Talentierte und Ungeschickte

Talentierte und Ungeschickte

Wer was kann wird was.                                                            Lesezeit 4 min
Wer nix kann wird nix.
Er findet keinen Beruf, bleibt unfähig, arbeitslos, hilfsbedürftig, vom Schicksal ausgestattet mit 2 linken Händen, ungeschickt, mißgeschickt, unvergnügt.

Wer geschickt ist in seiner Tätigkeit, den beachtet man und er wird auch bald befördert, aber der Ungeschickte findet keine Zufriedenheit bei seinem Job, jeder, der ihn sieht, schüttelt insgeheim den Kopf und fragt sich, ob dieser Mensch nicht doch lieber etwas anderes oder vielleicht lieber gar nichts machen sollte?
Macht es ihm denn überhaupt Spaß?
Wenn es ihm Spaß macht, müsste ihm die Arbeit doch leichter von der Hand gehen!

Der Uhrmacher, der die Uhr zerstört bei der Reparatur, der Glockengießer, dem die Bronze zerspringt, der Betonbauer, der Risse im frischen Beton hat, der Maurer, der windschief und versetzt neben der geplanten Sollstelle mauert, der Kaufmann, der das Kassenbuch wieder neu schreibt, der Unternehmer, der ein hohes Minus erwirtschaftet, der Pastor, der keine Schäfchen mehr hat.

Ist Gott auch so erfolglos?
Oder – ist Gott erfolgreich? Und reich? Alles klappt auf Anhieb? 

Wer sich nicht um die Verbesserung seiner Arbeit bemüht, erreicht sicher keine höhere Qualität. Wer sich bemüht, hat immerhin die Chance sich zu verbessern, auch wenn er eigentlich relativ ungeschickt ist, so kann er doch durch seinen Fleiß und sein treues Üben gute Ergebnisse erzielen: Die Mauer wird gerade, akkurat im Plan, senkrecht, der Glockengießer befreit massive Glocken aus der Form mit dem vollen Klang der Glocke.

Nun gibt es die Idee, dass ein Ungeschickter nichts dafür kann, dass es ihm nicht so richtig gelingen will – und es stimmt ganz bestimmt: der eine Mensch hat viel mehr Gaben als ein anderer, dem es an Intelligenz und Einfühlungsvermögen mangelt. Noch drastischer wird es bei der Erziehung: Einer lernt Disziplin und Konzentration auf ein Projekt schon als Kleinkind, ein Anderer hatte immer Zerstreuung geboten, tausend Ablenkungen und hat nie gelernt eine Sache zu Ende zu führen, seinen Verantwortungsbereich intakt zu halten, Dinge zu beginnen und zu beenden.

Nun könnte Einer, der eben nicht von Gott verwöhnt wurde mit schönem Aussehen, mit viel Intelligenz und der auch nicht in nennenswert guten Verhältnissen aufgewachsen ist, gleich die Flinte ins Korn werden und sich dem Lauf der Dinge ergeben.

Er hat keinen Förderer, kein Vitamin B bei den höheren Beamten, keinen Zugang zu den Edelschulen des elitären Zirkels, er hat kein Erbe zu erwarten außer Schulden und den unguten Ruf seines Namens, der ihm vorauseilt. Seine Familienangehörigen waren bereits in der Anstalt zur dauerhaften Unterbringung zur Besserung von Menschen – und das ist bestimmt keine Kirche.
Er selbst ist niedergeschlagen – wird es sich wirklich lohnen, sollte es sich lohnen, es noch einmal zu versuchen mit diesem Gott, noch einmal zu beten, noch einmal einen Neuanfang zu machen und zu ihm zu kommen, nach ihm zu suchen, tastend suchend zu suchen und noch einmal neu zu beginnen mit dem Glauben?!

Dieser einfache schlüssige Glaube, der es einem Menschen freilässt, wer er ist und woher er kommt, was er getan hat, es wird ihm vergeben werden – komme direkt heute in die –Arme des wartenden Vaters!

Der Vater wartet auf seine gescheiterten Söhne und Kinder, verlorene Söhne und Kinder, Töchter die so weit entfernt sind und ihn nicht mehr kennen.
Gott wartete heute.-

Du fühlst dich außen vor, weil du in diesen Bereichen sehr ungeschickt vorgegangen bist und eigentlich alles vermasselt hast, aber Gott ist da!! Er wartet angespannt auf das Wiedersehen mit seinen geliebten Menschen. Deswegen sucht er gerade heute Dich! Matthäus 25,14-25

Dann noch – vielleicht du, der Andere

Du bist nicht so ungeschickt wie der eben Beschriebene, sondern dir gelingt Alles oder Vieles. Irgendwie kommt immer der Beifall der Anderen um die Ecke, die dich loben, komplimentieren, zu sich einladen und gerade mit dir zusammen sein wollen. Sie suchen deine Nähe, weil dein Rat und dein Umgang förderlich und auferbauend sind. Du bist gewinnend, liebevoll unterwegs und gibst anderen Menschen das Gefühl, dass du zuhörst und auf sie achtest, dass du sie wertschätzt. Selbst wenn du grenzwertig ausgelastet bist, bist du immer noch der positive Klecks in der Landschaft ohne den das Bild nichts ist. In jedem Zustand bist du ein Gewinn für die Menschheit, für die Umwelt, die Nachbarschaft, das Auto und die Katze, alle freuen sich an dir – welch ein Segen??

Sollte nun jemand kommen und dich dafür ärgern, dich tadeln, dass du solch ein Segen bist? Ein begabter Befähigter? Willst du dich kleiner machen, deine Gaben heute vergraben? Dich herabsetzen zu den Unbegabten und dummes Zeug lallen mit den Besoffenen, den obdachlosen Weintrinkern oder den Low-Level-Performern. Solltest du das tun?
Bist du nicht ein Kandidat für Nobel und für den offiziellen Kleinfamilienpreis? (Ein jährlich verliehener Titel, den Erfolgsmenschen nur  deswegen nicht überreicht bekommen, weil Selbstverständlichkeiten anmaßend erscheinen könnten). Doch du bist es und bitte – vergrabe nichts von deinen Talenten!
Benutze diese deine besondere Gaben, heute zum ewigen Gott – nach Hause zu kommen
Vielleicht bist du etwas niedergeschlagen – sollte es sich wirklich lohnen, sollte es sich lohnen, es noch einmal zu versuchen mit diesem Gott, noch einmal zu beten, noch einmal einen Neuanfang zu machen und zu ihm zu kommen, nach ihm zu suchen, tastend suchend zu suchen und noch einmal neu zu beginnen mit dem Glauben?!

Dieser einfache schlüssige Glaube, der es einem Menschen freilässt, wer er ist und woher er kommt, was er getan hat, es wird ihm vergeben werden – komme direkt heute in die –Arme des wartenden Vaters!

Der Vater wartet auf seine gescheiterten Söhne und Kinder, verlorene Söhne und Kinder, Töchter die so weit entfernt sind und ihn nicht mehr kennen.
Gott wartete heute.  Er wartet angespannt auf das Wiedersehen mit seinen geliebten Menschen.

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