Wenn alles zerbricht

wenn alles zerbricht

Wenn alles zerbricht

Wenn das Unaussprechliche passiert, wenn die hässlichsten Phantasien wahr werden und die Diagnose Entsetzen hervorruft – wenn das Undenkbare passiert, die Nachbarn schütteln den Kopf über dich und halten dich für eine Ansammlung von Pein, – wenn du trotzdem weiter betest, obwohl dein Gebet für Heilung scheinbar verpufft, und wenn du in den Augen der Menschen als Versager dastehst und du faktisch Gott und die Menschen, die Bibelverse und den Pfarrer und manche Freunde nicht mehr verstehst, dann zeigt die Uhr genau Mitternacht an. 

Nun wirst du sagen, selbst um Mitternacht kann es Hoffnung geben, weil ja der ewige Gott Paulus und Silas aus dem Gefängnis errettete als sie Loblieder sangen um Mitternacht. Wenn selbst dieses herrliche Lehrdogma verblasst und du betreten den Sargträgern hinterherläufst, und deine Gedanken plattgedrückt werden durch die Walze der Emotionen – dann ist der Punkt da, an dem du das Holzkreuz nehmen und in den Boden hacken willst und zu Gott rufst: Warum hast du mich verlassen, wo bist du? Du weißt gleichzeitig, dass trotz allem Unrecht, trotz aller Niedrigkeit, die Menschen und Tieren widerfährt – ER da ist. Du weißt, du fühlst es, er ist gerecht, aber er hat diese Situation zugelassen, es ist wie ein Drama mit mehreren Akten. Der Vorhang öffnet sich, der Vorhang schließt sich und jede Diagnosestellung bringt das Drama seinem Ende näher.

Es gibt Situationen, wenn alles zerbricht

Beruflicher Erfolg, Ansehen bei Menschen wirken lächerlich, wenn man sieht, wie ein naher Angehöriger vor den Augen haltlos wegstirbt. Gewürfelt vom Zahn der Zeit, zertreten, achtlos in den Staub getreten, beerdigt, selbst die Erinnerung ist bald nicht mehr, es sind nur noch Bruchstücke, die einem erlaubt werden, man wird hineinkatapultiert in die Zeit danach.

Es gibt Einschnitte im Leben eines Menschen, dermaßen drastisch – Einer der unschuldig vor Gericht angeklagt und verurteilt wird, und unter dem Applaus der Meute geopfert wird. Es gibt Beispiele, die lassen dich zweifeln am Vorhandensein der Naturgesetze von Saat und Ernte, Gutes bringt Gutes hervor und Böses bringt Böses hervor.

Es gibt Tage, die würdest du lieber aus deinem Lebenskalender ausstreichen, weil sie so peinlich, schmerzhaft, sinnlos Angst machend, krankmachend sind.

Das Seil der Liebe

Und dennoch hast du dich irgendwie festgehalten an dem kleinen Seil der Liebe Gottes. Das unsichtbare Seil von Gottes Liebe hält dich und du vermutest, dass da mehr ist im Hintergrund als du sehen kannst, Gottes Gerechtigkeit, Gottes Liebe, Gottes Frieden. Du vertraust, dass trotz allem Unrecht – oder war es vielleicht Gericht? – dass trotzdem Gott als liebender Vater auch dich erwartet an dem Tag, wenn es kein Zurück gibt, keine Umkehr. Wenn der Wecker nicht mehr tickt, weil ihn jemand abgeschaltet hat, wenn der Baum umknickt, wenn der Krug zerbricht.

Lampions auf der Veranda, ausgelassenes Fest, Getränke, Feiern, Freude im Pool, Luftschlangen, wo seid ihr alle hin??

Stattdessen gibt es Tage, die dich traurig hinterlassen, tief traurig. Menschliches Leid, menschliche Freude…. Tage, wenn alles zerbricht

Neben Jesus wurde ein Mensch gekreuzigt, ein Verbrecher, der am Ende seines Lebens verstand, dass er zu Recht da hing. Irgendwie bekannte er, dass er es nicht anders verdient hatte und er bat Jesus, wenn er in seine bessere Welt kommt, noch mal bei ihm vorbeizuschaun, sich an ihn zu erinnern – und Jesus nahm ihn direkt mit in sein Reich. Er war der Erste ab Jesu Kreuzigung, der von Gott gnädig angenommen wurde, sein Lebenslauf war der eines Verbrechers. Entschuldigen sie bitte, sein Führungszeugnis war nicht gut, er hatte keine guten Früchte vorzuweisen, er galt nicht als freundlich, er hatte kein ausgeglichenes Wesen, er war kein angenehmer Mensch seiner Zeit, deswegen musste er sterben, weil er sich nicht an die Gesetze der Menschen und auch nicht an die Gesetze Gottes hielt, er starb zu Recht, er starb verdient, und er erkannte es: Jesus, wirst du bei mir sein, wirst du nach mir schaun, wenn du in dein Paradies kommst, bitte denke an mich! Er wusste, dass er nicht dorthin kommen durfte wegen seiner Sünde.
Aber Jesus hatte genau in diesem Moment für ihn bezahlt – in diesem Moment ging die Tür auf im Himmel, ein Mensch ging hinein frei von Sündenlast, ein neuer Mensch!

Alle Anderen, die hinter ihm her ins Himmelreich kommen, gehen den selben Weg. Sie erkennen sich selbst und freuen sich wie die Kinder, wenn ihnen vergeben wurde.

Wenn alles zerbricht, dann halte dich fest an diesen Fäden der Liebe Gottes, der für dich voller Liebe seinen Sohn Jesus gab, er würde es wieder tun, aber bedenke, er hat es getan!

Kommst du mit? Bitte komm!

Ein Gedanke zu „Wenn alles zerbricht“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.