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2021

die Flut und die Schuld des Menschen

Wer ist denn nun schuld an der Flutkatastrophe im Ahrtal? War es das Versagen des Katastrophenschutzes, der auf die automatisierten e-mail-Warnungen des Landesamtes für Umwelt nicht reagierte? In denen ein Pegelstand von knapp 7 Meter zwischen den ganzen anderen e-mails vorhergesagt wurde? Oder vielleicht der menschengemachte (hier) Klimawandel, der neuerdings auch für Starkregenereignisse (hier) dieser Art verantwortlich gemacht wird?
Oder die persönliche Schuld der Einwohner des Ahrtals, die eine gigantische Flutwelle als Folge des Zornes Gottes über sich selbst brachten?
Waren die Einwohner des Dorfes Schuld vielleicht größere Sünder als die aus Köln, Hamburg, München oder Berlin, die sich das Desaster am Fernsehen anschauten?

Solch eine Frage beantwortete Jesus, als ein Turm umstürzte und 18 Leute unter sich begrub. Handelte es sich um eine Bausünde? Waren die Menschen, die dabei ums Leben kamen, größere Sünder, als die Überlebenden?

Jesus, was sagst du?
Bitte etwas diplomatisch, eine passende Antwort, die unser Weltbild nicht korrigiert, bitte Jesus, sag jetzt nichts hartes:

Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr ganz genau so sterben wie diese. Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr ganz genauso umkommen, wie diejenigen, deren Blut Pilatus verrührt hat, ihr werdet ganz genau so sterben, sagte Jesus, (hier)

der schon wenige Wochen danach grausam hingerichtet wurde am Kreuz, er selbst hatte angekündigt, dass er zur Vergebung der Schuld sterben würde.

Verspottet, verhöhnt, befragt, eine zynischen Kopfbedeckung aus Stacheldraht wurde ihm in den Kopf eingedrückt, sie verbanden ihm die Augen, schlugen ihn und fragten: wer hat dich geschlagen, weissage uns doch? Ausgepeitscht bis zum geht-nicht-mehr, gezwungen, ein Holzkreuz durch das bevölkerte Jerusalem zu schleppen, bei lebendigem Leibe angenagelt, aufgerichtet, hingerichtet.

Wegen deiner Schuld, er starb für meine Schuld, er tat es für dich.

Schuld haftet wie Scheibenkleber, den man schwer von den Fingern los wird, sie führt zur Enttäuschung über sich selbst und bei denjenigen, die getäuscht werden. Versagen produziert neues Versagen. Was der Mensch sät, erntet er.
Irgendwie unerfreulich, wenn ich erkenne, dass ich mit schlechten Motiven gehandelt habe, dass ich eigennützig, habsüchtig, unvorteilhaft bin, ein Straftäter.

Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr ganz genauso sterben.

Hat die Kirche nicht etwas anderes zu sagen, trostreiche Worte, einen Rosenkranz – über Tote spricht man nur Gutes – nun helfen wir bei den Aufräumarbeiten und versuchen, aufmunternde Worte zu finden?

Doch, es war der Klimawandel, sagte Frau Merkel, allerdings unterbrochen vom Bürgermeister des kleinen Dorfes Schuld, der erinnerte, anno 1790 gab es keinen Klimawandel, aber doch auch Sturmfluten, die die Leute weggeschwemmt hatten. (hier)

Arglosigkeit, Sorglosigkeit, Leichtsinn? Einfach das Haus im alten Flusstal gebaut?

Als der Tsunami 2004 die Menschen in Khao Lak / Thailand und die Weltöffentlichkeit erschütterte war die Hilfsbereitschaft groß. Internationale Hilfe rollte an, viel Geld wurde gespendet für ein Tsunami Warnsystem und den Wiederaufbau der Häuser – tatsächlich bauten die Menschen die Gebäude noch größer genau dort am Strand auf, wo sie die nächste Flut völlig überraschend heimsuchen wird. (hier)

die Flut und die Schuld des Menschen - ist es der menschenverursachte Klimawandel?

„Es wird schon nicht passieren, bisher ist es noch immer gut gegangen.“

Wieso verwendet Jesus solche warnenden Worte?

Einige hundert Jahre zuvor wurde Ninive zerstört, eine Stadt unweit von Mossul wurde dem Erdboden gleichgemacht. Dort war der (Klima-)Warner Jona unterwegs, der den geschockten Einwohnern verkündigte, dass ihnen nur 40 Tage blieben, bis die Stadt unterginge.
Aus irgendwelchen Gründen nahmen die Niniviten die Aussagen des Propheten ernst, vielleicht weil Einer aus dem Bauch des Fisches doch gleich ein bisschen Weltuntergang im Gesicht und im Körper gezeichnet mit sich herumträgt. Ninive sollte ähnlich wie Sodom und Gomorra – vermutlich durch eine Naturkatastrophe – wegen ihrer Sünden vom Erdboden vertilgt werden. Jedoch – sie bereuten ernsthaft, dass sie sich für Gott und seine guten Gebote nicht auch nur entfernt interessiert hatten. Über Menschen und Tiere verhängten sie eine Esssperre und beteten zu Gott. Als Folge fand der angedrohte Untergang Ninives nicht statt – ein paar vergessliche Generationen später – dann doch. (hier)

Was willst du uns damit sagen? Das ist altes Testament. Das ist der strafende, drohende Gott, der Umkehr einfordert oder die Stadt in Schutt und Asche legt. Das hat eher etwas alttestamentliches, mittelalterliches? Ich dachte immer, Gott ist nur ein Gott der Liebe?
Alle Unglücke, die irgendwo passieren, sind dem Schicksal oder dem Zufall zuzuordnen oder ein immer wiederkehrender Ausbruch unserer zerfallenden Welt, die ihrem Ende entgegen geht?
Oder Satan ist es, der Böse, der die Berghänge ins Rutschen bringt, die Wassermassen über die Menschen gießt und Jesus steht im Sturm und ruft: Sei still! –

Und fragt dich – wie seine Jünger: Wo ist dein Glaube? Vorwurfsvoll – wo ist eigentlich dein Glaube? (hier)

Bei den ganzen schwierigen Fragen, die ich hier aufwürfle, ist die nach dem Glauben die wichtigste. Dass du ihn siehst, der für die Einwohner von Schuld gestorben ist, der auferstanden ist zur Rechtfertigung der Einwohner von Schuld.

dein Glaube

Der Glaube ist so leicht verletzlich, er kann eingefärbt, geängstigt oder in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Glaube an Gott ist etwas zutiefst Beschützenswertes, worauf Gott selbst acht gibt.
Er sagt zu Petrus: „Weide meine Schafe, kümmere dich um sie“.

Inmitten dieser chaotischen Thesen, die auch manche Leute aufstellen, sollte dein Glaube erschütterungsresistent in dir wohnen. Ein Gimbal gleicht die Erschütterungen aus, die die Videokamera durch die Unruhe des Filmemachers erleidet. Jede abrupte Bewegung, ein Stoß, selbst wenn jemand mit dem Mountainbike den Berg hinunter rast, wird vom Gimbal ausgeglichen. Denn es geht um die Linse, die ähnlich wie dein Glaube bewahrt werden soll vor Erschütterungen und falls es doch welche gibt, ist da dieses bewahrende, schützende Element.

….

kursiv Gedrucktes beinhaltet eher nicht die Meinung des Autors.

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2021

die Rettung des Planeten

..stellt sich die Frage, was kann jeder einzelne beitragen zur Rettung des Planeten? Corona hat die eigentliche Krise in den Hintergrund gedrängt, denn bei der Klimakrise geht es darum, ob und wie unsere Kinder noch auf der Erde leben können. Was hinterlassen wir ihnen, verbrannte Erde?

…deswegen müssen wir die Fragen von Friday for Future ernst nehmen, denn wir haben nur diesen einen Planeten und dessen Ressourcen sind endlich. Eine Eingrenzung der CO2-Emissionen in die Atmosphäre gemäß des Pariser Klimaabkommens bedeutet eine Eingrenzung des nachindustriellen Temperaturanstiegs auf höchstens 2 Grad. Gletscher verschwinden, Permafrost taut auf, Meeresspiegel steigen an.

Einsatz für die Rettung des Planeten?

Jesus Christus sprach nicht von der Rettung des Planeten, sondern von der des Menschen. Die gottlose Seele des Menschen ist in einem verlorenen Zustand, sie braucht seine Worte: „Kehre um und glaube an mich, (hier) ich gab mein Leben für dich. Ich vergebe dir und heile dich, ich bin der Anfang und das Ende (hier), gestorben und auferstanden – Jesus Christus.“

Der Planet wird nicht gerettet werden, sondern heiß schmelzen – so die Prophetie von Petrus (hier) – stattdessen wird Gott eine neue Erde erschaffen (hier), die ohne Sonne auskommt (hier) und nicht unterkühlt sein wird.

Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, würden meine Leute gegen euch kämpfen (hier). Aber es ist nicht von dieser Welt. Diese Welt wird mit Himmel und Erde vergehen, nur meine Worte werden nicht vergehen. Meine Worte sind es!! Meine Worte!!!

Menschen, die das Geschöpf höher achten als den Schöpfer, die Bäume umarmen, liebkosen und verehren und sich der Natur unterwerfen, sich aber von Gott abgewandt haben, hat er ihren Lüsten preisgegeben. – Macht was ihr unbedingt machen wollt, bitteschön. (hier) Mache es – was du unbedingt tun musst, tue es.

Die Worte von Jesus waren: Kehre um!

Gott hat sie ihren Lüsten preisgegeben, so dass sie den natürlichen sexuellen Verkehr verlassen haben und Mann mit Mann, Frau mit Frau Schande getrieben haben.

Ein Mann ist nur dann ein Mann, wenn er sich als Mann fühlt, unabhängig davon, wie er geboren wurde kann auch eine Frau ein Mann oder eine Mann ein Frau sein oder umgekehrt – Preisgabe.

Zerstörung.

Nocheinmal: Am Anfang war es nicht so. Gott schuf den Menschen als Mann und als Frau!! (hier) Macht euch die Erde untertan! Esst nicht von dem einen Baum, den ich euch verboten habe.
Das tut nicht, sonst werdet ihr sterben.

Es wird sichtbare Zeichen am Himmel geben und auf der Erde vor der Wiederkunft des Menschensohns zum Schrecken der Völker: Sie werden ihn erkennen, in den sie gestochen haben, (hier) den sie verfolgt und getötet haben. Jesus kommt.

Er sucht nicht verlorene Schafe, sondern verlorene Menschen – die Schafe waren sein Gleichnis! Er verfluchte den Feigenbaum, grillte Fisch am Kohlefeuer, entließ Dämonen in Schweine, die sich panisch ins Meer stürzen: Ihm ging es um den Menschen!
Angenommen ein Mensch gewinnt die ganze Welt und beschädigt doch seine Seele, was hat er davon? (hier) Die Frage kommt von Jesus.

Wenn du den Glauben eines dieser kleinen Kinder, die an mich glauben, zerstörst, dann wäre es besser für dich, ein Mühlstein würde (vorher) um deinen Hals gehängt und du würdest damit ins Meer gestürzt….(hier)

Es geht Jesus Christus um dein Verhalten und deinen und meinen Glauben oder Unglauben.

Es geht ihm nicht um die Rettung der Bäume, der Luft und des Wassers, der Atmosphäre, der Stratosphäre und des „ewigen“ Eises – sondern es wird große Zeichen geben am Himmel – die Sonne wird verdunkeln und der Mond, die Kräfte des Himmels werden ins Wanken geraten, während geenpeace Kreisverkehre gelb einfärbt (hier) — ach, wer ist nicht für gute Luft und gutes Wasser — aber der Planet, die Menschen, die Lebenden und Toten auf diesem Planeten, um die geht es, sie werden nur einzig und alleine von Jesus gerettet.

Jesus Christus. Der Retter der Menschen!!

Kursiv Gedrucktes in diesem Artikel entspricht nicht der Meinung des Autors, sondern der des mainstreams, der „täglichen Propaganda“.

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2021

Ein kleines Herz verzeiht keine Fehler

„Ein kleines Herz verzeiht keine Fehler“, mit diesem Slogan bewirbt die Organisation Kinderherzen in einigen Städten ihr Engagement für herzkranke Kinder. Ich sah den Slogan in Köln – „ein kleines Herz verzeiht keine Fehler“ (hier) und dachte spontan – „ein großes Herz schon.“ Ein großes Herz verzeiht viele Fehler.
Das kleine Herz ist kindlich, egoistisch, auf sich selbst bezogen – nein, nicht das Kinderherz, nicht das Organ im Körper des jungen Menschen – das kleine Herz ist schnell beleidigt und fordert stete Aufmerksamkeit, sonst zieht es sich zurück. Wehe, jemand beachtet es nicht oder ein anderer wird bevorteilt, dann ist das kleine Herz schnell dauerhaft beleidigt, es verzeiht eben keinen Fehler.

Fehler werden minutiös gelistet und zur Anzeige gebracht.

Hier wird Recht gesprochen, Recht geschaffen, Recht eingerichtet, von oben nach unten getreten, von unten nach oben gesägt. Es geht darum, wer ist der Stärkere, wer gewinnt den Hahnenkampf?

Wer unter euch der erste sein will, der soll der Diener von allen sein. (hier)

Ein großes Herz ist nicht nachtragend, wenn sich jemand in der Gruppe nicht konform verhalten hat, wenn er sich daneben benommen hat, sondern integriert und deckt auch Mißgeschicke und Unzulänglichkeiten mit Liebe zu. Ein großes Herz hat weite Flügel unter denen viele kleine Versager Platz finden. Bisschen überspitzt? Es tut mir weh in welcher Art und Weise (manchmal) in Gemeinden Macht ausgeübt wird, anstatt Bruderschaft und Schwesternschaft zu leben.
Da ist es wieder, ein kleines Herz verzeiht keinen Fehler.

ein kleines Herz, a little heart
Ein kleines Herz verzeiht keine Fehler.

Grüppchenbildung in der Gemeinde. Wer gehört dazu, wer gehört nicht dazu und warum gehört er oder sie nicht dazu?
Ihr nennt mich Herr und Meister und ich bin es, (hier) bedenkt, ein Jünger ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, werden sie auch euch verfolgen. (hier)

Schau dir doch an, mit wem Jesus sich abgegeben hat: Es waren sowohl die guten gediegenen Leute in stabilen Berufen, die ihr gesichertes Einkommen verlassen haben um einem nachzufolgen, der nicht wusste wo er nachts schlafen würde.
Aber es waren auch Menschen vom Rand der Gesellschaft, einer, der Eisenketten zerriss und in Gräbern lebte, eine Frau, die dann Wasser am Brunnen holte, wenn sonst keiner dorthin kam, sie also sicher sein konnte, dass sie alleine war, weil sie als Asoziale galt.
Er landete bei Berufsbetrüger Zachäus, der in der Stadt als kleiner fieser Drangsalierer bekannt war. Solch einen wollen wir nicht in unserer Mitte haben.
Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht so ganz, wie so viele unserer christlichen Gemeinden so überaus homogen sind. Ich kann es nicht verstehen.
Jesus hatte scharfe Auseinandersetzungen mit den höchsten Religionslehrern des Landes. Obwohl er in den Synagogen lehrte, trachteten sie insgeheim nach seinem Leben. Sie wollten ihn schon frühzeitig über die Klippe in den Abgrund stürzen, um ihn mitsamt seiner Widerworte zum Schweigen zu bringen. (hier)
Sergej Pauli fragt zu Recht, wer setzt sich denn für Olaf Latzel ein, ist da irgendeiner, der seine Stimme erhebt zugunsten eines Mannes Gottes, der etwas sperrig wirkt, und doch die Positionen Gottes vertritt? Ist er dir nicht elegant genug?

Aber die mit den weichen Kleidern sind an den Höfen der Könige – wen wolltet ihr denn sehen? (hier)

Wir haben uns soweit gut eingerichtet, haben uns jetzt etwas bessere Stühle gekauft, mit Polstern farblich passend zur Deko. Wir haben arrangiert, wer auf diesen Stühlen sitzen darf. Jetzt neuerdings mit Abstand – aber sowieso kommt zu uns kein Unsauberer rein, er wird nicht einmal die Sprache verstehen. Soweit alles okay finanziell, stehen im hohen Ansehen bei der Bevölkerung – und warten auf die Wiederkunft Jesu Christi.
Ja alles Ding zu seiner Zeit, Steine aufheben hat seine Zeit und Steine werfen hat seine Zeit und Steine ablegen hat seine Zeit. Alles ist zu seiner Zeit gemacht. (hier)

Der gutmeinende Mensch korrigierte Jesus Christus, als er davon sprach, dass er sein Leben geben würde. Wofür, warum? Mach das auf keinen Fall! – sagte Petrus…..“auf gar keinen Fall“ widersprach Petrus den Plänen Jesu. (hier)
Ich gebe mein Leben zur Erlösung von vielen. (hier) Die neben Jesus am Kreuz hingen, waren Verbrecher, die aufgrund ihrer Straftaten hingerichtet wurden, also Menschen wie du und ich.
Entschuldigen Sie, Sie sind ja so ganz anders.

Bei Ihnen findet sich kaum eine Sünde, die anderen sind die Schuldhaften. Deren Fehler zeigen sich röntgenbildhaft, sie heben sich dunkel vom hellen Untergrund ab. Ein kleines Herz kennt keine eigenen Fehler, kennt Fehler nur bei anderen.

Es ist ein kleines, selbstbezogenes Herz, das sich hauptsächlich um sich selbst kümmert, nach christlicher Sonderlehre hauptsächlich sich pinselt, sich liebt oder in modernerer Version – sich lieben lässt. Hier kann man einiges falsch verstehen, ich weiß, aber ich sehe eine starke Überzeichnung des fortwährenden Ich-Gepinsels.

Er lief die Straße hinunter nach Jerusalem, seine Nachfolger hinter ihm her. Er war fest entschlossen, sein Leben zu geben zur Erlösung von vielen. Es zerbrach ihren Stolz, eigentlich wollten sie mit ihm herrschen, auf Thronen jetzt schon sitzen und die Sache von oben nach unten durchregieren und dann das.
Jesu stirbt an einem Holzkreuz, verlästert, verspottet, vergibt auch dem der neben ihm hängt, verspricht ihm den Eingang ins Paradies. Und die Hyänen triumphieren, der Himmel verdunkelt sich und die Erde bebt. Das große Herz stirbt am Kreuz für die kleinen.

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2021

…über Charakter, Bescheidenheit, Grüppchenbildung und heilsames Vergessen in Teams.

Fußballtrainer Thomas Tuchel, wie er sich Teams vorstellt, dabei kommen die Themen Grüppchenbildung vor, abwertende Gesten, Demut, Bescheidenheit, Vergessen von Niederlagen und Vergessen von Erfolgen (!) – zusammenfassend geht es ihm um Charakter.

my summer video

Wollen Sie das Video sehen, klicken Sie einfach auf das Pfeilbild, justieren Sie auf den Anfang oder besser gleich hier https://www.youtube.com/watch?v=yt8UOkC8nVc&t=3s und Sie kommen zum Vortrag von Thomas Tuchel.

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2021

Wozu ein Grab bewachen?

Es war eines der hoffnungslosesten Unterfangen aber sie waren nun dafür abgestellt, das Grab eines soeben verstorbenen Hingerichteten zu bewachen, nach orientalischer Art mit einer runden Steinplatte verschlossen. Es ging darum, dass die Anhänger den verstorbenen Jesus aus dem Grab befreien könnten und nachher behaupten würden, er wäre von den Toten auferstanden, wie er ja bereits zu seinen Lebzeiten angekündigt hatte.
Deswegen dieser Dienst: Tag und Nacht einen Stein bewachen mit mehreren Kollegen in Schichten. Nun hat man als Soldat so einiges gesehen und erlebt, wie Menschen geopfert und wegen geringen Vergehen dem Tod preisgegeben werden. Sterben ist sozusagen das tägliche Geschäft eines Soldaten. So gesehen ist es ein vergleichsweise ruhiger Job, ein Grab zu bewachen. Am Grab zu stehen, am Grab auf und ab zu gehen und Ausschau zu halten ob sich vielleicht irgend ein Unbefugter nähert. Es gibt schlimmere Jobs und dennoch mutet es ein wenig seltsam an, ein Grab zu bewachen, bitteschön, man bewacht hoch stehende Persönlichkeiten, pikante Gäste, die das Land unbehelligt durchreisen können sollen, dass sie nicht von irgendeinem Gesocks überfallen werden – einen Grabstein bewachen, na gut, wenn’s weiter nichts ist…

ein Grab bewachen

Der Hauptjob ist also, die Langeweile zu vertreiben, hier wurde einer begraben, der von sich behauptet hatte, ohne Sünde zu sein. Er hatte doch tatsächlich gesagt: „Wer von euch kann mich einer Sünde beschuldigen?“ (hier) Mit solchen Sätzen stirbt man umso schneller in einem Land, wo keiner dem anderen etwas gönnt, und die Oberen auf die Unteren einhacken wie die Hyänen. “Sein Blut komme über uns“ (hier) hatten sie gebrüllt, kopfschüttel, vor dem Grab ein Schritt hin, ein Schritt her, sich hinsetzen, aufstehen, sich gegen die Kälte der einsetzenden Nacht bewegen, die Muskeln geschmeidig halten, durchhalten bis zum Wachwechsel. Dann kommt der Kollege dran, der seinen Dienst akribisch, absolut akribisch erfüllt!

wozu ein Grab bewachen

Es braucht Akribie bei der Bewachung eines Grabsteins! Es geht darum, dass alles einfach so bleibt wie es ist! Das ist der Staus quo, das bedeutet Sicherheit! Zumindest ist dies der Auftrag eines Soldaten, diese Ordnung aufrecht zu erhalten. Hier kommt kein Unrechtmäßiger rein, geschweige denn, dass sich hier jemand nähern könnte, der sich nicht legitimieren kann.

Es gibt schon seltsame Jobs, aber wenn es sein muss, bewacht man auch einen Stall Hühner oder einen Galgen oder eben jetzt ein Grab. Warum muss es denn sein? Es ging darum, dass die Jesus-Enthusiasten vielleicht kommen würden und nachts den Stein beiseite rollen und den Leichnam Jesu herausklauen und dann behaupten würden, er sei auferstanden, darum ging es. Um das zu verhindern, dass das Volk mit fake news zugetextet wird, „deswegen schiebe ich hier die Wache“ sagte sich der gesetzestreue Vollstrecker.

Der Helm drückte im Genick, wahrscheinlich hatten sie Panik davor, dass die Jesus- Geschichte weiterginge, das ganze Volk war ihm nachgelaufen und er hatte die geistlichen Führer ziemlich hart angegriffen. „Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ – deswegen waren sie so unversöhnlich, hundert Prozent darauf geeicht, dass er sterben musste. Sogar der Hohepriester hatte prophezeit: „Es ist besser ein Mensch stirbt, als dass das ganze Volk umkommt.“ (hier)

Man kann sein Grab drei Tage lang bewachen aber sicher nicht Monate oder Jahre lang. Es ging um den dritten Tag, am dritten Tag würde er auferstehen – so hatte er gesagt. Seine Jünger würden kommen und ihn stehlen – so hatten sie gedacht, deswegen ging man auf und ab und hielt Ausschau, dass sich keiner herumtreibt beim Grab von Jesus außer eben wir hier.

Wir machen unseren Job

Wir machen unseren Job. Die Nächte sind kalt, man macht ein Feuer um sich ein bisschen zu wärmen und hält Ausschau nach niemand, man bewacht ja ein Grab, jetzt schon am zweiten Tag. Natürlich kommt keiner, wer wollte es wagen, sich uns zu nähern außer ab und zu irgend ein Tier, das durch die Dunkelheit huscht.

Dann wieder Schichtwechsel, Übergabe, das Abschreiten, nach Hause aufs Lager, am nächsten Tag wieder Schicht, ein Grab bewachen, mal ehrlich – hatte jemals ein Mensch auf dem Erdball solch einen Job, ein Grab zu bewachen, weil – „irgend jemand könnte kommen und ihn stehlen und dann behaupten, dass er lebt?“ (hier)

Aber es kam keiner, es waren nur die verqueren Gedanken dieser Pharisäer, deswegen mussten wir hier Wache schieben zusammen mit Kollegen. Steinwache, Nachtwache, Grabwache. Es gibt nichts ruhigeres, toteres als ein Grab. Ein Grab ist unbeweglich, ein Stück Vergangenheit, Erinnerung ans Leben, Totengebeine, Knochen, Reste, Erinnerungen, unerfüllte Wünsche, Träume, viel zu kurze Leben, die ihr Leben gaben. Ich soll das hier bewachen!

Der Stein war versiegelt, ich bin hier und er ist dort.
„Hörst du mich, ich bin es, der war und der ist und der kommen wird. Und ich ändere mich nicht.“
Wir wurden geblendet und fielen wie tot zu Boden und als wir wieder zu uns kamen war das Grab leer, der Grabstein war zur Seite gewälzt und es war keiner mehr drin. Meine Herrschaften, es war komplett unnatürlich, es waren nicht seine Jünger, die Erde bebte, das Grab war leer, wir wissen nicht was passiert ist. Wir stürzten zu Boden, waren ohnmächtig und der Stein war auf die Seite gewälzt als wir wieder zu uns kamen, wir sagen es ihnen wie es ist.
Sie waren die ersten Zeugen der Auferstehung Jesu Christi von den Toten und sie nahmen Geld – viel Geld — damit sie ihre Geschichte änderten, dass sie die Geschichte etwas anders erzählten zum Beispiel so: Seine Jünger kamen bei Nacht, wir waren etwas müde, sie haben den Leichnam gestohlen. Es ist dumm, was uns da passiert ist, aber so etwas kommt vor, wir waren eingeschlafen, wir hatten nicht aufgepasst. — (hier) Sie hatten viel Geld genommen für diese fake news, sie waren die ersten Zeugen der Auferstehung aber sie logen lieber ihre Lügengeschichte, die hält sich bis heute.

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2021

Die Ungesättigten

Die illustre Runde hatte sich versammelt. Sie waren zusammen gekommen, um ihrem Idol zu opfern, dem sie huldigten mit gesenktem Kopf und erhobenen Armen, sie standen im Kreis und beugten sich zur Mitte hin und opferten Tränen. Einer stand auf und rief mit glasigem Blick: „Wir müssen unsere Freiheit zurückbekommen“, mit ausgefransten Haaren sank er nieder und weinte.

Von hinten ein Aufzug von Frauen mit pink gefärbten Haaren, Abtreibung im Bauch mit rigorosen Gesichtern, die keinen Widerspruch duldeten. Sie stritten, wer am konsequentesten auf dem Weg der Welterlösung sei, sie waren die Erlöserinnen.
Auch sie trafen ein im bunten Kreis.
In der Mitte grillte dampfend Unrat, schwerer Rauch, Vögel flogen tief, Windstille.

Ehrliche Haut hatte sich ausgestreckt und die Stimme erhoben: So hat alles gar keine Zukunft, wir haben nicht genug gemacht, der Kampf ist aber noch nicht aussichtslos, wenn wir alles daran setzen, können wir es noch schaffen, können wir es doch schaffen.
Die Versöhnung findet statt zwischen den Menschen, wenn die ungebildeten kopfkranken Menschen unsere Erkenntnisse schätzen lernen, dann können Völker auf unser Niveau gehoben werden, Erlösung naht!

Einer abseits, zugewachsen von seinem Bart, wachte auf, als ehrliche Haut von der Erlösung sprach. Sein Kinn zuckte kurz nach oben. Er erkannte Merksätze und wusste, dass ehrliche Haut es aufrichtig meinte. Er nahm eine bequemere Position ein, zog die Füße aus dem Schlick und warf seinen Gummistiefel wie zur Bestätigung ins Feuer in der Mitte. Der sengte, zog sich zusammen, verformte sich zuerst nach innen, dann nach außen und sprang plötzlich in die Luft.

Santosh-Prosperous hatte seine gemäß den Empfehlungen der UN Charta gestimmte Gitarre mitgebracht. Das Lied war den zulässigen Textbausteinen entnommen, ausgehauen aus den quadratischen Friedensworten. Die Atmosphäre verdunkelte, das Lied misslang. Die Luft trug nicht den Ton.

Wer ist der Erlöser

Nimm dir noch ein Stück vom Braten, vom Schwein in der Mitte. Nimm dir noch ein Stück vom siedenden Fleisch, mach ein bisschen Rosmarin drauf, nimm ein bisschen vom Brot und trink, sei fröhlich.

Da kommt eine komische Gestalt. Ein Lehrer, ein Verwirrter, er schüttelt unentwegt den Kopf, stößt überall an, an Bäumen, Wänden, Begrenzungen, verlässt wieder apathisch das Areal.
Hinter ihm her Flughunde.

Wollen wir Würfel spielen? Die Spielregel sagt, dass, wer die höchste Zahl würfelt, er das ganze Kleid bekommt. Es ist aus einem einzigen Stück gewebt.

Einige haben sich im Rasen abgelegt, der Alkohol wirkt, die Dröhnung ist da, olalala, die Dröhnung ist da, olalala.
Ein Falke stürzt mit dreihundert Stundenkilometern zu Boden, er greift sich zielsicher die Maus.

Die Würfel fallen, das Kleid gehörte dem einzig Reinen. Er hatte von sich gesagt, er ist der Gesandte, der Erlöser.

Irgendwie braucht man solch einen Erlöser, aber ein Mädchen namens Greta kreischt aufgeregt umher und wütet, sie zerschlägt die Trommel und wirft sie ins Feuer. Die Trommel schnurrt zusammen und wird zu Gift.

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2021

Der Held

Er schwamm um sein Leben. Vor Mitternacht kenterte das Schiff, auf dem er arbeitete und er fand sich mit zwei Fischern im 5 Grad kalten Meerwasser wieder, zwei andere Kollegen hatten es nicht aus dem Schiff geschafft.

Sie waren 6 km vor der isländischen Insel Heimaey gekentert, als sich das Grundschleppnetz am Meeresboden verhakte, und sie hatten nicht genug Zeit, die Rettungsboote zu lösen. Zu dritt schwammen sie in Richtung Insel, mit einem Leuchtturm als Richtungsanzeiger. Wassertemperatur 5 Grad, Lufttemperatur 3 Grad. Schon nach kurzer Zeit war Gudlaugur Fridthorsson alleine im Wasser unterwegs, bei den meisten Menschen versagen bei solch kaltem Wasser die Systeme, die Unterkühlung wird zu stark, jedoch profitierte Gudlaugur von einer außergewöhnlichen Fettstruktur seines Körpers und seinem Überlebenswillen. Er sprach mit den Möwen und schwamm Kilometer um Kilometer 6 Stunden lang 6 Kilometer durchs kalte Wasser bis er schließlich Land erreichte, wieder ins Wasser zurückkehren musste, weil die Klippen zu steil waren und an geeigneter Stelle wie ein Tier in nassen Kleidern in 3 Grad kalter Luft das Land erkletterte, mit nackten Füßen auf schroffem Vulkangestein brauchte er noch 2 Stunden bis ins nächste Dorf, wo er dann zusammenbrach.

Ist er ein Held? Er rettet einfach nur sein Leben.

Von dort brachte man Gudlaugur mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus und stellte außer einer leichten Unterkühlung und ein paar Schnittwunden an den Füßen keine wesentlichen Schäden bei dem Überlebenskämpfer fest. Nur hielt man es für ausgeschlossen, dass er 6 Stunden geschwommen sein konnte im kalten Wasser. Er musste sich vertan haben, wohl übertrieb er, dachte man, doch fand man das Wrack tatsächlich in solch einer Entfernung und bat ihn, an wissenschaftlichen Versuchen teilzunehmen. Er setzte sich in 5 Grad kaltes Wasser zusammen mit geübten Schwimmern, die das Kältebad nach wenigen Minuten verlassen mussten, teils zitternd, teils schreiend, aber Gudlaugur konnte sich darin akklimatisieren.

Die Geschichte ging durch die Presse und Gudlaugur wurde zum Helden hochstilisiert, jemand der etwas schier Menschenunmögliches geschafft hatte, man nannte ihn den Helden von Island.

Gudlaugur verstand das nicht, er sagte: Ich hab doch nur mein Leben gerettet.

Ich habe doch nur mein Leben gerettet.

Er hatte etwas Unglaubliches getan, um sein Leben zu retten, aber er hatte nur sein Leben gerettet. Es war sein Überlebenswillen. Im Wasser hatte er mit den Möwen gesprochen und sie gebeten, Hilfe zu holen, sie flogen über ihm. Er konnte nur schwimmen, schwimmen, schwimmen. Er wollte nicht sterben, er wollte sein Leben retten.

Ich finde diese Geschichte (hier und hier) berührend und wenn du einmal in Lebensgefahr warst, dann weißt du, wofür du dankbar bist, wenn du irgendwie entkommen bist und dennoch lebst. Wenn dann irgendein Schlaumeier daherkommt und dich einen Helden nennt, weißt du: Ich wollte einfach nur leben.

Er irrt im Nebel, findet den Weg, rutscht über ein Schneefeld, ist er ein Held?

Ich hatte mich in den Bergen verlaufen bei einer gewissen Nebelbildung. Ich rutschte ein Schneefeld hinunter, kam irgendwann zum Stillstand und wusste nicht mehr, wohin ich gehen sollte. Überall sah es unangenehm steil aus. Also zurück – einen anderen Weg suchen: Gott hilf mir! Gott hilf mir. Ein paar Stunden später war ich unten und in Sicherheit, ich war kein Held, aber ich wusste, es gibt einen, der sein Leben gelassen hat für seine Freunde, bzw ich war damals noch sein Feind.

Er war ein Held. Er hat nicht sein Leben gerettet, sondern er hat es gelassen. Er war nicht sowieso todgeweiht, verkrebst, depressiv, sondern er hat sein Leben gegeben: Ich habe Vollmacht, mein Leben zu lassen und es wieder zu nehmen.

Jesus hatte Vollmacht, sein Leben wieder zu nehmen. Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.

Die Karriere eines „Helden“ ist interessant, wenn der vermeintliche Held sagt: „Ich hab nur mein Leben gerettet. Ich wollte einfach nur überleben.“ Wenn der, den sie hochstilisieren, ehrlich wird! Und am besten, demütig auf den zeigt, der ihm in der dunklen Nacht durch den nicht gangbaren Weg geholfen hat.

Hier wäre eigentlich Platz, dass DU deine Lebensgeschichte erzählst, dass du mir sagst, was dir passiert ist, und was du überlebt hast, wo einige sagen würden: Oh, du bist ein Held, aber du würdest sagen, ich wollte einfach nur weiterleben und ich weiß: Gott war da und hat mir geholfen. Etliche sind gestorben – sie können diesen Text hier nicht lesen – aber lasst uns als diejenigen, die leben, Gott erkennen durch diese Krisen hindurch, denn

der Zweck, dass wir hier sind ist der, dass wir ihn anbeten, dass wir seine Taten bekannt machen, dass wir ein Stück von dem vermitteln, was seine Größe ist, wie groß er ist und wie geheimnisvoll schön er ist.

Es gibt Menschen, die steigen herab von ihrem Thron und gehen die Stufen herunter, tiefer, tiefer, bis sie auf dem Boden ankommen, ich würde sagen auf dem Boden der Tatsachen. Sie sehen den Tatsachen endlich ins Auge, werden lebensfähig und demütig.

Und es gibt Gott, der vom Thron herabstieg indem er Mensch wurde, aussah wie ein Mensch, fühlte wie ein Mensch, lebte wie ein Mensch, jedoch war der Sohn Gottes herabgestiegen vom höchsten Thron und als Mensch sollte seine Treppe weiter nach unten gehen.

Glaubst du an ihn?

Natürlich ist er ein Held, du brauchst ihm nicht auf die Schulter zu klopfen, glaubst du an ihn? Willst du jetzt glauben?

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2020

Er kommt aus einer komplett anderen Welt

Er kommt aus einer komplett anderen Welt. Dort gelten die Naturgesetze nicht. Er hat nicht einen Tagesablauf wie du ihn hast mit schlafen, aufwachen, sich müde die Augen reiben. Er braucht keinen Kaffee zum Frühstück oder Frühsport und er altert nicht. Er lebt schon immer und er wird auch dann noch sein, wenn von unserem Körper nur noch die Zahnleisten übrig geblieben sind.

Da, wo er lebt, gibt es diesen Ablauf von Tagen und Monaten und Jahren nicht, aber er hat die Sterne geschaffen – übrigens nach dem blauen Planeten Erde – damit die Erdbewohner die Zeiten einteilen können in Tage, Wochen, Monate und Jahre.

Er wartet einfach ein bisschen – nur kurz – und wieder ist ein Leben vorbei gegangen. Er hat alles gemacht, was geschaffen ist: Himmel, Erde, Sterne inclusive Sonne und Mond. Und es gefiel ihm ziemlich gut.

Jeder Mensch, der es wagt, zu behaupten, dass es Gott gibt, noch mehr, dass er ihn kennt und mit ihm gesprochen hat, löst Kopfschütteln aus in seiner ungläubigen Umgebung.
„Er hört Stimmen, man muss ihn behandeln! Für das Methaphysische, Übersinnliche, sind unsere Psychoärzte zuständig.“

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2020

Vor wem kniest du?

Corona Komplikationen bescheren uns einen dreifachen Effekt: Die Gesundheit der Menschen steht im Vordergrund. Dann plötzlich die Zerstörung der Existenzen, die Infragestellung der wirtschaftlichen Überlebensfähigkeit und als drittes die Frage: Was ist ein weiser Umgang im Balanceakt zwischen Sorglosigkeit und Hysterie? Wie soll man sich platzieren?
Vor kurzem noch waren die Menschheitskiller Nummer eins Maleria, Tuberkulose, Aids oder schlichte Unterernährung weit weit weg irgendwo in Afrika.
Grüne Umweltorganisationen nahmen Einfluss auf afrikanische Regierungen, die Moskitos nicht mehr mit Chemie zu töten und legten sich mit einem guten Gefühl, einem guten Gewissen zurück in ihr Kissen. Die Menschen starben ja so weit weg in Afrika an Malaria. Nach grüner Denkweise darf das „zurück zur Natur“ Menschenleben kosten, wenn es ganz woanders stattfindet. Entwicklungsminister Müller wies kürzlich darauf hin, dass durch die zurückgefahrene Hilfeleistung zugunsten afrikanischer Staaten ca eine Million Menschen mehr sterben werden als seither.
Es kommt eben darauf an, wie man seine Prioritäten setzt. Ein deutscher Toter, dessen Beatmungsgeräte im klimatisierten Raum abgestellt werden– verglichen mit tausend Hungernden, Verhungerten im Jemen.
Darf man so vergleichen? Jeder Mensch zählt doch gleich?

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2020

Widersprüche in der Bibel

Gibt es Widersprüche in der Bibel? Ich meine, ja. Die Bibel ist voller Widersprüche. Sie widerspricht uns dermaßen oft, dass sie bei vielen Zeitgenossen Verwunderung hervorruft.
Entgegen des ganz menschlichen Wunschgedankens lehrt Jesus Christus klar, dass auf Menschen, die seine Lehre nicht annehmen wollen, der Zorn Gottes lastet.
Der Zorn Gottes bleibt über dir, hallo? Willst du ohne Gott leben und sterben. Brauchst du keinen Gott, keinen Jesus? Ich sehe ein Gewitter über dir, es braut sich zusammen, es wird sich entladen, es gibt die Warnungen Gottes, die Widersprüche der Bibel und Gottes gegen uns. Gott widerspricht uns.
Du sagst, es wird so schlimm nicht sein?

Widersprüche in der Bibel

Einige sagen, man darf Gott nicht Pappa nennen oder daddy, man sollte ihn nur in der angsteinflößenden Form kennen und vergessen doch, dass Jesus seinen Vater Abba-Vater nannte! Und dass, wer zu ihm gehört so ähnlich wie er – ein Kind von Gott geworden ist, dass Gott Menschen annimmt, sie einlädt, ihnen vergibt, sie in eine Reihe stellt mit seinem Sohn – Brüder und Schwestern, Jesus ist der Erstgeborene von vielen Söhnen und Töchtern. Wir dürfen Gott Vater nennen. „Vater, der du bist in den Himmeln.“ Da sind Widersprüche in der Bibel gegen unser Denken. Wie kann derselbe Gott, der zornig ist, auf einmal liebevoll mit dem Wort „Vater“ angesprochen werden?

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2020

Geboren um zu …

…geboren um zu sterben. Manche Menschen sterben viel zu früh. Ich meine, die Besten sterben zuerst. Nur einer wurde geboren um zu sterben, „ich bin nicht gekommen, dass ich bedient werde, sondern ich diene und helfe anderen und lasse mein Leben zur Erlösung für viele Menschen“, by the way – nicht für alle – sondern „für viele„. Geboren um zu sterben.
Johannes der Täufer, kaum hat man ihn bemerkt – die Schönheit der Flügel des Schmetterlings verwundert angeschaut – wurde er schon geschlachtet.
Geboren um zu sterben, so kann man doch niemanden motivieren, Rolf. Das galt für Jesus, ansonsten sind wir doch geboren um zu leben?

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2020

Gibt es außerirdisches Leben?

Gibt es außerirdisches Leben, gibt es irgendein Leben außerhalb unserer Erde oder sind wir hier mutterseelenallein, weit und breit nur das Strahlen der Pulsare, das Explodieren der Supernovae. Gibt es noch ein anderes Leben als das, was wir auf der Erde kennen? In den tiefsten Tiefen existieren Flohkrebse, Scheibenbäuche, Mikroben in den höchsten Höhen im Gletschereis und im Permafrost Bärtierchen und Fadenwürmer.

Es wimmelt geradezu von Leben, wenn Sie nur einmal mit den Fingern Ihrer Hand durch die Erde graben, besuchen Sie Millionen Lebewesen!
Aber außerhalb der Erde? Kohlige Chondriten – Meteoriten ziehen bei minus 270 Grad ihre Bahn, glänzend im Sonnenlicht, verschattet ins Abseits. Gibt es außerirdisches Leben?

Zu Ihrem Schrecken: Ja!

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2020

Die Täter, die Heuchler und die auf der Treppe sitzen und zuschauen.

Die Täter, die Heuchler und die auf der Treppe sitzen und zuschauen.

Eine kleine Gruppe emsig arbeitender Leute, die Holzplatten schrauben, montieren, ans Objekt anhalten, anpassen und der Sache noch einmal den letzten Schliff geben und die Arbeit dann mustern, sie scheinen mit ihrem Job ganz zufrieden zu sein, sie machen es gerne.

Dann gibt es die Heuchler in genau derselben Firma, die hier arbeiten aber du siehst nur ihre Hülle, die Bewegungen – ihre Gedanken, ihre Wünsche, ihr ganzes Wesen ist eigentlich nicht dabei. Du siehst sie, aber sie tun nur so als ob, sie wollen optisch der Erwartungshaltung genügen, die an sie gestellt wird. Man kann auch nicht so schnell eine Stelle wechseln und es sieht doch gut aus, hier dabei zu sein. Man wird doch immer mal gelobt am Ende des Tages, es gibt Ehre und Euros aufs Konto. Von irgendwas muss man leben.

Zehn mal innerlich gekündigt, aber dennoch nicht weggegangen. Sie sitzen in der zweiten und dritten Reihe, blockieren den Raum, manche wurden nach ganz oben gespült, leblose Hüllen.

Könnte nicht ein Hausmeister vorbeikommen oder irgendein Aufräumer, der diese Sargnägel einsammelt, der die Asche zusammenkehrt? Der das Leblose aus der Aula entfernt?

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2020

Haben Sie genug gesehen?

Haben Sie genug gesehen oder soll ich Ihnen weitere Folterwerkzeuge zeigen?

Als die Ameisen verstanden hatten, dass sie den kontaminierten Boden nicht betreten dürfen, benutzten sie sich gegenseitig als Brücke. Sie schwirrten wuselig durch die Gegend, wenn auch seltsam kompliziert und uneffektiv. Aus einem genial funktionierenden Volk war ein umständlich agierender Haufen geworden.

Nun saßen sie da mit ihrem Abstand. Einmeterfünfzig im Kreis gemessen. Die Diakonissenkappe vor den Mund gespannt. Sie desinfizierten Türgriffe, lüfteten auffällig häufig, umrundeten und wichen aus, taten, was nötig war, damit alle schön gesund blieben.
Sie führten Listen mit desinfizierten Händen
hinter Plexiglaswänden,
entwarfen Konzepte, die das Gesundheitsamt
für gut befand.
Berechneten, wie viele Menschen passen
in diesen Raum.
Es wird einfach das Menschenmögliche gemacht,
ähnlich wie im bösen Traum
in der Nacht.
Es gibt die Frühschicht und es gibt die Spätschicht,
damit, wenn sich einer infiziert, er nicht gleich alle infiltriert und der Gesunde nicht dadurch zum Kranken mutiert.
Intubiert.
Ich seh es ja ein, es ist ein hässlicher Reim.

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2020

Die Seufzenden

Die Seufzenden

Hast du den Stadtplan gesehen der schönen Stadt? Mit den breiten Alleen, die rechtwinklig aufeinander zulaufen. Hast du gesehen, wie schön, prachtvoll die Uferpromenade am Zentrum vorbeiführt? Schöne ansehnliche, vorzeigenswerte Straßen.

Eine Vorzeigestadt, außer du gehst nach links, zwei Blöcke weiter, wieder nach links und dann die halbe Treppe runter seitlich in die Gasse, da wo nichts mehr in Ordnung ist, wo keine Bäume stehen, keine Allee, keine Träume. Es ist die Straße der Seufzenden.

Was willst du hier, was willst du hier sehen? Hier wirst du nichts sehen. Aber komm, ich zeig dir diese Straße, die Briefkästen sind teilweise demoliert, wie die Namensschilder, soll ich sagen: wie die Namen? Geh mit mir hinunter, schau sie dir an. Wir sind in der Straße der Seufzenden angekommen.

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2020

Bekehrung

Bekehrung ist das klassisch verwendete Wort für Nachdenken, Mitdenken und Umkehr. Umkehr infolge von Einsicht. Einsicht als Folge der Reue. Reue infolge der Bekehrungspredigt.

Nun ist die klassische Bekehrungspredigt die lautstarke Predigt, die dir irgendwann nach zwei Dritteln die Bibel auf den verhärteten Kopf knallt, um dich umkehrwillig zu gestalten (Ironie aus). Jedenfalls meine ich, dass idealerweise auch irgendetwas verstanden wird von der Liebe Gottes, der Dringlichkeit der Dinge Gottes – und, dass es um dich geht.

Uwe Brinkmann hat dreiundvierzig Minuten zum Thema hörenswert gesprochen, nach 3min:15 findet der Einstieg statt.

Der Audiobeitrag ist original hier veröffentlicht: https://brink4u.com/2020/04/11/wenn-du-gott-nicht-mehr-verstehst/

hier die Präsentation: https://brink4u.com/wp-content/uploads/2020/04/Pr190324.Gottesbild_Lukas-15.cgush_.pdf

Bekehrung
Bekehrung, Umkehr, Umdenken, Nachdenken infolge von Einsicht – Elfi und Uwe Brinkmann.

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2020

Enttäuschungen

Ich sah Augen, die nicht zu hoffen wagten, sie hatten jede Zuversicht längst aufgegeben, vor langer Zeit auch den Glauben mitsamt den Enttäuschungen beerdigt. „Ich kann nicht glauben, ich kann einfach nicht glauben“, waren die Worte einer von Gott Geliebten mit über sechzig Jahren.

Wenn Hoffnung zerfressen wird durch Enttäuschungen, bleibt so etwas übrig wie ein unordentlicher Rübenacker oder Waldstück, durch das der Sturm gefegt hat mit hochstehenden Stümpfen und umgekrachten Bäumen.

Es war eigentlich nicht geplant, dass der Sohn vor der Mutter stirbt – von keinem Menschen war das so geplant. Es zog die Mutter in die Erde hinein, es zog an ihren Knien und raubte ihr beinahe den Verstand. Welcher Glaube, welcher Glaube? An wen?

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2020

Sie trugen seltsame Gewänder und irrten planlos umher

Vor kurzem noch hatten sie in gemeinsamen Konferenzen erklärt, wie sie den Planeten retten wollten. Kleiner hatten sie es nicht. Sie waren hin- und hergejettet, um das Klima gefügig zu machen, dass es sich innerhalb der von ihnen erlaubten Bahnen bewegen würde. Doch das Klima hatte keine Adresse, Straße, HausNr., keine Stadt. So bestimmten sie, dass es mittels milliardenschwerer Ablasszahlungen zu besänftigen wäre.

Das Wasser rann durch die zusammengepressten Hände, es floss auf den Boden. Es ließ sich nicht festhalten.

Die deutsche Industrienation setzte sich mit allen Ländern guten Willens zusammen, um dem Planeten ein Gegengewicht zu verleihen, ein Aufstand der Anständigen. Wir können es schaffen, war die Devise, die Mundwinkel waren angespannt, Schlagschatten der Windrädchen auf dem angestrengten Gesicht.

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2020

Sie hatten die Erde durchseucht, dann kam das Virus

Sie hatten die Erde durchseucht, dann kam das Virus.

Nachdem die Erde durchseucht war, kam das Virus. Die Durchseuchung hatte globale Züge angenommen. Sie bestimmten die Agenda und trommelten auf die Gehirne der Menschen ein. Eines ihrer Dogmen war, dass das Geschlecht des Menschen sozial konstruiert wäre, dass also ein Mann nicht unbedingt ein Mann sein müsste und eine Frau nicht unbedingt weiblich wäre. Diese Gehirnwäsche übertrugen sie auf die Kleinen in den Schulen.

Es waren dieselben, die früher schon gerufen hatten „mein Bauch gehört mir“ und damit eigentlich meinten: Der Embryo, der darin lebt – weiß ich wie es dazu kam? – er wird nicht leben dürfen, weil ich für ihn keine Mutti bin, weil ich ihn nicht leben lassen werde.

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2020

sozialer Abstand

Dann kamen die Ausgehverbote, keiner durfte mehr ohne triftigen Grund die Straße betreten, jeder sollte da bleiben, wo er gerade ist mit seiner vermuteten ansteckenden Krankheit, jeder mit seiner eigenen Seuche.
Die Menschen mussten Abstand voneinander halten.
Das war für einige neu, die gewohnt waren, sich zu umarmen, oder sich mit Küsschen zu begrüssen, hug hug – für andere war es nichts Neues, sie lebten schon lange in sozialer Isolation, sie waren alleine und keiner wusste, ob und wann sie in ihrem Zuhause starben in ihrem Loch.

Sie liefen wie unsichtbar durch die Gesellschaft. Man nahm sie nicht wahr, beim Einkaufen gingen sie auf den Einkaufswagen gestützt an den Regalen entlang. Sie schlurften ein wenig und packten sich ungesundes Zeug in den Einkaufswagen.

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2020

die Seuche

Das Virus war nun in der Familie nachgewiesen worden. Leichtes Fieber, Schüttelfrost. Plötzlich war einer betroffen mit robuster Gesundheit, er war eine deutsche Eiche. Man mied die Familie, es fehlte nur, dass ihr Haus markiert wurde. Sie standen plötzlich unter Quarantäne wegen der Ansteckungsgefahr, damit nicht ein ganzes Volk stirbt.

Keiner konnte sie sehen, ertasten oder fühlen, die Viren waren schwer nachweisbar, manchmal nach zwei, manchmal erst nach über drei Wochen. Die offizielle Quarantäne dauert zwei Wochen aber manchmal dauerte es drei Wochen bis zum Ausbruch. Plötzlich war sie da, die Krankheit breitete sich aus als eine Seuche.
Es wurden Kreise gezogen um Orte mit dem Zirkel auf der Karte. Nervöse Anwesende, die Wirtschaft kollabierte im Nu. Firmen konnten nicht mehr ausliefern. Die Post beförderte keine Pakete mehr in entsprechende Gebiete, Keiner durfte rein oder raus – außer ein paar mutige Kuriere.

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2020

Wie werde ich Christ – Schnellanleitung für Menschen mit kurzer Restlebenszeit

Wie werde ich Christ?

Aufgrund ungünstiger verketteter Umstände im Angesicht der ungünstigen Lage, dass Sie voraussichtlich nicht mehr lange leben werden – dieser Satz trifft übrigens auf die meisten Menschen zu –
die Ärzte haben den Daumen gesenkt und ihnen ist klar, dass Sie dem Tod ins Auge sehen, es stellt sich nur die Frage, sind es Tage, Wochen, Monate oder Jahre? Aus irgendeinem Grund kamen Sie hier auf den Beitrag – wie werde ich Christ? Ich nehme an, es geht Ihnen nicht um eine würdevolle Beerdigung, bei der der Pfarrer salbungsvoll Ihren Lebenslauf glorifiziert, sondern es geht Ihnen ernsthaft um die Frage, wie werde ich Christ und kann ich diese Kurve überhaupt noch kriegen? Ich meine, seien wir doch mal ehrlich: Jahr um Jahr, Jahrzehnt um Jahrzehnt außerhalb von dem gelebt, von dem ich weiß, dass es richtig ist, wenn ich nach dem Willen Gottes gefragt hätte…

Wie werde ich Christ?

Ist es erlaubt, diese Frage zu stellen, nachdem man so lange ausgewichen ist, verdrängt hat. Ist es nicht vielmehr peinlich, in der letzten Minute auf dem Sterbebett nach Gott zu fragen?

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2020

Wir beten von unten nach oben

Da, wo wir sind, ist unten. Wo er ist, ist oben. Unten ist das Land der begrenzten Möglichkeiten. Auch wenn einige denken, sie könnten einfach Hürden überspringen – agieren sie doch äußerst begrenzt. Ein gewöhnlicher Starkregen reicht aus, um sie zurück auf den nassen Boden der Tatsachen zu bringen. Der Tod eines nahen Menschen müsste dir ultimativ klarmachen: Da, wo du bist, da ist unten!

Wo du lebst, gibt es kein schnelles hin und her switchen zwischen Zeiträumen, keinen Eingriff in die Natur. Du würdest es gerne können und dann ist es doch nur der Nebel aus dem Abluftschlauch des Wäschetrockners. Hier unten ist alles endlich, vergänglich und absolut angewiesen auf das Wohlwollen von oben. Oben regiert Güte, Sonnenschein (hier) und Regen über schlechte und gute Menschen. Oben gibt es keine bösen Hintergedanken, (hier) keine Fallen, keinen Wortbruch. Gottes Präsenz ist das pure Leben.

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2020

[klimavandl] Klimawandel anno 2020

Alle Kirchen hatten sich vereinigt. Sie waren sich darin einig, dass jedes Kirchenmitglied, ob groß oder klein, zuallererst den Klimawandel anerkennen würde inclusive daraus entstehender Folgen und dass jede Art der Leugnung, dass der Klimawandel ein menschengemachter sei, von den Kirchen abgewiesen würde. Und dass der Kampf gegen das Wetter, gegen die Abkühlung des Wetters, äh Erwärmung, von allen mit den zur Verfügung stehenden Kräften geführt werden müsste. Von den Kirchen erwartete man eher mehr, da ja zu hoffen wäre, dass ihnen Gott beistände beim weltweiten Kampf gegen Klimaleugner.

Als Belege nahmen die Kirchenvorsteher Worte Gottes von der Bewahrung der Schöpfung vom recht verstandenen Glauben an den Erhalt der Schöpfung. Infolgedessen das Spurengas CO2 (0,04% der Luft, für Pflanzen überlebenswichtig) komplett vermieden werden müsste. Kirchen, Vereine und selbst Firmen sahen sich gezwungen, Stellungnahmen abzugeben, in Übereinstimmung mit den höchsten Ämtern des Staates zeigten sie sich ihrer Verantwortung bewusst.
Frau Merkel wörtlich: „Deshalb setze ich all meine Kraft dafür ein, dass Deutschland seinen Beitrag leistet – ökologisch, ökonomisch, sozial – den Klimawandel in den Griff zu bekommen.“ hier

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2019

Evangelist Reinhard Bonnke

Am 07.12.2019 starb der Evangelist Reinhard Bonnke im Alter von 79 Jahren im Kreis seiner Familie in Florida / USA. Reinhard Bonnke war Evangelist mit ganzem Herzen, was das Video veranschaulicht. Aus meiner fünf-köpfigen Herkunftsfamilie sind zwei Menschen durch ihn zum Glauben an Jesus Christus umgekehrt. Sein Hauptarbeitsgebiet war in Afrika, wo alles ein bisschen lauter und emotionaler zugeht als im oft zu rationalen Deutschland. Aber ich meine: Emotionen gehören zum Evangelium mit dazu. Jesus war oft emotional – oder etwa nicht?

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Reinhard Bonnke | Ich bin hier
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2019

Sehnsucht nach etwas wie Freiheit.

Schon als Kind war ihm diese kleine Klappe oben an der Tür aufgefallen, man konnte sie zur Seite schieben und durchschauen auf die nächste Tür mit noch einer Klappe. Was mag dahinter sein, hinter der nächsten Klappe?

Die nächste Tür mit der nächsten Klappe. Es handelte sich um drei sagenumwobene Türen, jeweils versehen mit einer seitlich verschiebbaren Klappe. Jede dieser Klappen war geschlossen und wenn eine Klappe einmal geöffnet war – was selten genug der Fall war – sah man nur bis zur nächsten Stahltür mit der nächsten Stahlklappe und die war wiederum geschlossen.

Türen und Klappen sind geschlossen, das ist ihre Funktion, geschlossen zu sein und dann, wenn es dem Besitzer beliebt, auch einmal geöffnet zu werden. Welches Objekt, bitteschön, hat drei hintereinander liegende Türen, jeweils mit einem Abstand von mehreren Metern hintereinander liegend, in Beton eingegossene Stahltüren, jeweils versehen mit einer knirschenden oben liegenden schweren Stahlschiebeklappe, -schiebetür?
Wer macht so etwas? Sehnsucht nach etwas wie Freiheit

Manchmal stellte er sich auf den Hocker und öffnete diese Klappe.

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2019

die Zugvögel fliegen wieder

Plötzlich ein Geschrei am Himmel, das Naturschauspiel, sie ziehen wieder nach Süden. Sie treffen sich, bilden eine Formation, rufen sich gegenseitig zum Abflug, sie kommen von überall, linien-, keilförmig angeflogen. Sie sind laut, laut, laut.
Über mir ein Schauspiel: laut krächzend, kreischend, Kraniche verlassen mich, sie fliegen, es gibt kein Zurück.
Kein gutes Zureden, kein noch so gut gemeinter Rat, kein Leckerli, keine Bestechung kann ihren Flug verhindern. Was soll ich tun, ich schau hoch, ich bin ein unbeteiligter Zuschauer. In diesem Fall gefangen auf der Erde, ich muss hierbleiben. Ich weiß, die Tatsache, dass sie fliegen, bedeutet für mich: die Kälte kommt.
Sie müssen fliegen – verlachen sie mich? Dieses Krähen, dieses Geschrei. Wäre es nicht so wunderschön anzusehen, wie sie ästhetische Fluglinien bilden. Ich finde es ein bisschen anmaßend, dass sie so wenig unauffällig agieren. Jeder versteht, die fliegen jetzt, es ist soweit, sie hauen ab, ich bin dann weg!

Nicht von dieser Welt, aber in dieser Welt. – Wäre mein Reich von dieser Welt würde ich kämpfen aber nun ist mein Reich nicht von dieser Welt. Bist du ein König?

Der Mond und die Sterne wurden eingesetzt zur Bestimmung von Zeiten und Monaten und Tagen. Während sie fliegen unter Krächzen schwanke ich hin und her zwischen „ach ich kenne es ja schon, lass sie fliegen, es ist jedes Jahr das Gleiche“ oder…. ich hebe meine Augen und sehe.

Hab ich euch nicht gesagt, in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Ich gehe hin, euch eine Wohnung zu bereiten. Da wo ich bin, sollt ihr auch sein.

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2019

Im Einklang mit der Natur

Versuche im Einklang mit der Natur zu leben, brauche möglichst keine Energie, keinerlei unnötige Ressourcen und achte darauf, dass dein ökologischer Fußabdruck möglichst gering ist, denn du bist hier nur ein Gast auf der Erde, du bist hier quasi nur geduldet. Bitte verhalte dich unauffällig.
Gehe achtsam um mit der Natur (und mit dir selbst) und entnehme nur Dinge aus dem Kreislauf der Natur, die dir nach vorheriger Prüfung zustehen und die du der Natur bei Gelegenheit wiedererstatten kannst.
Du bist immer schuldig, etwas zurückzugeben. Dein Atmen, dein Hiersein bringt dich der Natur gegenüber in einen Rechtfertigungszwang. Das Gras, die Bäume, der Stein, Atmosphäre waren vor dir da – wer bist du Eindringling? Was willst du hier?

Versuche, deinen CO2 Fußabdruck zu verringern, mach dich quasi unsichtbar. Iss bitte – wenn möglich – kein Fleisch, denn für die Fütterung der Tiere werden so viel mehr Proteine, Pflanzen verbraucht, man könnte ganze Völker damit ernähren. Lass das mit dem Fleischessen.

Alles, was du trägst, deine Kleidung – und deine Möblierung – sollte nachhaltig gefertigt sein, nicht mit Kinderarbeit, keinesfalls von einem anderen Kontinent kommen. Die Faser der Kleidung sollte biologisch abbaubar sein, gewirkt aus Wolle oder echtem Leinen.

Du sollst dir dein Haar am Kopf nicht rings herum abschneiden noch deinen Bart stutzenLetzteres waren die Gebote des Mose. (x)

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2018

Der große Sog

Ich hatte sie beiläufig gefragt, wo sie hinwollten, sie schauten mich an, während sie weiterliefen. Ihre Haare wurden nach vorne geblasen, vielmehr gesogen. Sie hoben ihre Hände in die Laufrichtung, ganz nach vorne.
Es war ein großer Sog.
„Halt, Stopp! Sagen Sie mir doch.“ Sie schauten mich unverständig an – keine Zeit. Der Sog war so stark und die Hände nach vorne ausgestreckt, als ob sie geführt würden. Fast wie hilflose Personen. (Und was ich anfangs für ein Gebläse hielt, war ein riesiger Sog)
Sie blickten mich an, als wollten sie mir noch etwas sagen, da zog es sie nach vorne, weiter, weiter hinein in den großen Sog.
Die langen Haare der Frauen, die T-Shirts der Männer, Radlergruppen fuhren alle in dieselbe Richtung, ganz vorne saugte etwas Verrücktes Menschen in sich hinein.
Ich ging ein Stück weiter – nun in die Gegenrichtung. Ich wollte verstehen, wo sie herkämen, wo sie hingingen, was sie antreibt und warum sie sich zum Sog hingezogen fühlten. Der große Sog, der sie alle vereinnahmte. Sie sprachen eine Sprache, dachten dieselben Gedanken, demonstrierten für dieselben Ziele, sie waren eins.
Befremden oder Nichtzustimmung überhörten sie aufgrund des starken Windgeräuschs.
Es war ihnen unangenehm, aus dem Strom herauszutreten, sich meine abwehrenden Worte anzuhören. Sie beschwichtigten mich, „wir haben keine Zeit, wir wollen dich nicht hören. Ach, das hab ich früher auch geglaubt, das ist von meiner Oma.“

der große Sog
Schleiften Perlen wie Säue.

Nach mehreren Kilometern entgegen der Laufrichtung der angesaugten Menschen wurde es etwas leichter möglich nachzufragen, „was treibt euch an? Wo wollt ihr hin? Wo lasst ihr euch hinziehen, was ist euer Ziel?“

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2018

Nur 70 Jahre danach

Nur 70 Jahre danach… nach dem Holocaust, dessen Endziel den Deutschen beinahe gelungen wäre, die Vernichtung alles jüdischen Lebens im Land der Deutschen und darüber hinaus.

Richter, Vollstrecker, Entscheider, Henker.

Nachdem zahlreiche Generationen ihre Hände weiß gewaschen hatten, kam eine leichte, unbeschwerte Generation an die Schalthebelchen der Macht, ihr geläutertes Denken wie eine Monstranz vor sich hertragend, nahmen sie Stellung. Filmreife Lebensläufe „wegen Auschwitz in die Politik gegangen“, „Israels Sicherheit ist für Deutschland Staatsräson„.

Ihre Schritt holten weit aus, ein solidarischer Schritt! Ein Musterland der Wiedergutmachung; nach Zerknirschtheit folgte Auferstehung, Selbstbewusstsein, jetzt legen wir wieder Hand an.

November 2018: Acht UN Resolutionen, bei denen Deutschland mit abgestimmt hat, dass Israel verurteilt werden sollte.
Im Jahr 2018 hat Deutschland für 16 von 21 antiisraelischen Resolutionen der UN-Generalversammlung gestimmt.

70 Jahre danach.

Der Kompass ist durchs Loch in der Hosentasche gefallen und es ist ihnen peinlich sich zu bücken. Deutschland positioniert sich gegen Israel.

Ein paar Politiker fragten nach, wie das sein kann – aber bitte, das sind die Ewig-Gestrigen.

70 Jahre danach sind es die Marshall-Inseln, Mikronesien, Nauru, Kanada, Australien, USA und Israel, die gegen eine Verurteilung Israels vor dem Ständerat der Vereinten Nationen stimmten. Deutschland nicht.

Nun, was würden Sie sagen?
Keine weiteren Fragen.

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2019

Hohn und Spott – Gott lässt sich nicht verspotten. 

Hohn und Spott – Gott lässt sich nicht verspotten.  Oder doch? „Steig herunter vom Kreuz, dann wollen wir direkt an dich glauben“, wurde Jesus verhöhnt. Sie haben es ihm noch einmal richtig mitgegeben, ihm gesagt wo es langgeht. Die Sätze kamen wie selbstverständlich.

Wenn du Gottes Sohn bist, dann sag doch, wie heißt der, der dich jetzt gerade schlägt? Wenn du doch an Gott glaubst, wo ist er denn heute, wo ist nun dein Gott?

All das haben meine Hände erbaut, dieses Haus habe ich alleine gebaut und da war kein Gott, der mir geholfen hat. Das war meine Arbeit.

Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland, Abtreibung in Frauenhand, skandieren die Feministinnen.

Grüß Gott, wenn du ihn siehst –

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2019

Gott kennen

Wenn du merkst, dass du aus unerfindlichen Gründen auf der Startbahn läufst, wo gerade ein Düsenflugzeug die Motordrehzahl erhöht und sich für den Start in Position bringt und du siehst wie die Schnauze des Flugzeugs auf dich zeigt und Fahrt aufnimmt und du denkst 9i3e9i! und siehst noch, wie der Pilot vor dir hochzieht, über dir die Flügel und der Lärm, sonst nix.

es geht über dich drüber
…über dich drüber

Gleichzeitig stirbt die Waschmaschine und die Ölpumpe, die Rechnung wurde vergessen zu bezahlen und die Abrechnung sollte erstellt werden und die Steuererklärung, TÜV nebst Renovierung des Hauses, des Bades (noch nie gemacht) und dann kommt Dirk Nowitzki und wirbt „wenn alles ganz einfach geht“. Das Flugzeug donnert in seine erste Kurve nach dem Start, es gewinnt schnell an Höhe. Es dröhnt.

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2019

auf der Suche nach Gott

Wenn man den Eiertanz lange genug mitgemacht hat und oft genug mit dem Gefühl nach Hause gekommen ist, dass Grundlegendes nicht stimmt, man kann es nicht so richtig zuordnen, was es ist – in einer Gesellschaft, die für nahezu alles Ratgeber hat. Da ist diese innere Leere.

Wenn man die Spielregeln alle kennt, nach denen Ruf und Ansehen erworben wird, sich ein mühsames Stück emporgearbeitet hat und dennoch nur die Nase rümpft über sich selbst, weil man merkt, dass keiner dieser Wege wirklich nachhaltig ist, um damit alt zu werden. Es ist die Zeit der Suche und Hinwendung nach Gott.

Wenn man oft genug gegen die Betonmauer gelaufen ist, dann ist es Zeit, nach dem ewigen Gott zu suchen.

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2019

Es betrifft dich ja nicht

Vor 3 Monaten lies Mr Xi Yinping das allererste der zehn Gebote Gottes ersatzlos streichen, man darf es nicht mehr in Kirchen aufhängenohne eine Strafe zu riskieren. Der höchste Repräsentant der chinesischen Republik fühlte sich eingeengt durch Gottes „ich bin der Herr dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben“. Er verbot es schlechterdings aufzuhängen oder auszuhängen. Was würdest du machen, wie reagieren? Abhängen? Hängenlassen – nun, es betrifft dich ja nicht.

Heute gestand der Prediger in meiner kleinen Nachbarkirche, dass er bei der Predigtvorbereitung oft damit beschäftigt ist, bei Textstellen, die ein „muss“ enthalten oder „du sollst“, über eine Abschwächung in Richtung „du kannst“ nachzudenken. 2019 `muss´ man nicht, sondern man fühlt etwas, das richtig ist – „für mich ist es richtig, jetzt gerade ist es das Richtige, ich fühle mich gut dabei und werde von Theologen darin bestätigt“.

In Großbritannien wurden vor 2 Jahren extreme Straßenprediger verurteilt, weil sie Menschen öffentlich provozierten mit einer Höllenbotschaft, dass Menschen, die nicht an Jesus Christus glauben, unweigerlich in ein ewiges Gericht Gottes geraten – sie wurden zu einer Geldstrafe verurteilt. Du würdest so etwas nie machen, es betrifft dich also nicht.

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2019

Wen würdest du beauftragen?

Du willst einen 30 Meter hohen Sendeturm bauen, allerdings sind rundherum Gebäude. Die Standsicherheit des Turms muss gewährleistet sein. Wen würdest du beauftragen, die Arbeiten durchzuführen? Würdest du den Mann fragen, der Hecken, Rasen und – immerhin – Bäume schneidet?
Würdest du den polnischen Maurer fragen, der schon viele Mauern in kurzer Zeit hochgemauert hat und sie stehen alle noch? Oder den Brunnenbauer, der dieselbe Strecke in die Tiefe tagtäglich bearbeitet. Er kennt sich darin aus und jetzt ist es ja quasi dasselbe umgekehrt?  

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2019

Iraner

„Können Sie mir sagen, wo es eine christliche Gemeinde gibt? Eine Kirche?“ Mit diesen Worten wurden wir begrüßt. „Ja, da ist eine Gemeinde hier im Ort, die übersetzen die Predigt auf Kopfhörer in ihrer Sprache und nachmittags ist da sogar eine iranische Gemeinde, die sich hier trifft.“
Sie strahlen mich an, als hätte ich ihnen 20 Tage schönes Wetter und einen vorderen Platz bei einem Staatsempfang versprochen. Die Freundlichkeit ist überwältigend und anrührend. Wir geben Ihnen ein „Incil“ (neues Testament) in Farsi, manche küssen die Schrift oder halten sie kurz an ihr Herz, die Iraner reagieren sehr freundlich.
Nicht alle, aber sehr viele, auffällig viele.
Seit 2015 kommen Hunderttausende ins Land, Syrer, Afghanen, Iraker, Somalis, Nigerianer, Eritreer, Albaner, Mazedonier, Tschetschenen, Algerier, Marokkaner, Sudanesen, Türken UND Iraner. 

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2018

UNO gerecht glauben

Ihr Ziel ist die Rettung der Welt. Die Welt wird zerstört durch Sünder, insbesondere Schwerindustrie und produzierendes Gewerbe. Sie sind die Hauptvernichter unseres Planeten wie wir ihn kennen und lieben. Wir wollen doch unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen?
Für diverse Sünden gibt es einen schwunghaften Ablasshandel, man kann sich mit viel Geld von der tonnenschweren Last der unguten Emissionen freikaufen. Dann produziert man CO2-neutral und kann sich ein Öko-Label an den Bauchnabel hängen.

So wird man sündenfrei: Keinerlei Abgase durch den Schlot ins Freie, kein Lagerfeuer, kein 6-Zylinder Diesel, keine ungedämmten Beton- oder Ziegelsteinbauten, sondern Nullenergiehäuser. Ungespritzte Früchte im Garten. Fair gehandelte Bananen und kein Flug mit easyjet nach Gomera oder auf die Seychellen. 

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2018

Sehen und gesehen werden

Darum geht es eigentlich. Sehen und gesehen werden. Tue Gutes und rede darüber. Haben sie bemerkt, dass du da bist, haben sie sich nach dir umgedreht und geraunt? Sprechen sie gut über dich? Hast du Chancen? Bist du on top?

Sehen und gesehen werden.

Christen glauben an einen unsichtbaren Gott, dessen Sohn Jesus nach ca 30 Jahren die Erde direkt wieder verließ: „Was schaut ihr nach oben? So wie der Sohn des Menschen in den Himmel aufgefahren ist, so wird er wiederkommen“.

Christen sehen Dinge, die sie nur glauben. Manchmal nur hoffen. Sie sehen nichts – und glauben dennoch weiter, sie folgen dem Unsichtbaren als würden sie ihn sehen.
Jesus bezeichnete sie als „selig“.

Wer an Jesus glaubt, den er nicht anfassen kann, dessen Aussehen er nicht beschreiben kann, verursacht bei vielen fassungsloses Schulterzucken.
Wie kann man an jemanden glauben, von dem man nur das weiß, was die Bibel sagt?

Man kann ihn doch nicht sehen!??!

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2018

Mechaniker, Pfarrer und Masseure

Ich kenne einen Fliesenlegermeister, der legt wirklich Fliesen. Nebenbei gesagt – ganz unter uns – ich weiß auch einen Maler, der wirklich tapeziert und Wände und Decken streicht.

Beim Bäcker wird’s etwas schwieriger, aber ich kenne einen Bäcker, der wirklich Brot backt: Er macht Teig, Sauerteig, rührt, knetet, lässt aufgehen und backt.

Was würden Sie sagen, wenn Ihnen der Elektriker erklärt, dass er keine Steckdosen anschließen kann? Vielleicht hat er es nie gelernt? Kopfschüttel.

Ein Automechaniker lernt heute nicht mehr unbedingt zu schweißen, oft sind Mechaniker nur noch Teiletauscher, keine Instandsetzer mehr. Also – ich kenne einen Mechaniker, der kann wirklich schweißen und auch sonst alle Blecharbeiten machen.

Für große Überraschung sorgt derzeit bei mir hier am Ort die Übergangsbesetzung einer freien Stelle. Wir haben jetzt an der evangelischen Kirche in meinem Dorf einen gläubigen Pfarrer. Er sagt, er kennt auch andere gläubige Pfarrer.

Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass der Elektriker die Steckdose montieren und die Sicherungen durchmessen kann.

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2018

Kreißsaal oder Friedhof?

Wenn du die Wahl hättest, wie deine Kirchengemeinde, in die du gehst, aussieht – wie würdest du dich entscheiden? Gediegen, ruhig, gelassen, cool, manchmal ein bisschen zu ruhig, viele alte Leute, es tut mir leid zu sagen: Friedhof.
Ist das die Gemeinde, die du dir wünschst?
Kämst du klar mit der anderen Variante, vielleicht das glatte Gegenteil: Laut, lärmig, wuselig, immer wieder neue Leute, die man vorher noch nicht kannte, Geschrei, Gebrüll, schnelles Hin- und Herhasten, um nach dem Rechten zu sehen, ein bisschen Stress überall – aber viel Freude, so viel Freude, weil Neugeborene da sind: es ist ein Kreißsaal.

Mann, wo bin ich da hingekommen? Hier werden Kinder geboren, direkt ins Leben gesetzt. Das Geschrei ist nur Beiwerk, hier entsteht neues Leben!

Nun wirst du sagen, das Leben ist ja bereits vorher entstanden, es wird hier geboren! Ins Leben gesetzt! Das Kind durchbricht den Geburtskanal. Große Freude!

Könntest du dir vorstellen, dass solch eine Station deine Kirche ist? Hier, wo täglich neues Leben entsteht…

Wonneproppen werden geboren, man freut sich einfach an ihnen, alles ist gut, das Gewicht stimmt, die Funktionen sind voll da, alles passt, alles funktioniert, klasse!

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2018

Eingeschüchtert

Du hättest dich lieber nicht so deutlich äußern sollen, das kam bei einigen nicht so gut an. Hast du gemerkt, wie sie nach unten geblickt haben?
Eigentlich hatte man sich auf einen Sprachmodus geeinigt. Über gewisse Dinge reden wir nicht, somit ist allen gedient, der Familienfrieden bleibt erhalten, das Firmenklima bleibt gelassen, die Bilanzen sind gut, darauf ein hoch!

Gemeinsam sind wir stark und wir alle zusammen geben die Richtung an, in die der Abgrund gehen soll. „Entschuldigung, Sie stehen im Weg. Könnten Sie bitte etwas zur Seite treten, ich habe es eilig. Hinter mir sind noch viele Leute, die hier durch wollen, bitte stehen sie ab mit ihrer Einzelmeinung, lassen Sie uns durch, wir haben es eilig.“

Bilanzen unter den Arm geklemmt. Der Blick des Erfolgreichen. Entschlossenheit im Gesicht, die Lippen zusammengeklemmt, die Hutkrempe tropft – der Mantelkragen ist hochgeschlagen, die Zähne blitzen vor Zahngold. Die Uhr tickt.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir eine ehrenwerte Gesellschaft sind, die eigentlich das Gute will, die Rettung des Planeten –kleiner geht’s nicht – die Ausrottung der Unarten unserer unerwünschten Nebenwirkungen. Der gesellschaftliche Konsens ist: Wenn wir uns gemeinsam anstrengen, können und werden wir es schaffen! Die Ziele sind streng und vorgegeben aber unbedingt und um absolut jeden Preis einzuhalten – sonst bist du ein widerlicher Pessimist, ein Sünder, ein Alchemist, ein Widerling, ein Affront, ein Einzelkämpfer.

Auszumerzen von der feinen Gesellschaft, die die Zähne zusammenbeißt.

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2018

Man kehrt nicht an einem Tag um

Man kehrt nicht an einem Tag um, sondern hat schon länger darüber nachgedacht, Sachen bezweifelt, andere Gedanken erwägt, abgewägt und schließlich erkannt, ja das ist richtig!
Eine Entscheidung trifft man selten an einem Tag, sondern es ist eine vorangegangene Kette von Erlebnissen und neuer Erkenntnis, die jemanden schließlich auf den Boden der Tatsache bringt: Ich bin falsch, ja verkehrt gelaufen.

Mein Motor lief linksrum, die Drehrichtung war falsch, die Motivationen waren verkehrt, es braucht eine grundsätzliche Richtungsänderung.

Eine Drehstromumpolung.
Grundsätzliches lief verkehrt.

So sieht Umkehr aus, es wird Grundsätzliches in Frage gestellt und neu, komplett anders aufgesetzt. Es wird neu gelebt.

Ansonsten ist es nur ein kosmetisches Polieren, sind es Nuancen, die nur den Teint der Maske leicht verändern aber nicht die Bezeichnung der „Abkehr vom Bisherigen“ verdienen.

Wie gesagt: Umkehr geschieht nicht an einem Tag – zuallermeist mindestens. Ausnahmen bestätigen die Regel:

Umkehr braucht voriges Nachdenken und Überdenken des altgedienten Lebensentwurfs. Wer erkennt, wie modrig die Motivationen der Selbstbestätigung , Selbstbeweihräucherung, Anerkennung sind und wie hoch der Preis ist, der dafür gezahlt wird, der Preis des Hamsterrads – der sehnt sich nach etwas grundlegend Neuem und Anderem.
Keinesfalls Meditation und Einnicken über dem sanft säuselnden Om. –

Stattdessen ein frischer kräftiger Wind, ein neuer fester Geist, Mannah, das vom Himmel fällt wie gebratene Tauben.
Wer will das nicht?

Noch einmal: Wer Grundlegendes in Frage stellt, wer es wagt, die einschläfernden Rhythmen der gesellschaftlichen Routine zu hinterfragen und sich selbst erkennt als mittellos, arm, hilflos, jahrelang eingeübt, verdorben, kaputt – der erkennt, da hilft nur ein kräftiges Reset,
– es reicht nicht – die Platte muss komplett neu aufgesetzt werden.

Er braucht einen anderen, gewissen Geist.

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2018

Gott ist nicht banal

Gott ist nicht banal. Du kannst ihn nicht erfassen mit einem einfachen Maßstab, womit du feststellst ob Einer sehr reich ist, opulent begabt, genial oder allmächtig. Mit welchem Meterstab willst du ihn abmessen? Willst du Gott mit Ultraschall ausmessen oder mittels Lasertechnik, ob du ihn irgendwo in einer verborgenen Ecke des Weltalls findest?

Selbstsicher haben sie sich zurückgelehnt und gesagt: Es gibt ihn gar nicht.

Du kannst Gott nicht durch chemische Reaktionen nachweisen, untersuchen oder ausschließen. Auch die physischen Experimente bringen dich zwar zum Teilchenbeschleuniger aber nicht zur Bemessung der Größe, der Allmacht, der Existenz eines Gottes.
Des Gottes.

Er diskutiert nicht mit dir. Und doch lässt er sich manchmal darauf ein.

Als Jesus Christus von Pilatus befragt wurde, ob er ein König sei – bejahte dieser die Frage des Ahnenden.

Menschen erahnen Gott, sie wissen von Gott im Inneren, in ihrem Gewissen ist etwas vom Knowhow.

Wenn jemand satt ist, Job, Familie, Ansehen, Auslastung rund um die Uhr hat, noch mehr Ansehen, Gesundheit, Wohlstand, Kinder, eigene vier Wände, Autos, Uhren, Urlaube – verstehst du, was ich sagen will? – wenn jemand all dieses Zeug mit sich herumschleppt, dann denkt er, es gibt nichts Besseres, nichts Schöneres, er hat sozusagen das menschliche Limit erreicht. Er schwimmt wie das Auge auf der Brühe oben. Er ist topp gesetzt, er ist oben und denkt, er ist fast wie ein Gott.

Aber er ist, oder es ist – entschuldige bitte meine direkte Aussage – lächerlich.

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2018

doch wollte sie nicht den Kurs weitergehen, den das Management für sie vorgesehen hatte…..

Sarah Kreuz schaffte es 2009 bei DSDS auf den 2. Platz. Doch irgendwie wollte sie nicht den Kurs weitergehen, den das Management für sie vorgesehen hatte….

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2018

suche ihn

Suche ihn

Du fragst dich, wozu du auf dieser Welt bist. Was ist deine Mission? Wozu bist du da?
Gibt es etwas, das deine Aufgabe ist, dein job, dein fulfillment, wenn du es nicht machst, bleibt es einfach liegen!?
Es findet einfach nicht statt?
Hat dir jemand eine besondere Aufgabe übertragen, von der du vielleicht noch nichts weißt, aber deren Existenz du erahnst? Du weißt, dass da im Hintergrund eine schwere Aufgabe lauert!?
Vielleicht geht sie dir auch ganz leicht von der Hand, wenn alles vorbereitet ist, ist es nur noch die Durchführung der gedanklich bereits durchgespielten Gänge, Szenen, Kämpfe, Siege, am Ende stehst du als Sieger da.

Was ist dein job? Wozu bist du – gerade – auf dieser Welt.
Hätte es eine andere Welt sein können? Wer bist du?
Ein Mensch?
Hast du Gefühle?
Hunger?
Angst?
Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird immer wieder verworfen und genauso fühlst du dich dann. Wer hat dich hierher gebracht, hier hinein gestellt und dir den Auftrag gegeben: Suche mich?!
Suche mich! 

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2018

An welchen Gott glaubst du? Liebst du ihn?

Erschrocken hörten sie Jesus reden, er lehrte anders als die etablierten Gewandträger, die sich und die millimetergenaue Auslegung der alten Schriften wichtig nahmen, wenn es andere betraf. Jesus lehrte wie jemand, der wusste, wovon er sprach ohne besondere Rücksicht auf Befindlichkeiten angesehener Würdenträger zu nehmen. Wehe euch Heuchler, Schriftgelehrte, ihr säubert das Äußere des Bechers, aber innerlich seid ihrer voller Schmutz und Unrat.
Was wird Gott den bösen Weinbauern antun, die sich nicht gescheut haben, seinen Sohn zu töten, ich sage euch, er wird diese Übeltäter umbringen und er wird ihnen den Weinberg wegnehmen und einem anderen geben.

Zuletzt kam der Arbeiter, der sein Guthaben in der Erde vergraben hatte. „Herr, hier hast du dein Geld zurück, ich fürchtete mich, weil du ein harter Mann bist. Du erntest wo du nicht gesät hast“. Der Herr entgegnete. „Du wusstest, dass ich ein harter Mann bin und ernte wo ich nicht gesät habe? Wieso hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht, dann hätte ich es wenigstens mit Zinsen zurückbekommen? Du böser Arbeiter.“ Er gab das Geld dem erfolgreichen Arbeiter: Wer hat, dem wird gegeben werden; jedoch von dem, der nicht hat, wird auch das weggenommen werden, was er hat. 

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2018

Wo ist Gott?

Wo ist Gott, wenn ein Schulbus mit 20 Kindern von der Straße abkommt und die Schlucht hinunterfährt?
Wo ist Gott, wenn Assad oder False Flag-Islamisten Giftgas in Syrien einsetzen um ein schnelles Ende herbeizuführen?
Wo ist Gott, wenn Assads Militär Fassbomben auf seine (ehemalige) Bevölkerung werfen lässt?
Wo ist Gott, wenn sich sogenannte Rebellen in Syrien in Krankenhäusern verschanzen und Scharfschützen Menschen abschießen?

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2018

Du bist bei mir

Du bist bei mir

Wie viele Bauklötzchen kann man aus dem Turm herausziehen, ohne dass er umkippt? Wie stark kann man ihn aushöhlen, wann fängt er an zu kippen? Wann ist seine Grenze erreicht, seine Statik bedenklich, nimm ihm noch das eine Klötzchen weg, dann kollabiert er wie ein sinkhole, es beginnt ein bodenloses Rutschen.

War er nicht eigentlich stabil gewesen? Seine Ehe war vorbildlich, die Kinder auch. Er war kein Papa, der keine Zeit hatte, sondern ein aktiv zugewandter Vater, der sich für seine Familie am Wochenende explizit Zeit nahm. Sie machten zusammen wunderbare Ausflüge als Familie, er und sie gingen Arm in Arm und wirkten so glücklich.

Jemand in der Familie starb, es war die eigene Schwester, mit der er als Kind so viel zusammen unternommen hatte, sie waren wie Pech und Schwefel gewesen, wie eine kleine verschworene Gemeinschaft. Der Krebs hatte sich von der Brust bis zur Lunge durchgefressen und verrichtete seine lautlose Zerstörung bis sie nicht mehr lautlos war.

Er betete sehr wohl zu Gott um Heilung.

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2018

sie bewegten sich nicht oder kaum

sie bewegten nicht oder kaum – 1.+2. Absatz Allegorie

Synoden und Gemeindeverbände im Arbeitskreis christlicher Gemeinden und Kirchen (ACGK) hatten in einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung beschlossen, dass nur noch derjenige sein Amt als Pastor, Pfarrer oder Priester ausüben darf, der auf mindestens zehn Menschen verweisen kann, die durch ihn Christ geworden und bis zum Berufseintritt geblieben sind.

Dieser Bescheid wurde sehr kontrovers diskutiert, wurde er doch ohne Rücksprache mit der Basis quasi von oben herab entschieden. Langjährige Pastoren und Gemeindeleiter wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Viele erwägten nun den Austritt aus dem Gemeinschaftsverband, der sie mit seiner Forderung restlos überrumpelte. Nicht mehr der Nachweis einer theologischen Fakultät, nicht profunde Griechisch – oder Althebräisch-Kenntnisse sollten zum Amt befähigen, sondern zählbare vorzeigbare Frucht zum Anfassen. Nimm den Neubekehrten in den Arm! Kopfschütteln….

Man schaute zu Ihnen hoch, sie waren bekannt, eine verlässliche Größe – wenn es drauf ankommt, kann man auf sie zählen, dann sind sie da. Wenn man schon einige Erfahrungen hinter sich hat, ist man logischerweise nicht mehr der Jüngste, nicht mehr so elanvoll, man rennt nicht mehr nach jedem beinahe aussichtslosen Ball – man lässt es etwas ruhiger angehen. Körpersprache, die Körpersprache. 

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2018

Ist Gott zornig?

Die Predigt, wie Gott „tickt“ fand ich gut, bis dann am Schluss der überraschende Satz kam „Gott ist nicht zornig“. (Ja, er ist nicht zornig auf seine Kinder wegen Jesus).
Ich mache mir seit Sonntag darüber immer wieder Gedanken…..

Jesus spricht vom Zorn Gottes! (Gottes Zorn IST heilig). Das neue Testament spricht sehr oft davon. Im alten Testament steht geschrieben, dass es lange braucht, bis Gott zornig wird.