Schwer gekettet liegt der Gefangene da und hat doch nur bekommen, was er verdient hat, die gerechte Strafe. Er wurde schuldig gesprochen und das Urteil wurde an ihm vollstreckt. Seitdem liegt er rottend da, ohne Aussicht auf Bewährung, Besserung, Begnadigung oder irgendeine Milde, denn er hat Dinge getan, die auszusprechen dem Betroffenen, dem Ankläger, bereits Tränen in die Augen treiben, Tränen des Zorns und des Verletztseins.
Vergewaltigung, sexueller Missbrauch über Jahre, Erniedrigung, missbräuchlicher Umgang mit Schutzbefohlenen. Seine Taten verursachten exponentielle Schäden, dafür wurde der Angeklagte geknechtet und zur Strecke gebracht. Das Opfer ist zugleich Ankläger und zugleich der oder die Verletzte, die bis heute weint, wenn sie nur daran denkt. Sie hasst ihn abgrundtief, denn man soll Opfer und Täter klar benennen und hier bin ich ganz bei dir.
Dein missbrauchender, verletzender Ehemann, der eine andere schöner und netter fand und dich plötzlich uninteressant. Dein Arbeitgeber, der dich abserviert und nicht verstanden hat, nicht weiß, was du Gutes getan hast und wo das Unternehmen falsch abgebogen ist. Jedoch du weißt es. Hier bin ich bei dir.
Der Arzt mit der Fehldiagnose, der immer noch schulterzuckend weiter praktiziert als wärst du ein Kaninchen, das fallen und links liegen gelassen wird. “Sie können ja klagen”. Hier bin ich bei dir.
Dein naher Verwandter der sich beim Erben als Janus-Kopf mit dem zweitem Gesicht erwies und dir das Leben schwerer macht, der dich benachteiligt. Die vielen Fälle des vorzeitigen Quasi-Erbes mit Wohnrecht, das man nicht mehr rückgängig machen kann, nachdem man erkennt, dass man sich in der Person geirrt hat. Dafür hast du den Täter gefangen genommen und in Ketten gelegt. Und er ist schuldig, da bin ich bei dir.
Die allermeisten Täter sind aus der Familie, es sind die ersten zehn Lebensjahre, die bei der Erinnerung daran dich den Unterkiefer nach vorne schieben lassen und es sind die Demütigungen danach.
Wenn man nicht ausweichen kann ist es einfach nur eklig, ein Anschlag auf das Leben, deswegen und dafür jetzt die harte Gefangenschaft des Täters. Der Gefangene wurde verhaftet und niedergedrückt. In die Fesseln gelegt und dauerhaft geknechtet für die Untaten. Es war dein Gericht für seine “Dinge”, die man mit einem Wort schwer benennen kann und die in dir harte Emotionen auslösen, weil er es getan hat.
Ich will dich hier an dieser Stelle umarmen und für dich da sein und dich trösten, wenn ich das könnte. Ich will Zeit haben für dich und dich trösten.
Manchmal ist kein Täter greifbar, war es ein Schicksalsschlag, ein Versäumnis, ein Versehen oder ein Unfall?
Wer ist schuld?
Wenn das Auto den Baum trifft und der Baum stehen bleibt, in der Folge auch das Auto. Warum bin ich gerade diese Strecke gefahren oder warum saß ich mit genau diesem Typen im Auto? Warum diese Skiabfahrt? Weshalb machte die Hebamme bei der Geburt den Fehler? Warum wurde ich im falschen Viertel geboren, wo man verprügelt wird, wenn man nicht Mitglied der Gang ist, die mit harter Unterordnung und – natürlich – mit Drogen hantiert.
Oder in der linksextremen Szene, wo die Härtesten die Besten sind, die Radikalsten die Vorbilder, die einen anderen, nämlich keinen Staat mehr wollen, damit sie endlich frei sein können, jedoch bekommen sie in ihrem Leben die einfachsten Dinge nicht geregelt.
Jemand lebt dort (Psychologen sagen: “wird dort sozialisiert”), wo man willkommen ist – solange man spurt. Beim kleinsten Ausreißer bist du draußen. Wusstest du das nicht. Solange du drin bist, ist alles gut, bei der kleinsten Abweichung bist du nicht mehr per du mit dem Hammel, denn der will strikte Unterordnung, du dienst dem Mann mit der Augenklappe, dem Regisseur mit dem harten Dogma.
Und noch jemand anders:
Bei dir ist alles anders, weil du die Dinge, die dich ärgern, nicht benennen kannst, deine Wut ist undefiniert, unspezifiziert. Deine Wut trifft dich selbst und auch alle, die nicht superfreundlich zu dir sind. Sie sind in deinen Augen auch Täter. Du schreibst ihnen dasselbe zu, was dir scheinbar überall widerfahren ist.
Das Unglück.
Ist wie ein Fluch, wie harter Tobak. Das das Leben unlebenswert macht.
Die Krankheit, die nie aufhört und du siehst, wie sie – auch in deiner Umgebung – sukzessive die Menschen wegrafft. Das Unglück wartet hinter der Tür, hinter dem Baum, hinter der nächsten Ecke und es verletzt dich und tötet. Der steinharte Boden, der verschlossene eherne Himmel, der komplette Mangel an Segen kann verbittern und lässt alles so ausweglos erscheinen, wen soll man dafür wegsperren, wen soll man gefangen nehmen, wen kann oder soll man anklagen?
Dann kamen einige auf die Idee, Gott müsse Schuld sein und haben das – verbreitete – Dogma erfunden: Gott ist schuld.
Sie sagen, Gott ist schuldig.
Schuldig, weil du vor deinem Schatten fliehst, rennst, obwohl dich niemand verfolgt, dich fürchtest, obwohl kein Feind da ist, hinfällst, wieder aufstehst und wieder hinfällst als ob dir einer den Stock zwischen die Beine wirft.
Dabei willst du Wohlergehen haben! Und Glück! Du willst glücklich sein und dich freuen. Zurücklehnen und eine superentspannte Zeit haben. Dich anlehnen und schmusen, träumen, schöne gute Tage sehen! Weinberge voller Trauben, zwitschernde Vögel. Am Ufer oder am Strand mit Freunden entlang schlendern, drum herum die Schöpfung – du nennst sie, weil du der unempirischen Wissenschaft vertraust, Evolution.
Du hättest so gerne schöne Tage und ich finde, du sollst sehr schöne Tage haben. Und zwar tiefenentspannt und losgelöst vom ganzen Wahn!! Losgelöst vom Wahn der Verpflichtungen und dem Zwang, dass das Geld da ist und du alles rechtzeitig erledigst.
Jedoch spricht Gott von ultra harten Zeiten, falls wir nicht seine schmaleren Wege gehen wollen als die Unkundigen sie gehen. Er spricht von
- Der HERR wird dich mit Wahnsinn, mit Blindheit und geistiger Zerrüttung schlagen, so dass du am hellen Mittag umhertappen musst, wie der Blinde im Finstern tappt; und du wirst bei deinen Unternehmungen kein Gelingen haben, sondern allezeit nur vergewaltigt und beraubt sein, ohne dass dir jemand hilft. 5. Mose 28,28
Was du hier liest – falls du es liest – steht im Grundvertrag Gottes mit seinen Menschen. Du hast ihn bisher, dich auf Unkenntnis berufend, ignoriert, doch kommt dir einiges bekannt vor:
Der Herr wird dich mit Schwindsucht und Fieber, mit Entzündung und Hitze, mit Dürre, Getreidepilz und Vergilbung des Korns heimsuchen ..5. Mose 28,22
Aber das hier wünscht du selbst dem Gefangenen, den du knechtest, nicht:
Da wirst du dann in der Angst und Bedrängnis, in die dein Feind dich versetzen wird, deine leiblichen Kinder verzehren, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die der Herr, dein Gott, dir geschenkt hat. 5. Mose 28,53
Nicht einmal deinem Peiniger wünschst du solch ein Leben, falls das überhaupt ein Leben ist.
Das war übrigens der vorhergehende Vertrag Gottes mit seinen Menschen mit den zehn Geboten “tue das und du wirst leben”.
Manche Theologen sagen, dass jegliche Strafe, die Gott gegenüber den Menschen ausübt ja nur die selbst induzierte Folge ihrer eigenen Handlungen sei, also sozusagen die logische Schwefelvergiftung, nachdem jemand jahrelang Schwefel inhaliert hat und nun halluzinierend nach Luft ringt. Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.
Ich halte das auch für teilweise richtig — jedoch wird dabei der aktive Part Gottes außer Acht gelassen, den die Abkehr seiner Erwählten von ihm – bist du erwählt? – wirklich nachhaltig schmerzt und der ihre Abkehr ebenso nachhaltig und grausam und aktiv verfolgt wie er denselben Leuten bis dato nachhaltig Gutes getan hat.
Auch alle Krankheiten und alle Heimsuchungen, die in diesem Gesetzbuch nicht verzeichnet stehen – auch die wird der Herr über dich kommen lassen, bis du vertilgt bist; und es werden Männer von euch nur in geringer Anzahl übrigbleiben, statt dass ihr vorher den Sternen des Himmels an Menge gleichkamt, weil du den Weisungen des Herrn, deines Gottes, nicht nachgekommen bist. Und wie der Herr vorher seine Freude daran gehabt hatte, euch Gutes zu erweisen und euch zahlreich werden zu lassen, ebenso wird der Herr dann bei euch seine Freude daran haben, euch zugrunde zu richten und zu vertilgen, so dass ihr aus dem Lande herausgerissen werdet, in das du jetzt einziehst, um es in Besitz zu nehmen. 5.Mose 28,61-63
….am Morgen wirst du sagen: ›Ach, wäre es doch Abend!‹, und am Abend wirst du wünschen: ›Ach, wäre es doch schon Morgen!‹ wegen der Angst deines Herzens, die du empfinden wirst, und infolge des Anblicks der Schrecknisse, die dir vor Augen stehen. Und der Herr wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückkehren lassen auf dem Wege, von dem ich dir gesagt habe: ›Du sollst ihn nie mehr wiedersehen!‹ Dort werdet ihr euch dann euren Feinden zu Sklaven und Sklavinnen verkaufen wollen, aber es wird sich kein Käufer finden.« 5. Mose 28,67-68
Dann gibt es noch die Lehre, erfunden von “christlichen Mystikern” und “christlichen Psychologen”, man müsse Gott vergeben.
Man müsse Gott vergeben.
“Dann kannst du Gott vergeben, dass dein Leben so schlecht lief.”
Der Geber aller guter Gaben, Schöpfer und sein Geschöpf werden einander gegenüber gestellt, als sei der Herr der Herren – vergebungsbedürftig.
- Als sei sein Gebot widerwärtig: Du sollst Gott lieben.
- Als wäre er im Unrecht: Liebe deinen Nächsten.
- Als wäre es eine Erfindung des Menschen “Keinen. Nicht einen – anderen Gott als ich, den Herrn, deinen Gott zu haben.”
- Als wäre Gott nicht in der Position irgend etwas – auch nur irgend etwas – von Menschen und obendrein von dir einzufordern.
- Er warnt vergeblich — tue das und tue das nicht, falls doch, gehst du auf dem Irrweg
Nur, dass es dir akut so geht, wie in der Verfluchung Gottes angekündigt.
Sie lehren, man soll dann halt Gott vergeben, als ob er schuldig geworden sei.
Vielmehr verstehe ich, dass mein Pech sehr wohl die Folge meiner eigenen Schuld sein kann oder die Schuld der Leidensgenossen, auch gerne der Täter, um mich herum. Jesus sagt zum achtunddreißig Jahre krank siechenden Menschen:
Du bist nun gesund geworden; sündige fortan nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres widerfährt! Johannes 5,14
Es finden sich täglich Berichte über “alle Krankheiten und alle Heimsuchungen, die in diesem Gesetzbuch nicht verzeichnet stehen” rund um den Erdball bis hin zu den Verhungernden, zu denen du nicht einmal humanitäre Hilfe bringen kannst, weil sich Gruppen mit dem Namen ähnlich wie “das Schwert Mohammeds oder dgl.” gerade wie Wahnsinnige gegenseitig und das verödete Land ausrotten.
Jesus sagt
Wäre ich nicht gekommen und hätte zu ihnen geredet, so wären sie ohne Schuld, so aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Schuld. Johannes 15,22
Der Sohn Gottes kam wie ein Paukenschlag.
Er hat alles noch einmal von vorne erklärt, wie es gemeint war. Die Summe der Gebote: Liebe Gott und liebe deinen Nächsten. Für dein und mein Versagen bezahlte er den denkbar härtesten Preis mit seinem Blut, seinem Leben. Er wurde schuldlos verurteilt, damit Versager wie du und ich leben, falls wir an ihn glauben wollen.
Das gesamte vorhergehende Bündnis Gottes mit seinen Menschen kündigt ihn bereits prophetisch an:
…wenn sie zum Herrn schreien wegen der Bedränger, wird er ihnen einen Retter senden, der für sie streiten und sie erretten wird. Jesaja 19,20
Jesus Christus lebte in Israel mit drei Jahren auffälligster Wirksamkeit mit zwölf nachfolgenden Influencern ohne Internet, Streams und Reels. Er wurde gekreuzigt. Spielt er auch bei dir heute nur eine krasse Nebenrolle?! Jesus wurde verhöhnt, verspottet. Ach, sie machen Witze über dich? – Jesus sollte mit verbundenen Augen prophezeien, wer es ist, der ihn gerade schlug. Du fühlst dich ausgegrenzt und fallen gelassen? Ihn verließen seine Besten. Judas Iskariot küsste Jesus Christus als Zeichen zur Überlieferung an die heuchlerischen Pharisäer. Jedoch war er der Herr der ganzen Welt.
Der Herr der ganzen Welt.
Wir sind nicht in der Position, Gott zu vergeben, denn er ist der Herr, der Mensch wurde, der sich misshandeln ließ – er ließ es zu – “Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, und er würde mir nicht sogleich mehr als zwölf Legionen Engel zu Hilfe senden?” (Matthäus 26,53)— als Herr der ganzen Welt wurde er von Leuten wie du und ich misshandelt. Solche Menschen, die verkünden, zur Zeit des Nationalsozialismus wären sie selbstverständlich “im Widerstand gewesen.” Sie durchsuchen heute die online verfügbare Täterstatistik, welcher ihrer Vorväter auch als Täter bei den Nazis dabei war, eben diese Leute, die auch dich misshandelt haben sind die selbsternannten Guten, wie auch die Pharisäer zur Zeit Jesu, die die Gräber “der Propheten pflegten.”
Ihr baut die Grabstätten der Propheten aus und schmückt die Grabdenkmäler der Gerechten und sagt: ›Hätten wir zur Zeit unserer Väter gelebt, wir hätten uns nicht mit ihnen am Blut der Propheten schuldig gemacht!‹ Damit stellt ihr euch selbst das Zeugnis aus, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Matthäus 23,29-31
Broder Spruch „Wenn ihr wissen wollt, wie das damals geschehen konnte: Weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“ Henryk M. Broder
Sie trennen sich dann auch bald von dir und reden über dich und teilen die Beute auf wie Hyänen. Dafür und deswegen sprichst du auch dein Urteil über sie, dafür hast du den Gefangenen in Ketten gelegt. Du knechtest ihn hart, du klagst ihn an. Klagst zugleich über dein eigenes Schicksal und sprichst dem Schuldigen dein Urteil zu.
Sehr oft gibt es tatsächlich einen Schuldigen, den man benennen kann und man soll, “Ross und Reiter beim Namen nennen”, anstatt Dinge soziologisch zu relativieren. Hier bin ich bei dir.
Dein Zeigestock zeigt auf den Schuldigen und benennt seine Straftaten und die Strafe obendrein – etliche der Schuldigen sind mitsamt den Fesseln bereits gestorben, denn die Anklage überdauert die Lebenszeit des Täters. Denn der Ankläger lebt ja noch! Der Schuldige ist tot, doch die Anklage lebt immer weiter und weiter.
Die Anklage lebt!
- Der Gekreuzigte vergibt am Kreuz “vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun”.
- Deine Peiniger wussten sehr wohl, was sie taten.
- Sie taten dir sehr weh.
- Du wurdest schließlich bitter, verbittert.
- Sie erzeugten die Wunden, die zu Schorf wurden.
Der nächste Schritt.
Nachdem Täter, Taten und auch der Schmerz benannt sind – der Täter ist niemals Gott, sondern es sind die Menschen oder es ist einfach Pech gewesen, wofür du und deine Angehörigen nichts können – hat dich zusätzlich zu den schrecklichen Tatfolgen auch die stets wach gehaltene Anklage gegenüber dem Schuldigen verändert. Der Hass, die Schuldzuweisung, die präventive Gefahrenabwehr, das Sich-Zurückziehen in die vermeintliche Sicherheit, die Verzweiflung und daraus folgende Lebensunfähigkeit, die Tränen. Wiederum neuer Hass, ein nicht enden wollender Kreislauf, die Psychiatrie, die Depressionen, alles scheinbar ohne Ausweg wie eine Folter und da ist keinerlei Vergebung.
Du willst, dass nie mehr jemandem so etwas passiert wie das, was dir passiert ist, du willst nur die maximale Gerechtigkeit.
Wie kann Jesus am Kreuz Vergebung aussprechen und seinem Nebenmann am Kreuz – by the way – quasi die Sünden erlassen?
Ich meine, es wäre gut für dich, die bittere Seite zu verlassen, die “Bitter Church” wurde in “No Bitter Church” umbenannt, weil die Anklage, nachdem sie einmal gemacht wurde, in eine – völlig unverdiente – unfassliche Vergebung hineinmünden sollte zur Heilung.

Amazing grace zur Heilung.
Die Schritte: Benenne den Schuldigen namentlich, spreche Klartext, benenne auch den Schmerz und die Folgen bis hin zur Lebensuntüchtigkeit, auch Dinge, die du deswegen heute nicht mehr machen kannst. Und danach nimmst du den Schlüssel und gehst direkt zum Übeltäter.
Er liegt da gefangen, gekettet.
Du sprichst ihm gegenüber Vergebung aus, ob er es will oder nicht “ich vergebe dir”. Vernimmt er es? Beuge dich zum Täter hinunter: Ist er dein Vater? Dein Bruder? Ist es deine Schwester? Dein Mann? Der Onkel? Deine Mutter? Der Arbeitgeber, wer ist es?
Beuge dich zum Täter und öffne sein Schloss mit dem Schlüssel, den du in Händen hältst. Öffne das eiserne Schloss, das seine Ketten zusammen hält. Er wird nicht schnell aufstehen, denn er ist versteift. “Deine Sünde vergebe ich dir, die du mir gegenüber (leider) ausgeübt hast – ich vergebe dir!!”
Ich entlasse dich aus deiner Schuld – gehe!
Steh auf und gehe!
Schwerfällig steht der Gekettete auf, die Ketten hängen runter, er tappt raus, du siehst ihn hinaus schleichen, abgehen, du hast ihn aus seiner kompletten Schuld dir gegenüber entlassen.
Mache es unwiderruflich, die Entlassung bedeutet, dass er aus seinem Knast rausgeht, obwohl er die Strafe verdient hat. Du schiebst ihn sogar noch raus. Der Gefangene ist nun frei, er ist nicht mehr gefangen, denn du hast ihm die Freiheit zurückgegeben, indem du ihn für immer aus seiner Schuld entlassen hast – dir gegenüber.
Nun ist der Gefangene frei.
Für dich wäre es machbar, dass du einen neuen Nachnamen annimmst. Ich heiße “Oetinger” und habe im dokumentierten Stammbaum Jesu Christi nachgeschaut, er geht zurück bis auf Adam, dem ersten Menschen. Nach vorne hin ist er offen, weil immer noch neue Menschen in sein Reich hineinkommen, da bin ich mit einem neuen Namen angesiedelt. Ich bin nicht mehr hauptsächlich aus der Oetinger-Familie, obwohl ich meine Verwandten ab und zu besuche, sie auch liebe und ehre. Ich bin in eine neue Familie hineingeboren – nicht hinein adoptiert.
Einige Theologen lehren Adoption – Jesus Christus hat mich nicht adoptiert, sondern “geboren”. Er nennt mich nicht nur Bruder, sondern ich bin sein Bruder geworden und Gott ist mein Vater geworden.
Ich habe immer noch einen irdischen Vater und Mutter, wenn sie noch leben, aber faktisch bin ich nicht mehr im erdnahen irdischen Ablauf, weil mir vergeben und weil ich neu wurde.
Ich habe die Gefangenen – es waren einige – springen lassen. Sie rennen umher. Teils geht es ihnen gut, teils nicht so gut, ich will mit ihm gehen, der für uns alles gegeben hat.

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