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2020

Er kommt aus einer komplett anderen Welt

Er kommt aus einer komplett anderen Welt. Dort gelten die Naturgesetze nicht. Er hat nicht einen Tagesablauf wie du ihn hast mit schlafen, aufwachen, sich müde die Augen reiben. Er braucht keinen Kaffee zum Frühstück oder Frühsport und er altert nicht. Er lebt schon immer und er wird auch dann noch sein, wenn von unserem Körper nur noch die Zahnleisten übrig geblieben sind.

Da, wo er lebt, gibt es diesen Ablauf von Tagen und Monaten und Jahren nicht, aber er hat die Sterne geschaffen – übrigens nach dem blauen Planeten Erde – damit die Erdbewohner die Zeiten einteilen können in Tage, Wochen, Monate und Jahre.

Er wartet einfach ein bisschen – nur kurz – und wieder ist ein Leben vorbei gegangen. Er hat alles gemacht, was geschaffen ist: Himmel, Erde, Sterne inclusive Sonne und Mond. Und es gefiel ihm ziemlich gut.

Jeder Mensch, der es wagt, zu behaupten, dass es Gott gibt, noch mehr, dass er ihn kennt und mit ihm gesprochen hat, löst Kopfschütteln aus in seiner ungläubigen Umgebung.
„Er hört Stimmen, man muss ihn behandeln! Für das Methaphysische, Übersinnliche, sind unsere Psychoärzte zuständig.“

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2020

Gibt es außerirdisches Leben?

Gibt es außerirdisches Leben, gibt es irgendein Leben außerhalb unserer Erde oder sind wir hier mutterseelenallein, weit und breit nur das Strahlen der Pulsare, das Explodieren der Supernovae. Gibt es noch ein anderes Leben als das, was wir auf der Erde kennen? In den tiefsten Tiefen existieren Flohkrebse, Scheibenbäuche, Mikroben in den höchsten Höhen im Gletschereis und im Permafrost Bärtierchen und Fadenwürmer.

Es wimmelt geradezu von Leben, wenn Sie nur einmal mit den Fingern Ihrer Hand durch die Erde graben, besuchen Sie Millionen Lebewesen!
Aber außerhalb der Erde? Kohlige Chondriten – Meteoriten ziehen bei minus 270 Grad ihre Bahn, glänzend im Sonnenlicht, verschattet ins Abseits. Gibt es außerirdisches Leben?

Zu Ihrem Schrecken: Ja!

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2020

Wir beten von unten nach oben

Da, wo wir sind, ist unten. Wo er ist, ist oben. Unten ist das Land der begrenzten Möglichkeiten. Auch wenn einige denken, sie könnten einfach Hürden überspringen – agieren sie doch äußerst begrenzt. Ein gewöhnlicher Starkregen reicht aus, um sie zurück auf den nassen Boden der Tatsachen zu bringen. Der Tod eines nahen Menschen müsste dir ultimativ klarmachen: Da, wo du bist, da ist unten!

Wo du lebst, gibt es kein schnelles hin und her switchen zwischen Zeiträumen, keinen Eingriff in die Natur. Du würdest es gerne können und dann ist es doch nur der Nebel aus dem Abluftschlauch des Wäschetrockners. Hier unten ist alles endlich, vergänglich und absolut angewiesen auf das Wohlwollen von oben. Oben regiert Güte, Sonnenschein (hier) und Regen über schlechte und gute Menschen. Oben gibt es keine bösen Hintergedanken, (hier) keine Fallen, keinen Wortbruch. Gottes Präsenz ist das pure Leben.

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2019

die Zugvögel fliegen wieder

Plötzlich ein Geschrei am Himmel, das Naturschauspiel, sie ziehen wieder nach Süden. Sie treffen sich, bilden eine Formation, rufen sich gegenseitig zum Abflug, sie kommen von überall, linien-, keilförmig angeflogen. Sie sind laut, laut, laut.
Über mir ein Schauspiel: laut krächzend, kreischend, Kraniche verlassen mich, sie fliegen, es gibt kein Zurück.
Kein gutes Zureden, kein noch so gut gemeinter Rat, kein Leckerli, keine Bestechung kann ihren Flug verhindern. Was soll ich tun, ich schau hoch, ich bin ein unbeteiligter Zuschauer. In diesem Fall gefangen auf der Erde, ich muss hierbleiben. Ich weiß, die Tatsache, dass sie fliegen, bedeutet für mich: die Kälte kommt.
Sie müssen fliegen – verlachen sie mich? Dieses Krähen, dieses Geschrei. Wäre es nicht so wunderschön anzusehen, wie sie ästhetische Fluglinien bilden. Ich finde es ein bisschen anmaßend, dass sie so wenig unauffällig agieren. Jeder versteht, die fliegen jetzt, es ist soweit, sie hauen ab, ich bin dann weg!

Nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt. – Wäre mein Reich von dieser Welt würde ich kämpfen aber nun ist mein Reich nicht von dieser Welt. Bist du ein König?

Der Mond und die Sterne wurden eingesetzt zur Bestimmung von Zeiten und Monaten und Tagen.

Während sie fliegen unter Krächzen schwanke ich hin und her zwischen „ach ich kenne es ja schon, lass sie fliegen, es ist jedes Jahr das Gleiche“ oder…. ich hebe meine Augen und sehe.

Hab ich euch nicht gesagt, in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Ich gehe hin, euch eine Wohnung zu bereiten. Da wo ich bin, sollt ihr auch sein.