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2020

Vor wem kniest du?

Corona Komplikationen bescheren uns einen dreifachen Effekt: Die Gesundheit der Menschen steht im Vordergrund. Dann plötzlich die Zerstörung der Existenzen, die Infragestellung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit und als drittes die Frage: Was ist ein weiser Umgang im Balanceakt zwischen Sorglosigkeit und Hysterie? Wie soll man sich platzieren?
Vor kurzem noch waren die Menschheitskiller Nummer eins Maleria, Tuberkulose, Aids oder schlichte Unterernährung weit weit weg irgendwo in Afrika.
Grüne Umweltorganisationen nahmen Einfluss auf afrikanische Regierungen, die Moskitos nicht mehr mit Chemie zu töten und legten sich mit einem guten Gefühl, einem guten Gewissen zurück in ihr Kissen. Die Menschen starben ja so weit weg in Afrika an Malaria. Nach grüner Denkweise darf das „zurück zur Natur“ Menschenleben kosten, wenn es ganz woanders stattfindet. Entwicklungsminister Müller wies kürzlich darauf hin, dass durch die zurückgefahrene Hilfeleistung zugunsten afrikanischer Staaten ca eine Million Menschen mehr sterben werden als seither.
Es kommt eben darauf an, wie man seine Prioritäten setzt. Ein deutscher Toter, dessen Beatmungsgeräte im klimatisierten Raum abgestellt werden– verglichen mit tausend Hungernden, Verhungerten im Jemen.
Darf man so vergleichen? Jeder Mensch zählt doch gleich? Von manchen hab ich den Satz gehört „wenn nur ein Mensch gerettet wird, dann hat sich der ganze Aufwand gelohnt.“ Wenn nur ein Mensch aus Seenot gerettet wird, oder vor dem Sterben oder vor dem Verhungern. Aber scheinbar ist es ein Unterschied WER der eine Mensch ist, der gerettet wird vor dem Verhungern, vor dem Abschlachten oder vor der Vergewaltigung? Ist es ein Unterschied?

Gibt es ein Ansehen der Person?

Vor unserem Gericht, der Kirche und vor Gott sind alle Menschen gleich außer
die Schönen und die Netten und die sich so gut ausdrücken können, die schon immer gehört wurden: Die Opfergruppe. Die sich am Lautesten artikulieren, werden gehört. Die ganze Basketball Mannschaft hatte beschlossen, vor dem Spiel niederzuknien weil „black lives matter“ – aber ein Unentwegter blieb stehen.

Sie kommen und sagen, sie sind benachteiligt, Opfer angeblicher Verleumdungen, strukturell verfolgt, deswegen soll man ihnen huldigen, Wiedergutmachung leisten, sie würdigen. Der Strom der Worte schwillt an, er vermehrt sich und hallt durch die Räume der Anklage. Ich sehe Menschen knien und um Vergebung bitten obwohl sie nichts Böses getan haben, obwohl sie jeweils fair gehandelt hatten, ja bisher gar nicht wussten, auch nicht daran interessiert waren, welche Sonderheiten die Opfergruppe in ihren privaten Räumen auslebte. Praktizierte Homosexualität war auch in Deutschland strafbar. Nun klagt diese Gruppe Menschen an. Ich sehe, wie Menschen auf die Knie gehen. Papst Franziskus deutete schon an, dass Homosexuelle ein Recht auf Familie hätten – damit meinte er die Gleichbehandlung mit der Ehe zwischen Mann und Frau. Warum?

Menschen knien nieder und bekunden ihre Solidarität - Knie beugen

Menschen knien nieder und bekunden ihre Solidarität.

Daniel ignorierte das Gebot des Königs, in Richtung des goldenen Standbildes niederzufallen und das Bild anzubeten, er ignorierte das Gebot komplett. Wahrscheinlich betete er in die exakt andere Richtung zum Lebendigen, zum Ewigen, zu dem Gott der hört.
Im Jahr 1 nach Corona erlauben die Knienden neben den Kirchenglocken den Ruf des Muezzins, der die Botschaft über die Hausdächer ausruft: Allahu akbar Allahu akbar Allahu akbar Allahu akbar aschhadu an la ilaha ha llah aschhadu an la ilaha ha llah aschhadu anna muhammada-rasulu-llah aschhadu anna muhammada-rasulu-llah hajja ‘ala-salah hajja ‘ala-salah hajja ‘ala-l-falah hajja ‘ala-l-falah Allahu akbar Allahu akbar la ilaha illa llah.
Allah ist der Allergrößte, Allah ist der Allergrößte, Allah ist der Allergrößte, Allah ist der Allergrößte, ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt, ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt, ich bezeuge, daß Muhammad der Gesandte Allahs ist, ich bezeuge, daß Muhammad der Gesandte Allahs ist, kommt her zum Gebet, kommt her zum Gebet, kommt her zum Heil, kommt her zum Heil, Allah ist der Allergrößte, Allah ist der Allergrößte, es gibt keinen Gott außer Allah, es gibt keinen Gott außer Allah.

……wohlwollend begleitet, eingeleitet und vermittelt von Kirchen.
Dafür werden sie nun Stück für Stück entkernt, geplündert, verbrannt, geschändet. Aber wenn es doch nur eine leere Hülle war, ein Museumsgebäude – was solls? Das tägliche Leben vollzieht nur das nach, was bereits Fakt und traurige Wahrheit ist. Ein Gewalttäter reisst das Kreuz vom Eingang der Kirche, jedoch wurde es zuvor geschändet von Priestern, die stattdessen besser den Beruf eines Metzgers, Bestatters, Städteführers oder Fleischbeschauers ausüben würden. Pastor kann man nur mit ganzem Herzen und ganzer Seele sein, verbunden mit dem Glauben an einen lebendigen, liebenden Vater im Himmel.

Wenn du diese Zeilen liest….
….als Pastor oder Priester und nicht glaubst, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, bitte ich dich, bewerbe dich als Tierpfleger irgendwo im Zoo oder versuch deine Brötchen auf dem Bau zu verdienen, verkaufe Flakons von Tür zu Tür oder gehe sonst einer ehrenwerten Tätigkeit nach – aber kontaminiere nicht unwissende Menschen mit deinem Unglauben. Bitte melde dich bei mir zur Formulierung des Kündigungsschreibens.
Das Geld ist dir wichtig, deine Existenz könnte beschädigt werden, immerhin hast du einen sichern Job, der könnte plötzlich weg sein. Stell dir vor, du ständest in der Schlange vor dem Arbeitsamt oder noch schlimmer: du wärst hier ohne finanzielle Versorgung, ohne Aufträge, betreibst ein Restaurant und hast nichts als Schulden. Du hörst aus dem Fernsehen die angeordneten Zwangsschließungen, das schnürt dir die Kehle zu.

Menschen werden hinuntergeschubst, sie versuchen das Fallen zu verhindern, doch sie werden gestoßen. Ein Wirtschaftszweig nach dem anderen kollabiert, du kannst zusehen, wie in Zeitlupe Existenzen vernichtet werden. Staaten stellen ihre Zahlungsdienste an die Gläubiger ein. Man nennt so etwas ganz einfach Bankrott. Oder halt! Wir schalten das Karussell auf „unlimited“, einer lacht und geht weg.

Wenn die Jobs schon flöten sind und die Industrie den Bach runter geht, muss doch wenigstens in der Rettung der Natur noch ein Sinn sein, wofür wir unser Dasein hier bewerkstelligen. Lasst uns in den Wald gehen und Tüten aufsammeln. Doch Hilfe, auch er kollabiert, – nein, noch nicht. Gottes Regenbogen ist keine Erfindung der LGTB, sondern Gottes Zusage „solange die Erde besteht, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören.“
Freude.
Solange die Erde besteht – sie wird vergehen. Die Elemente der Erde werden vor Hitze zerschmelzen – nicht wegen des Klimawandels oder des CO2 Eintrags, sondern weil die Sünden der Menschen vor die Ohren des Herrn Zebaoth gekommen sind. Er steht auf und übt Gericht. Und er wird in den Wolken wiederkommen – Jesus Christus.

Schweres Stöhnen wie von einer Schwangeren, nein-Rufe, Seufzen, Aufschrei, Verzweiflung, Freude bei seinen auf ihn Wartenden, schwere Pein bei denen, die ihn verfluchen, die ihre Knie beugen vor den Konventionen, den Ansprüchen der Menschen aber niemals vor Gott. Wie kommt es, wer hat sie verführt? Hat ihnen niemand gesagt, war keiner da, der es Ihnen gesagt hat? War keiner da?

— weiter zu: wer-ist-er?

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