Gedanken zur Gemeindegründung

Hi ***,
Katja und ich sehen es bisserl unterschiedlich, ich bin da eigentlich ziemlich zögerlich und würde lieber nicht so gezielte Schritte in Richtung „Gemeindegründung“ machen, solange nicht wenigstens ein Dutzend Leute da sind, die das wollen, dabei auch ein paar „Zugpferde“. Irgendwie hab ich Angst vor Versuchsballons, wenn, dann will ichs richtig machen mit motivierten Leuten – aber ohne solche Leute und ohne irgendwie ein „klares Reden Gottes oder dgl“ lieber erstmal gar nicht. Ich sehe ansatzweise wieviel an einer Gemeindegründung dranhängt (und wieviel sich alleine ums Gebäude, Geld, manpower für kids, etc etc dreht) und – hart gesprochen – am Ende soll es nicht ein Abziehen / Ansammeln von Christen sein oder werden, die eigentlich alle bereits irgendwo beheimatet sind, bzw eben nach Gießen fahren. „Gedanken zur Gemeindegründung“ weiterlesen

Prophetie – was, wenn Prophetie nicht eintrifft?

Prophetie – wie ist das nun, wie soll man umgehen mit Prophetien, die nicht eingetroffen sind und die niemals eintreffen werden? Ich kenne Beispiele von Prophetien, die den Glauben eines Ehepaars attackiert haben, dem eine Schwangerschaft prophezeit wurde, die aber nie eintrat. Über einen anderen wurde Heilung von Krebs prophezeit, jedoch ist er heutzutage öfter im Krankenhaus als in irgendeiner Kirche, er scheint mir irgendwie resistent gegen den Glauben geworden zu sein. Prophetie falsch angewandt, Prophetie aus menschlichen Wünschen heraus gesprochen, richtet zweifelsohne Schaden an.
Viele leichtfertige Prophetien haben eine Erwartungshaltung hervorgebracht, speziell bei neuen Christen, die sie nachhaltig verwirrt und teilweise sogar beschädigt haben. „Prophetie – was, wenn Prophetie nicht eintrifft?“ weiterlesen

Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen

Paulus lehrt glasklar, dass jeder, der arbeiten kann, das auch tun soll, dass jeder „sein eigenes Brot isst“. Es soll nicht jemand fremder Leute Brot essen, sondern sein eigenes Brot.   Lesezeit 3min   Paulus zielt auf Menschen, die arbeiten können, aber nicht arbeiten wollen. Solche soll man ermahnen, im Extremfall sogar „markieren“, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten. Sie sollen sogar ihre Eltern mitversorgen, wenn diese älter werden, sonst verleugnen sie ihren Glauben an Jesus Christus.

arbeiten..-.-

Wenn jemand nicht bereit ist, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten, obwohl er es kann, dann soll er eigentlich noch nicht einmal essen. Das sind Worte,  (hier die in unseren weichgespülten Gehörgängen nicht besonders geläufig sind, aber das ist das Niveau von dem Paulus ausgeht.   „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen“ weiterlesen

es geht um das Reich Gottes – hier ein Wort der Wahrheit :)

Pastoren müssen und dürfen nicht nach ihrem eigenen Ruf oder nach dem Bau ihres eigenen Rufes oder Reiches trachten, sondern NACH dem Bau des Reiches Gottes!   Lesezeit 1-2min, Nachdenkzeit 2 Tage   Sie müssen unabhängig werden von Stimmungen und Meinungen in der Gemeinde und Gott mit ihrer Berufung dienen von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft, komme was wolle!
Reich Gottes ist nicht die Befindlichkeit der Gemeinde oder der Ältesten, sondern das Evangelium Gottes, die Botschaft Gottes von der Ewigkeit hinein in unser Heute!

Es geht um das Reich Gottes original und nicht um Gehälter, Machtpositionen, Machtkämpfe, Hahnenkämpfe,

„es geht um das Reich Gottes – hier ein Wort der Wahrheit :)“ weiterlesen

Prophetie

Wenn es um das Thema Prophetie geht, scheiden sich die Geister.  Lesezeit 3min    Die Einen berichten von Missbrauch und falscher – nicht eintreffender – Prophetie, andere überhöhen den Wert dieser Gabe Gottes dermaßen, dass man sich vielleicht demnächst prophetisch anzieht, frisiert oder isst?

Wenn einer prophetisch redet spricht er zu anderen Menschen über Dinge, die man lieber im Unsichtbaren hat – das Verborgene des Menschen wird offenbar.
Nun ist es gängige Lehre, dass eine Prophetie niemals bloßstellt und immer nur Positives zum Inhalt hat – obwohl die Bibel, das Wort Gottes, davon spricht, dass ein Unkundiger, der in eine prophetisch redende Versammlung hineinkommt, dermaßen überführt wird, dass er auf sein Angesicht fällt und Gott die Ehre gibt.

Gott ist hier! „Sie sagen Dinge, die niemand aus meinem Leben kennen kann. Sie kennen mich nicht, der Pastor kennt mich nicht, niemand kennt mich, aber sie erzählen Dinge aus meinem Leben!“  „Prophetie“ weiterlesen

Interview mit Klaus Eickhoff – mitreißende Predigt

Wenn Predigt nicht mitreißend, nicht begeisternd ist. Predigt, die den eigentlichen Kern nicht trifft. Dr. Klaus Eickhoff hat sein Buch veröffentlicht  „Harmlos – Kraftlos – Ziellos: Die Krise der Predigt und wie wir sie überwinden“, geschrieben aus der Sicht eines Evangelisten. Ich wiederhole: Aus der Sicht eines Evangelisten – Gott sei Dank. Hier ein Interview von Wolfgang Severin / Bibel TV mit Klaus Eickhoff.

Gemeinde ist krank.

„Was erlaubst du dir? Wie kannst du so etwas sagen. Es handelt sich um die heilige, auserwählte Braut von Jesus, bitte sage nichts Schlechtes über seine Gemeinde.“

Und da ist jede Menge Wahrheit drin, ich bin wirklich dagegen, Gemeinde zu kritisieren, wenn nicht mit dem Wunsch der Heilung.

Dabei gibt es landauf, landab genügend Versuche, Gemeinde attraktiv zu gestalten und man könnte meinen, vielleicht sind auch nur die Ansprüche des absitzenden Konsumchristen gestiegen, der gleichsam kultur- und vergnügungssüchtig in seinem Kinostuhl sitzt und die Worte eines Johannes des Täufers oder Petrus angenehm verpackt in sein demokratisches Meinungsbild hören möchte.

Aber die Krankheit sitzt tiefer: Es redet keiner mehr ernsthaft die Worte Johannes des Täufers oder die Worte von Petrus. Ich würde sagen: es findet keine Identifikation mehr statt. Wer wir sind, wozu wir da sind, was wir hier machen und worüber wir reden: Haben die Christen 2016 genau denselben Auftrag wie Petrus, Paulus, Jakobus, Stephanus und Freunde?  „Gemeinde ist krank.“ weiterlesen

Gott braucht Leiter, Eliten oder was?

Würde man den Satz so formulieren: „Christliche Gemeinden brauchen Leiter?“, so würde jedermann sofort bejahen. Klar, eine christliche Gemeine braucht einen Pastor, Vorstand, Älteste.

Aber braucht das Reich Gottes hier im Land starke fähige Leiter?

Einige proklamieren, dass die Zeit der großen Leiter vorbei ist, „jetzt ist jeder Christ ein Evangelist, ein Pastor, ein Seelsorger, ein Heiler!“

Der Trend in der christlichen Meinungsbildung ist, dass nicht mehr die großen Namen gefragt sind. Man will nicht mehr jemanden, der für große evangelistische Veranstaltungen bekannt ist, von denen ein ganzes Volk weiß, sondern: im 21. Jahrhundert nimmt jeder Christ diese Aufgaben war.

Und ganz sicher ist nichts dagegen einzuwenden, dass jeder Christ seinen Glauben an Jesus bekennt. Wie soll er sonst ein Christ sein? – Wer mit dem Mund bekennt, dass Jesus der Herr ist, wird gerettet. Wer ihn – Jesus – nicht kennen will, den kennt er auch nicht. Jeder Christ kann für einen kranken Menschen beten. Und sicher nicht nur, dass er bald stirbt.

Insgesamt wird durch dieses Reden verkleistert, versteckt: Die Gemeinde Jesu hat massiven Mangel an Leitern!

Es mangelt hinten und vorne.  „Gott braucht Leiter, Eliten oder was?“ weiterlesen

Christliche Gemeinde beschäftigt sich selbst

Christliche Gemeinden entwickeln leicht die Eigenart, sich hauptsächlich und nur mit sich selbst zu beschäftigen. Und damit ganz gut beschäftigt zu sein. Man hat so viel zu tun, sich um die Belange jedes Einzelnen zu kümmern, jedermanns Puls zu fühlen, so dass eine Gemeinde einen in sich geschlossenen Kreislauf darstellt, der sich selbst genügt aber auch versorgt.

Immerhin ist es gut und lobenswert, wenn eine Gemeinschaft von Christen sich um die Bedürfnisse ihrer Mitglieder kümmert und diesen begegnet. Die ersten christlichen Gemeindemitglieder verkauften teilweise ihre Besitztümer und gaben das Geld der Gemeindeleitung, die die Ärmeren der Gemeinde unterstützte. Ein funktionierendes Sozialsystem als Ausdruck ihres Glaubens. Und – die Gemeinde erfüllte das Gebot Jesu: Daran soll euch jedermann als meine Nachfolger erkennen: weil ihr einander mit Liebe begegnet.

Andererseits finde ich es immer bedauerlich, wenn eine christliche Gruppe nicht den Blick auf  die Atheisten, die Ungläubigen die Nichtchristen hat. Jene Leute, die die Bibel als „Tote“ bezeichnet, als Menschen, die unter dem Zorn Gottes bleiben.  „Christliche Gemeinde beschäftigt sich selbst“ weiterlesen