Kategorien
2021

Mit Jesus in der B-Klasse

statt in der Bundesliga. Sie wollen Bundesliga spielen, sich voll austrainieren und höchste Leistung bringen, technisch feine Pässe, ein Dribbling mit Übersteiger, Körpertäuschung und vorbei am Gegner. Die Überlegenheit ist offensichtlich, das Training macht sich bemerkbar, ein Spielzug greift in den anderen, die Mannschaft liefert ein bewundernswertes Kombinationsspiel ab. Schlußendlich belohnt sie sich selbst, sie darf sich feiern.

Einige haben sich für Jesus entschieden – ich weiß nicht, ob Gott sie gerufen hat – und sie sind ein echter Gewinn für jede Gemeinde, Gott kann froh sein, dass er sie hat. Teamplayer, wunderbare Menschen: Freundlich, freudig, attraktiv, liebevoll, christlich vom Scheitel bis in die äußersten Zehenspitzen. Christen erkennt man am leuchtenden Gesicht – manche vertreten diese Theorie wirklich – einen Christen erkennst du schon von weitem, weil er ja so strahlt. Bitteschön alles hat seinen Platz und ich freue mich darüber, dass du dich so freust.

Du bringst also dein Konglomerat an Gaben mit, eigentlich ein Hochbegabter, musisch ausgebildet, rhetorisch überzeugend, charakterlich, charismatisch und seit du Christ bist, ist es wie das I-Tüpfelchen, das bei dir noch obendrauf gekommen ist. Jetzt hast du wenigstens einen Sinn in deinem Leben. Jetzt weißt du, wofür du das Gute tust, das du tust, wenn du es tust.

Kategorien
2020

die Seuche

Das Virus war nun in der Familie nachgewiesen worden. Leichtes Fieber, Schüttelfrost. Plötzlich war einer betroffen mit robuster Gesundheit, er war eine deutsche Eiche. Man mied die Familie, es fehlte nur, dass ihr Haus markiert wurde. Sie standen plötzlich unter Quarantäne wegen der Ansteckungsgefahr, damit nicht ein ganzes Volk stirbt.

Keiner konnte sie sehen, ertasten oder fühlen, die Viren waren schwer nachweisbar, manchmal nach zwei, manchmal erst nach über drei Wochen. Die offizielle Quarantäne dauert zwei Wochen aber manchmal dauerte es drei Wochen bis zum Ausbruch. Plötzlich war sie da, die Krankheit breitete sich aus als eine Seuche.
Es wurden Kreise gezogen um Orte mit dem Zirkel auf der Karte. Nervöse Anwesende, die Wirtschaft kollabierte im Nu. Firmen konnten nicht mehr ausliefern. Die Post beförderte keine Pakete mehr in entsprechende Gebiete, Keiner durfte rein oder raus – außer ein paar mutige Kuriere.

Kategorien
2017

Wer ist er?

Ist er noch ein Mensch? Die Vollstrecker haben durchgezogen. Fleisch durch die Wunden gerissen. Knochen brachen. Gefoltert. Ihren Mutwillen an ihm vollzogen.
Sie begannen mit einer geflochtenen Dornenkrone, in die Stirnhaut eingedrückt, gedemütigt, bespuckt, „wer ist es der dich schlug?“ Hahahaha
Blanker Hass. Auf Befehl jaulten die Peitschen auf und striemten den Rücken, sie eröffneten die Wunde. Dann wurde er die Straße hinaufgeführt, ein massives Holzkreuz auf der Schulter- „Weint nicht über mich, ihr Frauen Jerusalems, weint über euch selbst, weint über euch selbst“.
Wer ist er?
Er brach unter der Last zusammen, lag auf dem Boden und wurde wieder hochgehievt. „Weiter, weiter!“
Sie zwangen einen anderen, sein Kreuz zu tragen.
Dann ging es Schlag auf Schlag auf Schlag in die Hände, durch die Füße,

Kategorien
2017

Routine und das Gegengift

Es war ein Tag wie jeder andere, als Jesus die Schriften in der Synagoge vorlas, die an jedem Gottesdienst gelesen werden. Ein Bibeltext, eine Auslegung, die allen ein zustimmendes Nicken abrang. Bei Einigen war die Ermüdung von den Anstrengungen des Vortags deutlich erkennbar, doch plötzlich entgleisten ihre Gesichtszüge, jemand durchbrach ihre Routine. Jesus bekannte in aller Demut, dass eine Prophezeiung des alten Propheten Jesaja genau heute ihre Erfüllung fände. Sie müssten nur von ihrem Sitzplatz aufschauen und ihn ansehen, er wäre die Erfüllung dieser Prophetie.

In weniger als einer Minute stieg der Ruhepuls der Zuhörer von `normal´ auf `höchste Erregung´ – Jesus durchbrach furchtbar die Routine und den Gottesdienstablauf der Kirchgänger seines Heimatdorfes.
“Heute wurde diese Prophetie vor euren Augen erfüllt – aber für euch hat sie keinerlei Bedeutung, weil ihr nicht erkennt, dass jemand aus eurer eigenen Heimatstadt Gottes Botschaft verkündigt.

Kategorien
2016

Der Chef war da

Der Chef war da und hat dich bei deiner Arbeit besucht. Nur, du wusstest nicht, dass er der Chef ist. Dir war nicht klar, dass genau er der oberste Chef des ganzen Konzerns war. Er war dir einfach nicht aufgefallen. Als du ganz normal beschäftigt deine routinierten Dinge des Alltags gemacht hast, war er da. Du überlegst im Nachhinein, ob du vielleicht irgendwie anders warst als sonst, ob er dir hätte auffallen müssen – aber er war nicht auffällig oder so, dass man ihn hätte leicht erkennen können.

Ja, er stellte ein paar Fragen und machte ein bisschen den Eindruck als wüsste er die Antworten bereits – so als würde er nicht fragen, um etwas in Erfahrung zu bringen, sondern um zu sehen wie du zu der Arbeit stehst und wie es dir so geht. Er schaute ein bisschen hinter die Kulisse. Im Nachhinein weißt du, dass er da war aber du hast ihn nicht erkannt.

Kategorien
2016

Jesus tauft und predigt Umkehr

Jesus wurde von Johannes dem Täufer getauft      Lesezeit 3min   nicht lange danach sah man Jesus selbst taufen. Er tauchte Menschen im Wasser unter, die wohl, ähnlich wie bei Johannes, ihre Sünden bekannten. Ebendasselbe, was Johannes der Täufer gemacht hatte, machte Jesus nun. Er rief ein ganzes Volk zur Umkehr. Obwohl Johannes prophezeite, dass Jesus mit heiligem Geist und Feuer taufen würde, bediente sich Jesus erstmal der vorhandenen, bekannten Mittel – am Jordan war Wasser.

Bald kamen die Menschen zu Jesus anstatt zu Johannes dem Täufer, der sich selbst als Vorbereiter und Wegbereiter des Sohnes Gottes sah: „Er muss größer werden, ich muss kleiner werden“.

Jesus predigte Umkehr und Nachdenken in allen Varianten. Er taufte zur Umkehr und er lehrte das Volk – manchmal tagelang – was in den Augen Gottes wichtig ist.

Euch wurde gesagt: Auge um Auge, Zahn um Zahn, ich aber sage euch, dass ihr eure Feinde lieben sollt und für die beten sollt, die euch hassen…

Kategorien
2015

Was man glaubt, wenn man gar nichts fühlt oder: Glaube und Gefühl

Wie passt es zusammen, dass ich an einen unsichtbaren Gott glaube, manchmal verbunden mit richtig starken Gefühlen – und dann ist da wieder gar nichts. Kein Gefühl, kein Empfinden, kein Gefühl der Nähe oder des Daseins Gottes.

So wie es wohl den meisten Menschen ergeht: Welcher Mensch fühlt schon seine Nähe, seine Allmacht, seine Allgegenwart?

Wie gesagt, es gibt einzelne kleine Hochphasen, manchmal nur ein kurzer Moment, da spüre ich die Kraft Gottes – ein bisschen. Mehr kann Gott mir nicht zumuten. Aber dieses Bisschen ist für mich das Gefühl der Nähe Gottes, das Gefühl, Gott ist jetzt da.

Gefühle und Glaube – passt das zusammen?

Eigentlich nicht. 

Kategorien
2015

Gott lieben…

…ist nicht die Aufgabe einiger Weniger. Ist jemand ein Mönch oder ein Priester, ein klerikal Zurückgezogener oder sonst ein Heiliger, der kann Gott lieben. Aber kann auch der gemeine Werkzeugmacher, Industriearbeiter, Angestellter,  kann auch ein Manager Gott lieben?

Ein Bauarbeiter, Verkäufer, Busfahrer oder ein Handwerker? Ein Student oder Schüler, Imbissverkäufer oder Arbeitsloser, kann er Gott lieben? Kann ein Richter oder Polizist oder Zirkusdirektor – Gott lieben?

Kannst du Gott lieben?

Wer stellt diesen hohen Anspruch auf, ist das nicht viel zu hoch gegriffen, Gott lieben, den man nicht sieht??