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2021

An den Rand gedrängt

„Bei so vielen Menschen kann man den Überblick verlieren….“, denkst du, um dich kümmert sich keiner und keiner weiß, dass du überhaupt da bist. Ob du da bist oder nicht, macht das überhaupt irgendeinen Unterschied? Das sind die Fragen, die dich bewegen und die mich auch traurig machen: Ich bin bei dir und ich bin mit dir, und ich bin nur ein Mensch!

Gott selbst ist jetzt da, hier seine Worte:

„Wehe euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet weinen und klagen....  Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und tanzt....(Lutherbibel 2017)

Obwohl du alleine bist, komplett alleine, auch zu Weihnachten alleine, sag ich dir, du bist nicht allein, weil: Es geht nicht nur dir so. Einige sind tatsächlich komplett vergessen, hinten runtergefallen:

„Ich hab dir alle meine Söhne gezeigt, die in Frage kämen, zum König gewählt zu werden, du hast sie alle gesehen, Samuel, da ist nur noch einer, der ist draußen auf dem Feld und macht das, zu was wir ihn berufen haben, was von den anderen keiner machen wollte. Er ist da draußen.“

(hier)
alleine

Samuel wird unruhig, „Er ist es, bringt ihn schnell her.“

Holt ihn schnell.

David war allein draußen und machte seine Verse, Melodien, Lieder, die damals nur er und Gott kannte, sonst niemand. Nur du und Gott, Gott und du, sonst niemand, niemand.

Keiner.

Holt ihn schnell her, wir werden uns nicht mehr hinsetzen, bis er hier eintrifft.

Wohlan nun ihr Reichen, jammert und heult über das Elend, das über euch kommen wird. Das Schreien der Arbeiter, deren Lohn ihr vorenthalten habt, ist vor den Herrn Zebaoth gekommen.    (hier)

Manche sind zu Hause alleine, sie zählen zu meinen Schwestern und Brüdern, sie glauben an denselben Herrn Jesus Christus wie ich. Sie sind dennoch alleine, sie gehen nicht in irgendeine Gemeinde, weil — es tut mir leid es zu sagen — sie dort keine Gemeinschaft finden.

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2019

Sehnsucht nach etwas wie Freiheit.

Schon als Kind war ihm diese kleine Klappe oben an der Tür aufgefallen, man konnte sie zur Seite schieben und durchschauen auf die nächste Tür mit noch einer Klappe. Was mag dahinter sein, hinter der nächsten Klappe?

Die nächste Tür mit der nächsten Klappe. Es handelte sich um drei sagenumwobene Türen, jeweils versehen mit einer seitlich verschiebbaren Klappe. Jede dieser Klappen war geschlossen und wenn eine Klappe einmal geöffnet war – was selten genug der Fall war – sah man nur bis zur nächsten Stahltür mit der nächsten Stahlklappe und die war wiederum geschlossen.

Türen und Klappen sind geschlossen, das ist ihre Funktion, geschlossen zu sein und dann, wenn es dem Besitzer beliebt, auch einmal geöffnet zu werden. Welches Objekt, bitteschön, hat drei hintereinander liegende Türen, jeweils mit einem Abstand von mehreren Metern hintereinander liegend, in Beton eingegossene Stahltüren, jeweils versehen mit einer knirschenden oben liegenden schweren Stahlschiebeklappe, -schiebetür?
Wer macht so etwas? Sehnsucht nach etwas wie Freiheit

Manchmal stellte er sich auf den Hocker und öffnete diese Klappe.

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2017

Du sollst nicht sterben, sondern du sollst leben!

Durch den dichten Nebel des angebrochenen Tages kommt eine glasklare Botschaft zu dir. Gott spricht: „Mein Kind, du sollst nicht sterben, sondern du sollst leben – deine Kurzschlüsse, deine verdunkelten Gedankengänge erscheinen dir momentan logisch aber sie bringen dich nicht zur Lösung des Problems, wo deine Erlösung wartet, sondern sie sind eine Verführung zum Kurzschluss. Ich, der Herr des Lebens sage dir, du sollst leben und nicht sterben!“

Bei entsprechend eingenebelter Wetterlage scheint einem manchmal jeder Weg, egal in welche Richtung, unsinnig und als der jeweils falsche Weg. Man oder frau sieht keinen Sinn, die getroffenen Entscheidungen sind kaum rückgängig zu machen und so steht man vor dem Pulver der Scherben, die unter der Sohle auf dem eingeschlagenen Weg zerknirschen. Tränen in den Augen, ist der Blick gesenkt oder schaut er nach oben? – Alles scheint sinnlos. Doch kommt aus dem Nebel ein Satz wie klares Wasser, kristallklar: „Du sollst leben!“