Johannes 20,1-31 –
Am ersten Tag nach dem Sabbat ging Maria Magdalena frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da eilte sie hin und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus (besonders) lieb gehabt hatte, und sagte zu ihnen: »Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat!« Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und machten sich auf den Weg zum Grab. Die beiden liefen miteinander, doch der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst an das Grab. Als er sich nun hineinbeugte, sah er die Leinentücher da liegen, ging jedoch nicht hinein. Nun kam auch Simon Petrus hinter ihm her und trat in das Grab hinein; er sah dort die leinenen Binden liegen, das Schweißtuch aber, das auf seinem Kopf gelegen hatte, lag nicht bei den (anderen) Leintüchern, sondern für sich zusammengefaltet an einer besonderen Stelle. Jetzt trat auch der andere Jünger hinein, der zuerst am Grabe angekommen war,und sah es auch und kam zum Glauben; denn sie hatten die Schrift noch nicht verstanden, dass er von den Toten auferstehen müsse. So gingen denn die (beiden) Jünger wieder heim.
Maria aber war draußen am Grabe stehengeblieben und weinte. Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vor in das Grab hinein; da sah sie dort zwei Engel in weißen Gewändern dasitzen, den einen am Kopfende, den andern am Fußende der Stelle, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. Diese sagten zu ihr: »Frau, warum weinst du?« Sie antwortete ihnen: »Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.« Nach diesen Worten wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Da sagte Jesus zu ihr: »Frau, warum weinst du? Wen suchst du?« Sie hielt ihn für den Gärtner und sagte zu ihm: »Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir doch, wohin du ihn gebracht hast; dann will ich ihn wieder holen.« Jesus sagte zu ihr: »Maria!« Da wandte sie sich um und sagte auf hebräisch zu ihm: »Rabbuni!«, das heißt »Meister«. Jesus sagte zu ihr: »Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren! Gehe aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: ›Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.‹« Da ging Maria Magdalena hin und verkündigte den Jüngern, sie habe den Herrn gesehen, und er habe dies zu ihr gesagt.
Als es nun an jenem Tag, dem ersten Wochentag, Abend geworden war und die Türen an dem Ort, wo die Jünger sich befanden, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat mitten unter sie und sprach zu ihnen: »Friede sei mit euch!« Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite; da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen. Dann sagte er ihnen nochmals: »Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende auch ich euch.« Nach diesen Worten hauchte er sie an und sagte zu ihnen: »Empfanget heiligen Geist! Wem immer ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben, und wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten.«
Thomas aber, einer von den Zwölfen, der auch den Namen ›Zwilling‹ führt (11,16), war nicht bei ihnen gewesen, als Jesus gekommen war. Die anderen Jünger teilten ihm nun mit: »Wir haben den Herrn gesehen!« Er aber erklärte ihnen: »Wenn ich nicht das Nägelmal in seinen Händen sehe und meinen Finger in das Nägelmal und meine Hand in seine Seite lege, werde ich es nicht glauben!«
Acht Tage später befanden sich seine Jünger wieder im Hause, und (diesmal) war Thomas bei ihnen. Da kam Jesus bei abgeschlossenen Türen, trat mitten unter sie und sagte: »Friede sei mit euch!« Darauf sagte er zu Thomas: »Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände an; dann reiche deine Hand her und lege sie an meine Seite und sei nicht (länger) ungläubig, sondern werde gläubig!« Da antwortete ihm Thomas: »Mein Herr und mein Gott!« Jesus erwiderte ihm: »Weil du mich gesehen hast, bist du gläubig geworden. Selig sind die, welche nicht gesehen haben und doch zum Glauben gekommen sind!« Noch viele andere Wunderzeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgezeichnet stehen; diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben in seinem Namen habt.

Jona 2,1-11
Der HERR ließ einen großen Fisch kommen, der Jona verschlingen sollte; und Jona befand sich im Bauch des Fisches drei Tage und drei Nächte lang. Da richtete Jona aus dem Leib des Fisches folgendes Gebet an den HERRN, seinen Gott: »Ich habe in meiner Not zum HERRN gerufen, da hat er mich erhört; ich habe aus dem Schoß der Unterwelt um Hilfe geschrien, da hast du mein Rufen gehört. Denn du hattest mich in die Tiefe geworfen, mitten ins Meer, Fluten umschlossen mich; all deine Wogen und Wellen gingen über mich. Ich dachte schon: ›Ich bin verstoßen, weg von deinem Angesicht: wie könnte ich je wieder deinen heiligen Tempel sehen?‹ Die Wasser umgaben mich und gingen mir bis an die Seele; Tiefe umfing mich, Seegras umschlang meinen Kopf; zum Fundament der Berge war ich hinabgefahren; die Riegel der Erde hatten sich für immer hinter mir geschlossen: – da hast du mein Leben aus der Grube heraufgeholt, HERR, mein Gott!
Als meine Seele in mir verschmachtete, dachte ich an den HERRN, zu dir drang mein Gebet, in deinen heiligen Tempel. Die nichtige Götzen verehren, verlassen ihre Gnade. Ich aber will dir laut Danksagung als Opfer bringen, das was ich versprochen habe, will ich erfüllen: die Rettung kommt vom HERRN!« Hierauf befahl der HERR dem Fisch und er spie Jona aus ans Land.
Matthäus 12,38-41
Darauf entgegneten ihm einige von den Schriftgelehrten und Pharisäern: »Meister, wir möchten ein Wunder von dir sehen!« Er antwortete ihnen jedoch: »Eine böse und ehebrecherische Generation verlangt ein Zeichen; doch es wird ihr kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten Jona. Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Leib des großen Fisches gewesen ist (Jona 2,1-2), so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Erdinneren sein. Männer von Ninive werden beim Gericht mit dieser Generation (als Zeugen) auftreten und seine Verurteilung herbeiführen; denn sie haben auf Jonas Predigt hin ihr Leben geändert (Jona 3,5), und hier steht Größeres als Jona!

Matthäus 28,1-20
Nach Ablauf des Sabbats aber, als der erste Tag nach dem Sabbat anbrach, gingen Maria von Magdala und die andere Maria hin, um das Grab zu sehen. Da entstand plötzlich ein starkes Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich oben darauf. Sein Aussehen war (leuchtend) wie der Blitz und sein Gewand weiß wie Schnee. Aus Furcht vor ihm zitterten die Wächter und wurden wie Tote. Der Engel aber wandte sich an die Frauen mit den Worten: »Fürchtet euch nicht! Denn ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht (mehr) hier, denn er ist auferweckt worden, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her, seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. Geht nun schnell hin und sagt seinen Jüngern: »Er ist von den Toten auferweckt worden und geht euch voran nach Galiläa; dort werdet ihr ihn wiedersehen; beachtet, was ich euch gesagt habe!«
Da gingen sie schnell vom Grab weg voller Furcht und (gleichzeitig) voll großer Freude und eilten, um seinen Jüngern die Botschaft zu bringen. Und siehe! Jesus kam ihnen entgegen mit den Worten: »Seid gegrüßt!« Sie gingen auf ihn zu und umfassten seine Füße und warfen sich anbetend vor ihm nieder. Jesus sprach zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen: dort werden sie mich wiedersehen.«
Während sie hingingen, begaben sich einige von der Wachmannschaft (des Grabes) in die Stadt und meldeten den Hohepriestern alles, was geschehen war. Nachdem diese sich mit den Ältesten versammelt und beraten hatten, gaben sie den Soldaten reichlich Geld und sagten: »Sagt: ›Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.‹ Und wenn es dem Statthalter zu Ohren kommen sollte, wollen wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr keine Angst zu haben braucht.« Da nahmen sie (die Soldaten) das Geld und taten, wie sie angewiesen worden waren; so ist dieses Gerede bei den Juden bis zum heutigen Tag in Umlauf gekommen.
Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beordert hatte; als sie ihn erblickten, warfen sie sich vor ihm nieder; einige zweifelten jedoch.
Jesus ging auf sie zu und sprach sie mit den Worten an: »Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht hin und macht alle Völker zu (meinen) Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und seid euch sicher: Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt!«

1. Korinther 15,3-21
Ich habe euch nämlich an erster Stelle mitgeteilt, was ich auch empfangen habe, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, den Schriften gemäß (Jes 53), und dass er begraben und am dritten Tag auferweckt worden ist, den Schriften gemäß (Hos 6,2; Ps 16,10), und dass er Kephas erschienen ist, danach den Zwölf.
Darauf ist er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten jetzt noch leben, einige aber entschlafen sind. Daraufhin ist er dem Jakobus erschienen, danach sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber ist er gewissermaßen als der Missgeburt auch mir erschienen.
Denn ich bin der geringste unter den Aposteln und nicht würdig ›Apostel‹ genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Durch Gottes Gnade bin ich aber, was ich bin, und seine Gnade gegen mich war nicht vergeblich, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle, doch nicht ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Egal nun, ob ich (es bin) oder jene: so lautet unsere Verkündigung, und so seid ihr zum Glauben gekommen.
Wenn aber verkündigt wird, dass Christus aus den Toten auferstanden ist, wie kommen da einige unter euch zu der Behauptung, dass es eine Auferstehung der Toten nicht gebe? Wenn es nämlich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden; wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist unsere Predigt inhaltslos und auch euer Glaube inhaltslos.
Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, dass er Christus auferweckt habe, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn es wirklich keine Auferweckung der Toten gibt. Denn wenn Tote (überhaupt) nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden; wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube nichtig; dann seid ihr noch in euren Sünden; dann sind also auch die in Christus Entschlafenen verloren(gegangen)! Wenn wir weiter nichts sind als solche, die in diesem Leben ihre Hoffnung auf Christus gesetzt haben, so sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden (und zwar) als Erstling der Entschlafenen. Denn weil der Tod durch einen Menschen gekommen ist, erfolgt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen.

Markus 16, 1-20
Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Salben, um hinzugehen und ihn zu salben; ganz früh am ersten Tage der Woche [Sonntag] kamen sie zum Grab, als die Sonne (soeben) aufgegangen war; sie fragten einander: »Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?« doch als sie hinschauten, sahen sie, dass der Stein bereits weggewälzt war. Als sie ins Grab hineingetreten waren, sahen sie einen jungen Mann auf der rechten Seite sitzen, bekleidet mit einem weißen Gewand; sie erschraken sehr. Er sagte zu ihnen: »Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten: er ist auferweckt worden, er ist nicht mehr hier; seht, das ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte! Geht hin und sagt seinen Jüngern und (besonders) dem Petrus, dass er euch nach Galiläa vorausgeht: dort werdet ihr ihn wiedersehen, wie er euch gesagt hat.« Da gingen sie hinaus und flohen weg vom Grab; Zittern und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemandem etwas davon, denn sie fürchteten sich.
Nachdem Jesus aber am ersten Tag der Woche frühmorgens auferstanden war, erschien er zuerst Maria von Magdala, aus der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte. Diese lief und verkündete es denen, die bei ihm gewesen waren, die (jetzt) trauerten und weinten. Doch als die hörten, er lebe und dass er ihr erschienen sei, wollten sie es nicht glauben. –
Darauf offenbarte er sich in veränderter Gestalt zwei von ihnen, als sie über Land gingen. Auch sie gingen hin und verkündeten es den übrigen; doch sie glaubten auch ihnen nicht. Später offenbarte er sich den elf (Jüngern selbst), als sie zu Tisch saßen, und tadelte ihren Unglauben und ihre Hartherzigkeit, weil sie denen, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten, nicht geglaubt hatten.
Dann sagte er ihnen: »Geht hin in alle Welt und verkündigt die Heilsbotschaft der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig geblieben ist, wird verurteilt werden. Denen aber, die glauben, werden diese Wunderzeichen folgen: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Sprachen reden, sie werden Schlangen aufheben und, wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden.« Nachdem nun der Herr Jesus zu ihnen geredet hatte, wurde er in den Himmel aufgehoben und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber gingen und predigten überall, und der Herr wirkte mit ihnen und bestätigte das Wort durch die nachfolgenden Zeichen.

1.Mose 22,1-18
Nach diesen Begebenheiten wollte Gott Abraham auf die Probe stellen und sagte zu ihm: »Abraham!« Dieser antwortete: »Hier bin ich!« Da sagte Gott: »Nimm Isaak, deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebhast, und begib dich (mit ihm) in die Landschaft Morija und bringe ihn dort als Brandopfer dar auf einem der Berg, den ich dir angeben werde!«
Da sattelte Abraham am nächsten Morgen früh seinen Esel und nahm zwei von seinen Knechten und seinen Sohn Isaak mit sich; er spaltete Holzscheite für das Brandopfer und machte sich dann auf den Weg nach dem Ort, den Gott ihm angegeben hatte. Als er am dritten Tage die Augen aufschlug, sah er den Ort in der Ferne liegen. Da sagte Abraham seinen Knechten: »Bleibt ihr für euch hier mit dem Esel; ich aber und der Junge wollen dorthin gehen und anbeten; danach kommen wir wieder zu euch zurück.«
Hierauf nahm Abraham das Holz für das Brandopfer und belud seinen Sohn Isaak damit; er selbst aber nahm das Feuer und das Schlachtmesser in die Hand, und so gingen die beiden zusammen weiter. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: »Mein Vater!« Abraham antwortete: »Was willst du, mein Sohn?« Da sagte er: »Wir haben hier wohl Feuer und Holz; aber wo ist das Schaf für das Brandopfer?« Abraham antwortete: »Gott wird schon für ein Schaf zum Brandopfer sorgen, mein Sohn.« So gingen die beiden zusammen weiter.
Als sie an dem Ort gekommen waren, den Gott ihm genannt hatte, errichtete Abraham dort einen Altar und legte die Holzscheite auf ihm zurecht; dann fesselte er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben über den Holzscheiten; darauf streckte er seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her die Worte zu: »Abraham, Abraham!« Er antwortete: »Hier bin ich!«
Er rief: »Lege deine Hand nicht an den Jungen und tue ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, daß du gottesfürchtig bist, weil du mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten hast.« Als Abraham um sich blickte, sah er hinter sich einen Schafbock, der sich mit seinen Hörnern im Dickicht verfangen hatte. Abraham ging hin, nahm den Schafbock und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar. Abraham nannte dann jenen Ort: »Der HERR sieht«; deshalb sagt man noch heute: »Auf dem Berg, wo der HERR gesehen wird«.
Hierauf rief der Engel des HERRN Abraham zum zweitenmal vom Himmel her die Worte zu: »Ich schwöre bei mir selbst« – so lautet der Ausspruch des HERRN –: »darum, weil du so gehandelt und mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten hast, will ich dich reichlich segnen und deine Nachkommenschaft überaus zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Strand des Meeres; und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen, und durch deine Nachkommenschaft werden alle Völker der Erde gesegnet werden zum Lohn dafür, weil du meiner Stimme gehorcht hast!
Hebräer 11,17-19
Durch Glauben hat Abraham, als er versucht wurde, Isaak zur Opferung dargebracht; ja er wollte seinen einzigen (Sohn) opfern, obgleich er die Verheißungen empfangen hatte und ihm zugesagt worden war (1.Mose 21,12): »Nach Isaak soll deine Nachkommenschaft genannt werden«; er dachte, dass Gott die Macht habe, auch aus den Toten zu erwecken; daher hat er ihn auch als ein Gleichnis zurückerhalten.
Psalm 16,10
Denn du gibst mein Leben nicht dem Totenreich preis, du lässt deinen Frommen nicht die Vernichtung sehen.
Hosea 6,2
Denn er hat uns zerrissen und wird uns auch wieder heilen; er hat uns (blutig) geschlagen und wird uns auch verbinden; schon nach zwei Tagen wird er uns genesen lassen, am dritten Tag uns wieder aufrichten, so dass wir vor seinem Angesicht leben.
Matthäus 26,30-32
Nachdem sie den Lobpreis (Ps 115-118) gesungen hatten, gingen sie (aus der Stadt) hinaus an den Ölberg. Dabei sagte Jesus ihnen: »Ihr werdet alle in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen; denn es steht geschrieben (Sach 13,7): ›Ich werde den Hirten schlagen, dann werden die Schafe der Herde sich zerstreuen.‹ Nach meiner Auferweckung aber werde ich euch voraus nach Galiläa gehen.«
Markus 8,31
Hierauf begann er sie darauf hinzuweisen, der Menschensohn müsse vieles leiden und von den Ältesten, den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen;
Markus 9,31
…denn er lehrte seinen Jünger und sagte ihnen: »Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen überliefert; sie werden ihn töten, und drei Tage nach seiner Tötung wird er auferstehen.«
Markus 10,33,34
»Seht, wir ziehen jetzt nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Hohepriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden; sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Nationen ausliefern; die werden ihn dann verspotten und anspeien, geißeln und töten; und nach drei Tagen wird er auferstehen.«
Johannes 2,19-22
Jesus antwortete ihnen mit den Worten: »Brecht diesen Tempel ab, so werde ich ihn in drei Tagen wieder erstehen lassen!« Da sagten die Juden: »Sechsundvierzig Jahre lang hat man an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen wieder erstehen lassen?« Jesus hatte aber den Tempel seines eigenen Leibes gemeint. Als er nun (später) von den Toten auferweckt worden war, dachten seine Jünger an diese seine Worte und kamen zum Glauben an die Schrift und an den Ausspruch, den Jesus (damals) getan hatte.

Lukas 24,1-53
Am ersten Tag nach dem Sabbat kamen sie beim Morgengrauen zum Grab mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten. Da fanden sie den Stein vom Grab weggewälzt, doch als sie hineingetreten waren, fanden sie den Leichnam des Herrn Jesus nicht. Während sie nun hierüber ratlos waren, standen plötzlich zwei Männer in strahlenden Gewändern bei ihnen; sie erschraken und blickten zu Boden, da sagten diese ihnen: »Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht (mehr) hier, sondern ist auferweckt worden. Denkt daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war, und sagte, der Menschensohn müsse in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und ans Kreuz geschlagen werden und am dritten Tage auferstehen.«
Da erinnerten sie sich an seine Worte, kehrten vom Grab zurück und berichteten dies alles den elf (Jüngern) und allen übrigen. Es waren Maria von Magdala und Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die anderen Frauen mit ihnen, die dies den Aposteln berichteten; doch diese Erzählungen erschienen ihnen als leeres Gerede, und sie schenkten ihnen keinen Glauben. Petrus aber machte sich auf und eilte zum Grab, und als er sich hineinbückte, sah er nur die Leintücher daliegen; so kehrte er nach Hause zurück, voll Verwunderung über das Geschehene.
Und siehe, zwei von ihnen waren am selben Tag auf der Wanderung zu einem Dorf namens Emmaus, sechzig Stadien [ca 11km] von Jerusalem entfernt. Sie unterhielten sich über all diese Begebenheiten. Während sie sich unterhielten und miteinander sprachen, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen; ihre Augen wurden jedoch gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten.
Er fragte sie: »Was sind das für Gespräche, die ihr auf eurer Wanderung miteinander führt?« Da blieben sie traurig stehen. Der eine von ihnen, namens Kleopas, erwiderte ihm: »Du bist wohl der einzige, der sich in Jerusalem aufhält und nichts davon erfahren hat, was in diesen Tagen dort geschehen ist?« Er fragte sie: »Was denn?« Sie antworteten ihm: »Das, was mit Jesus von Nazareth geschehen ist, der ein Prophet war, gewaltig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Ihn haben unsere Hohepriester und der Hohe Rat der Todesstrafe ausgeliefert und ans Kreuz gebracht. Wir aber hatten gehofft, daß er es sei, der Israel erlösen würde; aber nun ist bei alledem heute schon der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist.
Dazu haben uns aber auch noch einige Frauen, die zu uns gehören, in Bestürzung versetzt: sie sind heute in der Frühe am Grabe gewesen und haben, als sie seinen Leichnam nicht gefunden hatten, nach ihrer Rückkehr erzählt, sie hätten eine Erscheinung von Engeln gesehen, und diese hätten gesagt, dass er lebe.
Daraufhin sind einige der Unseren zum Grab gegangen und haben es so vorgefunden, wie die Frauen berichtet hatten, ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.«
Da sagte er zu ihnen: »O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz schwerfällig, alles das zu glauben, was die Propheten verkündigt haben! Musste der Christus dies nicht leiden und dann in seine Herrlichkeit eingehen?« Darauf fing er bei Mose und allen Propheten an und legte ihnen alle Schriftstellen aus, die sich auf ihn bezogen. So kamen sie in die Nähe des Dorfes, wohin die Wanderung ging, und er tat so, als wollte er weitergehen. Da nötigten sie ihn mit den Worten: »Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich schon geneigt!« Da trat er ein, um bei ihnen zu bleiben. Als er sich mit ihnen zu Tisch gesetzt hatte, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis (Gottes), brach das Brot und gab es ihnen: da wurde ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn; doch er verschwand vor ihnen.
Da sagten sie zueinander: »Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriftstellen öffnete?« Und sie machten sich noch in derselben Stunde auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden dort die Elf und die, die bei ihnen waren, versammelt; diese teilten ihnen mit: »Der Herr ist wirklich auferweckt worden und dem Simon erschienen!«
Da erzählten sie, was sich unterwegs zugetragen hatte und wie er von ihnen am Brechen des Brotes erkannt worden war. Während sie hierüber noch sprachen, trat Jesus selbst mitten unter sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« Da gerieten sie in Angst und Furcht und meinten, einen Geist zu sehen.
Doch er sagte ihnen: »Warum seid ihr so bestürzt, und warum steigen Zweifel in euren Herzen auf? Seht meine Hände und meine Füße an, dass ich es leibhaftig bin! Betastet mich und schaut mich an; ein Geist hat doch kein Fleisch und keine Knochen, wie ihr sie an mir seht.« Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße.
Als sie aber vor Freude immer noch ungläubig und verwundert waren, fragte er sie: »Habt ihr hier nicht etwas zu essen?« Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch; den nahm er und aß ihn vor ihnen.
Dann sagte er ihnen: »Dies sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: es müsse alles in Erfüllung gehen, was im mosaischen Gesetz, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht.« Hierauf erschloss er ihnen den Sinn für das Verständnis der Schriften und sagte zu ihnen: »So steht geschrieben: Christus muss leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und auf Grund seines Namens muss Umkehr zur Vergebung der Sünden allen Völkern gepredigt werden, zuerst aber in Jerusalem. Ihr seid die Zeugen hierfür. Und seid gewiss: Ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch herab; ihr aber bleibt hier in der Stadt, bis ihr mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet worden seid!«
Hierauf führte er sie (aus der Stadt) hinaus bis in die Nähe von Bethanien, erhob seine Hände und segnete sie; und es geschah, während er sie segnete, schied er von ihnen und wurde in den Himmel emporgehoben. Sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten hocherfreut nach Jerusalem zurück und hielten sich beständig im Tempel auf und priesen Gott.
Alle Bibeltexte sind von Rolf Oetinger revidierte Menge-Übersetzung – Selbstverständlich dürfen Sie die Texte auch gerne auszugsweise ohne Nachfrage und ohne Quellenangabe kopieren und verwenden.

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