Plötzlich ist der Sinn und Zweck des ganzen Lebens klar. Jetzt macht alles Sinn. Wofür ich lebe, wohin ich gehen werde und wohin ich gehen will.
Ohne ihn
Ohne ihn ist Selbstbetrug angesagt, dieses ständige fiese kleine sich-selbst-in-die-Tasche-lügen und wider besseres Wissen hoffen – ja was eigentlich?
Dass Gott nochmal geduldig ist und mir irgendwie dennoch hilft.
Et hätt noch emmer joot jejange – bisher hat´s noch immer irgendwie geklappt. Aber der ewige Gott findet sicher nicht gut, was ich mache, tief innen ist klar: Ich müsste eigentlich anders leben.
Solche Gedanken schwirren rum nebst der Rechtfertigung: “Wenn ich es nicht mache, machts ein anderer und schlimmer als die bin ich nicht, im Gegenteil.
Ich hole mir nur, was anderswo gestohlen wurde, so eine Art ausgleichende Gerechtigkeit.” Oder: “Was soll ich sonst tun?”
Alternativ lebt man ohne ein Gewissen, nimmt sicherheitshalber einfach nichts mehr wahr.
Der Moment, wenn er eintritt und es hell wird:
Es werde Licht!
Es werde Licht!
Deine Sünden sind dir vergeben!
Alles, was mein ist, ist dein – lasst uns feiern und fröhlich sein, dieser mein Sohn war verloren und wurde endlich wiedergefunden. Er kam nach Hause. Er kam zurück!
Er bekennt sich zum himmlischen Vater, kommt nach Hause zum Vater. Er glaubt an Jesus.
Der Vater bekennt sich zu ihm und läuft ihm entgegen. Er liebt ihn.
Und: Freude im Himmel.
Für alle Emotionskritischen: Freude
Freude im Himmel!!!
Freude auf Erden. Ein Stück Himmel auf Erden – das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.
Außer, wenn jemand neu geboren wird – und nur dann – sonst kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Wenn ich Dämonen austreibe, dann ist das Reich Gottes
(nach Lukas 11,20)
nahe herbeigekommen, nicht wahr?
Er freut sich etwas mehr als die anderen Alteingesessenen. Ist supereifrig dabei, hat seine Minibibel in der Gesäßtasche, weiß kaum was, aber predigt, verkündigt, spricht von Jesus.
Nicht vom Glauben an Jesus, sondern von Jesus!
Nicht von der Kirche, die Jesus verkündigt, sondern von IHM!!!
Er ist genau so, wie man sich einen Christen wünscht: Eifrig, Jesus liebend, bisschen wild, frisch verliebt, schnell weinend – manchmal auch vor Freude, aktiv betend, Leute einladend, manche vors Köpfchen stoßend und er weiß es nicht —
Paulus schafften sie dann erstmal weg.
Er liebt und glaubt und hofft und rennt – und Gott stellt sich dazu! Das ist der Hammer, er betet und es geschieht!! So berichtet er von Wundern Gottes, die einem
Christen mit vom vielen Absitzen plattgedrückten Hintern den Mundöffnungswinkel vergrößert. Gar Neid entsteht, im ungünstigen Fall kommt jetzt die Bremse, die kalte Dusche, das jemanden-zur-Seite-nehmen.
Warte erstmal, bis du solange Christ bist, wie wir es sind.
Warte doch erstmal.
Wir warten schon 2000 Jahre, äh 40 Jahre, auf den Herrn.
Werde du erstmal so alt wie wir.
Jedoch sprudelt er über, geht auch in verschiedene christliche Gemeinden, weil eine Kirche für ihn alleine zu wenig ist. Er geht morgens in eine Veranstaltung und abends in noch eine und Montags auch, am Mittwoch schon wieder, er ist überall, wo es etwas von Jesus zu hören oder zu sehen, zu riechen oder zu schmecken gibt!
Und er freut sich!
Freut sich!
Nach einem halben Jahr immer noch!
Verschiedene versuchten in einzunorden, ihm die Orthodoxie beizubringen. Er weiß bereits, wer wann was beten wird beim Gebetstreff, der von nie mehr als 5 Leuten besucht wird, bei 10 Leuten nennen sie es Erweckung.
Er brennt, er rennt, er feuert und betet und singt, hofft und springt – seine Angehörigen dachten, dass sich das nach ein paar Monaten wieder legen würden. So eine Art religiöse Spinnerei, knapp vorbei an einer Sekte. Aus Sicht der Evangelischen ist er in einer Sekte.
Ja es ist eine Sekte!
Sie heben die Hände oder freuen sich, im Extremfall hüpfen oder klatschen sie und sind zu fröhlich – oder, auch extrem: Weinen gar – und reden immer von diesem Jesus.
“Ich glaube auch an den HerrGott”
“Grüß Gott” – ab und an.
Bete das “Vater unser”.
Bei uns ist es unemotional.
Wie geschrieben steht: Du sollt Gott lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Seele – in unserer Variante dann halt bitte möglichst ohne Emotion.
Ohne diese Emotion.
Bitte ohne Emotion.
Dazu sind wir deutsch zuvilisiert.
Als die Jünger Jesus Christus auf einem Esel einreitend auffällig zujubelten und auch noch Palmwedel ablegten als eine Art “Willkommen mit rotem Teppich” – beschwerten sich die Schriftkenner sofort: Warum sind deine Anhänger so laut, sie können sich doch bitte gesittet verhalten wie wir!
Man kann doch auch im Tempel Gott loben, ihn anbeten (und dann nach unserer Liturgie – haargenau).
Aber doch nicht hier draußen – sag ihnen doch, dass das jetzt nicht die Zeit dafür ist.
Jesus Christus antwortete, falls die Jünger ihn nicht loben – dann werden die Steine – und davon gab es viele in Israel – ihn loben, anbeten, preisen.
Besingen.
Mit vollem Herzen.
Wir beten dich an, genau jetzt wollen wir dich anbeten!!!
Bist du dabei – wir beten ihn jetzt an!!!
Bete ihn an, vergiss den Blog hier. Er ist derjenige, der unsere Zeit verdient!

Nach vierzig Jahren waren die Ähnlichkeiten gravierend, und Unterschiede kaum wahrnehmbar, er war so geworden wie sie gewollt hatten, dass er werden sollte. Sein Kirchenplatz war mit Namensschild versehen, Gott ermahnte ihn
durch sein ganz persönliches Wort, dass er es nicht mag, dass er diese allererste Liebe zu ihm nicht mehr hat. Die erste Liebe. Erinnerst du dich?
Ich erinnere mich.

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