Gottes Wille und das Leben des Alfons K.

Gottes Wille und das Leben des Alfons K.

Nach nicht wenigen Jahren hatte Alfons K. doch einiges erreicht. Sein Verdienst war mehr als auskömmlich, neben den Familienautos pflegte er einen Oldtimer für die gelegentlichen Sonntagsausflüge. Seine Frau, seine Kinder, alles wirkte irgendwie gut geordnet, fein sortiert, wie sein weitläufiger Rasen, der sich über sein Grundstück erstreckte. Das Haus war ansehnlich, er träumte davon, einmal mit dem Heißluftballon der Routine des Alltags zu entschweben. Seine Hobbys hielten ihn beschäftigt. Morgens und abends mit dem Hund beim Ausgang sinnierte er, wie und wo er den nächsten Sommerurlaub mit seiner Familie verbringen würde.

Er war stolz, dass seine Ehe bis heute irgendwie funktionierte, auch in der Firma hatte er sich ein gutes Ansehen erworben.

Als es einmal nicht zu umgehen war – er war als Feiergast zu einer Konfirmation eingeladen – betete er halb teilnahmslos, halb gedankenlos vor sich hin, im Chor murmelnd: Vater unser, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden…

Da merkte er plötzlich wie Einer eintrat in sein Leben, das bisher doch immer seines gewesen war. Dein Wille geschehe. Er wusste nichts, er schüttelte sich, sollte der Wille eines anderen für ihn irgend eine Bedeutung, eine Relevanz haben? „Gottes Wille und das Leben des Alfons K.“ weiterlesen