deren Regierungen, für Sportler und zuallermeist für Christen: Die Erkenntnis, wann Umkehr dran ist, ist essentiell! Eine Firma, die ihre Firmenkultur zersetzt hat durch gedecktes Lügen vom Management bis zum Entwicklungsingenieur braucht komplettes Umdenken, um wieder auf die gerade Straße des Aufatmens zu kommen. Es geht nicht um vordergründiges, schnelles Zugestehen „jawohl, hier haben wir geirrt – und Augen zu und durch, nur schnell weiter“ – sondern um Selbsterkenntnis, Einsicht, Reue, Umkehr mit Demut, wenn nötig und möglich mit Wiedergutmachung, um danach eine frohmachende Neuausrichtung zu leben.  „Die Kunst der Umkehr“ weiterlesen

Jesus tauft und predigt Umkehr

Jesus wurde von Johannes dem Täufer getauft      Lesezeit 3min   nicht lange danach sah man Jesus selbst taufen. Er tauchte Menschen im Wasser unter, die wohl, ähnlich wie bei Johannes, ihre Sünden bekannten. Ebendasselbe, was Johannes der Täufer gemacht hatte, machte Jesus nun. Er rief ein ganzes Volk zur Umkehr. Obwohl Johannes prophezeite, dass Jesus mit heiligem Geist und Feuer taufen würde, bediente sich Jesus erstmal der vorhandenen, bekannten Mittel – am Jordan war Wasser.

Bald kamen die Menschen zu Jesus anstatt zu Johannes dem Täufer, der sich selbst als Vorbereiter und Wegbereiter des Sohnes Gottes sah: „Er muss größer werden, ich muss kleiner werden“.

Jesus predigte Umkehr und Nachdenken in allen Varianten. Er taufte zur Umkehr und er lehrte das Volk – manchmal tagelang – was in den Augen Gottes wichtig ist.

Euch wurde gesagt: Auge um Auge, Zahn um Zahn, ich aber sage euch, dass ihr eure Feinde lieben sollt und für die beten sollt, die euch hassen… „Jesus tauft und predigt Umkehr“ weiterlesen