Schiff schneidet durchs Wasser

Das Leben als Leihgabe, Zufall oder Geschenk?

Das Leben sei eine lebenslange Leihgabe. Gott wirft dich in die Umstände hinein, hilft dir mit Unterricht, Seelsorge und Trost und hofft, dass du dein Bestes gibst, damit sich Menschheit und die Himmel daran erfreuen.

Darwinisten beschreiben dich jedoch eher als Schaden für die Erde, ein hochentwickeltes Tierwesen, das einzudämmen sei, damit es den Planeten nicht noch mehr verdirbt. Faktisch ginge es dem Planeten besser ohne Menschen, denn jeder neugeborene Allesfresser fabriziert Fußabdrücke, die das selbst erfundene Reinheitsgebilde stören. Nichtsdestotrotz sollte jeder – nun einmal geborene – Mensch autonom sein Leben bestimmen können. Begrenzungen aller Art sind nur von den Bösartigen, die deine sich mindestens auf den ganzen Planeten erstreckende Selbstverwirklichung behindern, in Kürze auch die auf das minus 270 Grad frische Weltall.

Oder: Das Leben als ein Geschenk – du kannst machen, was du gut und richtig findest, je nach Begabungen, Motivationen und deiner Schaffenskunst. Das Leben wird dir von Gott – für immer – geschenkt und du wirbelst maximal effektiv herum, nur unterbrochen von deiner Gebets- und Nachsinnzeit, falls.

Das Geliehene: Das Leben gehört dir nicht, sondern du verfügst darüber, sprichst, denkst, hörst, behandelst Steine, Erde, Kartoffeln – in Afrika Mangos, Hirse und Kartoffeln, arbeitest und wirkst. Falls du jedoch flach liegst, kämpfst du dich, die Schmerzpunkte vermeidend, durch den Tag und bist doch nur Verwalter einer Leihgabe. Nichts davon gehört dir, egal wie viele notarielle Urkunden du auf deinen Namen ausgestellt besitzt.

Viele davon sind Nachfolger der Darwinisten – ihrer Lehre darf man nur bei sozialer Ächtung widersprechen, selbst Teile der Kirche beugen devot ihre (sind es ihre?) Knie – sie kämpfen auch als Mediziner um jedes einzelne Leben ab Geburt mit Brutkästen, Forschung und den kühnen, simulierten – Berechnungen wie viele Tote die falsche Ernährung, die Armut, Hitze oder Kälte verursacht. Gerade als ob jedes zusätzliche Lebensjahr ein Segen für den Erdball und dessen marodierende Bewohner wäre. Babys hätten einen eigenen zu respektierenden Willen und Kindererziehung nach state of the art bedeutete, die Themen demokratisch nachfragend auszudiskutieren. So kam es auch zum die Evolutionsirrlehre überspringenden Geschlechterwechsel.

Der das Leben als Gottes Geschenk versteht und nun in selbstgewisser Weise die Umwelt beglückt, andere – sich selbst nicht und niemals hinterfragend – mit Blumen und mit Kuchen beschenkt, das Unkraut aushackt und den Fußboden von jeglicher Verunreinigung reinigt, sich für den Kirchgang herausputzt, der eine Bestätigung seines Andersseins ist. Wir nennen sie die Guten, die Positiven, denen man nachweint, wenn sie auch nur Unwohlsein verspüren, ein Desaster. Die Ehrenamtsträger unserer Gesellschaft, die immer noch lächeln, wenn andere bereits irrtümlich ihre Antidepressiva vertilgen.

Jesus gab sein Leben auf – mit paarunddreißig Jahren sehr jung, Johannes war zu der Zeit bereits nach dem Willen einer anmutig tanzenden Frau entköpft. Wem gehörte ihr Leben, an wen gaben sie es hin, verloren sie es – ist es dann weg?

Das Leben sei eine Leihgabe, steht nirgendwo in den relevanten Schriften, zwar sagte Hiob, dass der Herr das weggenommen hat, was er selbst zuvor gegeben hat. Hat Gott das Recht, einmal gegebenes Leben wegzunehmen?

Menschen sterben – Gott um Verlängerung anflehend – täglich. Manche bekommen auf das Gebet ein Jahrzehnt obendrauf. Wenn es einen Gott wie in der Bibel beschrieben gibt, der das Leben hier auf der Erde nach seinem eigenen Zeitmaß autark festlegt, wo und wie jemand zur Welt kommt?

Biologen meinen, dass du nur durch einen männlich-weiblichen Akt – Gott habe damit nichts zu tun – zur Welt kommst, Soziologen sprechen von den Umständen, in die du hineingeboren wirst, die deine Richtung bestimmen, je nachdem in welchem Viertel du geboren wirst und ob du arm bist.

Gott nennt Arme übrigens gleich mehrfach reich.

Ist das Leben ein Geschenk Gottes, womit du machen kannst, was dir berufungs- und begabungsmäßig vor die Hände kommt, oder gleicht das Leben dem eines zufälligen Katzenbabys, das in irgendeiner Ecke oder Scheune geboren wird und lebt oder ist es eine Leihgabe, die dir jederzeit abgenommen wird, dich wohlwollend begleitet, mit Argusaugen überwacht und sobald die Zeit gekommen ist, deinen / den / seinen Lebenshauch aus dir herauszieht.

Welchen dieser Entwürfe nimmst du?

Multiple Choice, was kreuzt du an? Es können auch mehrere Felder angekreuzt werden.

Saulus verschlug es aus Bildungsgründen von Tharsus nach Jerusalem ins Zentrum jüdischer Lehre, wo er es zum angesagten Pharisäer brachte, der abweichende Lehren nach damals konsensualer Praktik mit dem Tod bestrafte. Er handelte im Autrag der höchsten Professoren, der Hohepriester.

Was machst du? Wer bezahlt dich wofür?

Schon einmal darüber nachgedacht?

Saulus handelte gemäß seiner Überzeugung und fiel auf dem Weg zu seiner Arbeit von einem grellen Licht geblendet vom Pferd auf den Boden der erdwahren Tatsachen.

Seine Frage: “Herr, wer bist du?” – wurde beantwortet mit: “Ich bin Jesus, den du verfolgst.”

Derjenige, der ihn geblendet zu Boden wirft und sein Leben aus der Bahn nimmt, muss der Höchste sein, Saulus spricht ihn an mit “Herr”.

“Herr, wer bist du?”

“Ich bin Jesus, den du verfolgst.”

Der sein Leben gab und bei Bedarf dein Leben nimmt, ist “der Herr”.

Jesus: geschlagen, verhöhnt, gekreuzigt, mit paarunddreißig Jahren gestorben und auferstanden, der Worte des Lebens spricht, die Berg- und Feldpredigt zu seinen Jüngern und Maria und allen anderen. Dieser Jesus, nachzulesen in den Evangelien, es ist dieser Jesus.

Nachdem Saulus gegen das Licht vom Himmel gestoßen war, verstand er, dass er in den Grundannahmen falsch gerootet war. Sein Betriebssystem hatte falsche Voraussetzungen, die er selbstbewusst durchsetzte. Deswegen reiste er den Jesusgläubigen Abweichlern nach, um sie zu zwingen, Jesus zu lästern und ließ sie töten.

Nach seinem Schlüsselerlebnis startete Saulus in das nun verliehene Leben oder in ein geschenktes Leben oder war es ein zufälliges Leben?

Kommentare

…mit Links werden erst nach einem positiven Check freigeschaltet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert