Der Chef war da

Der Chef war da und hat dich bei deiner Arbeit besucht. Nur, du wusstest nicht, dass er der Chef ist. Dir war nicht klar, dass genau er der oberste Chef des ganzen Konzerns war. Er war dir einfach nicht aufgefallen. Als du ganz normal beschäftigt deine routinierten Dinge des Alltags gemacht hast, war er da. Du überlegst im Nachhinein, ob du vielleicht irgendwie anders warst als sonst, ob er dir hätte auffallen müssen – aber er war nicht auffällig oder so, dass man ihn hätte leicht erkennen können.

Ja, er stellte ein paar Fragen und machte ein bisschen den Eindruck als wüsste er die Antworten bereits – so als würde er nicht fragen, um etwas in Erfahrung zu bringen, sondern um zu sehen wie du zu der Arbeit stehst und wie es dir so geht. Er schaute ein bisschen hinter die Kulisse. Im Nachhinein weißt du, dass er da war aber du hast ihn nicht erkannt. „Der Chef war da“ weiterlesen

Prominent bei RTL oder groß bei Gott

Wer bei den Menschen groß sein will, kann Gott nicht gefallen. (guckst du)   Aber bei Gott groß zu sein, ist die höchste Auszeichnung. Johannes der Täufer war groß bei Gott und zeigte vielen Israelis, wie sie Gott finden können: Kehrt heute um!

Ein Umkehrruf von jemandem, der aussah wie ein Wilder, aber der akzeptiert war aufgrund seiner Botschaft. Jeder wusste, dass Johannes ein aufrichtiger, ernstzunehmender Rufer in der Wüste war.

Er lebte in der Wüste und seine Botschaft war unmissverständlich, uneigennützig, geradlinig, ohne Ansehen der Person. Vor ihm waren alle gleich, die Selbstgerechten hörten schon von Weitem den Warnschuss, dass sie besser keine Ausreden bereithielten – wer Gott gegenübertritt ist Gleicher unter Gleichen, Mensch unter Menschen.  „Prominent bei RTL oder groß bei Gott“ weiterlesen

Gemeinde ist krank.

„Was erlaubst du dir? Wie kannst du so etwas sagen. Es handelt sich um die heilige, auserwählte Braut von Jesus, bitte sage nichts Schlechtes über seine Gemeinde.“

Und da ist jede Menge Wahrheit drin, ich bin wirklich dagegen, Gemeinde zu kritisieren, wenn nicht mit dem Wunsch der Heilung.

Dabei gibt es landauf, landab genügend Versuche, Gemeinde attraktiv zu gestalten und man könnte meinen, vielleicht sind auch nur die Ansprüche des absitzenden Konsumchristen gestiegen, der gleichsam kultur- und vergnügungssüchtig in seinem Kinostuhl sitzt und die Worte eines Johannes des Täufers oder Petrus angenehm verpackt in sein demokratisches Meinungsbild hören möchte.

Aber die Krankheit sitzt tiefer: Es redet keiner mehr ernsthaft die Worte Johannes des Täufers oder die Worte von Petrus. Ich würde sagen: es findet keine Identifikation mehr statt. Wer wir sind, wozu wir da sind, was wir hier machen und worüber wir reden: Haben die Christen 2016 genau denselben Auftrag wie Petrus, Paulus, Jakobus, Stephanus und Freunde?  „Gemeinde ist krank.“ weiterlesen

Die Besten sterben zuerst

Es klingt hart, ist aber so: Einige der Allerbesten sind früh gestorben. Zuerst. Kaum auf der Höhe ihrer Wirkungskraft angelangt – sterben sie. Oder: Sie werden getötet von missliebigen Menschen. Oder irgendein unverständliches Schicksal rafft sie dahin, nimmt sie weg, entführt sie und entfernt sie aus den Niederungen der menschlichen Eifersucht und Niedertracht.

Johannes der Täufer war tatsächlich der größte Prophet bis zur Zeit Jesu Christi, bereits wenige Monate nach dem Höhepunkt seines Umkehrrufes an ein ganzes Volk – Israel – wurde er vom König des Landes geköpft.

Johannes hatte seine Botschaft angstfrei verkündigt ohne Ansehen der Person. So wies er König Herodes zurecht wegen seiner unerlaubten Beziehung zur Frau seines eigenen Bruders. Er sprach im Namen der allerhöchsten Autorität, die jeden Mensch einmal zur Verantwortung ziehen wird. König Herodes nutzte die ihm von Gott verliehene Autorität, Johannes für seine unschmeichelhaften Worte zu töten. Gottes Wort, ausgesprochen durch einen furchtlosen Johannes, bedeutete sein vorzeitiges Sterben.  „Die Besten sterben zuerst“ weiterlesen