Wen würdest du beauftragen?

Du willst einen 30 Meter hohen Sendeturm bauen, allerdings sind rundherum Gebäude. Die Standsicherheit des Turms muss gewährleistet sein. Wen würdest du beauftragen, die Arbeiten durchzuführen? Würdest du den Mann fragen, der Hecken, Rasen und – immerhin – Bäume schneidet?
Würdest du den polnischen Maurer fragen, der schon viele Mauern in kurzer Zeit hochgemauert hat und sie stehen alle noch? Oder den Brunnenbauer, der dieselbe Strecke in die Tiefe tagtäglich bearbeitet. Er kennt sich darin aus und jetzt ist es ja quasi dasselbe umgekehrt?

Würdest du einen Arzt konsultieren – immerhin ein 1-er-Abi-Mensch – wie man einen 30-Meter Turm windstabil, erdbebensicher hinstellt? Das örtliche Bauunternehmen? Oder würdest du einen Spezialisten suchen, der stets und ständig solche Türme auch höher aufbaut, der die nötigen Zugfestigkeiten des Stahls kennt und kennen muss, der weiß, wie der Beton des Fundaments mit dem Stahl des Turmaufbaus verbunden werden muss, ein Kenner der Statik und Baudynamik.
Würdest du jemandem vertrauen, der beruflich weltweit solche Türme aufbaut und du könntest ihm bei seiner Arbeit zusehen, schaust einfach seinen letzten Turm an, den er aufgebaut hat, er steht unweit und er steht sicher. Es ist eine Profiarbeit, eine komplett professionell – vorsichtig, umsichtig, vorausschauend, akkurat geplante – durchgeführte Arbeit. Top job.

Wem würdest du diesen Auftrag geben?

Würdest du den Job dem Metzger geben oder dem Turmbauspezialisten? Was würdest du tun?

Wer soll dir helfen, wen hättest du gerne?
Jemand, der sich auskennt oder einen, der herzu läuft und sagt, er könnte das eventuell machen, er hat auch schon Krane aufgebaut, Dächer gedeckt, – immerhin – Schornsteine aufgebaut, Zierrasen gelegt, Einfahrten gepflastert oder geschottert.

Würdest du einen Maler beauftragen deinen Turm zu bauen?

Aber du hast ein anderes Problem , die Aufgabe ist benannt, dir hilft nicht irgendjemand, nicht irgend ein Dahergelaufener, der sagt, dass er es ist, dass er was kann….Du brauchst keine Selbstfalscheinschätzer, Irrende, Seiltänzer, Möchtegerne.
Du suchst und brauchst absolute Kompetenz!

Dir nützt nichts die Empfehlung – Schwarzarbeiter Rudi aus der Scheinstraße zusammen mit seinem Sohn und seiner Frau. Selbst vierzig Mann auf einmal aus dem Team Wir-machen-alles sind für dich keine Hilfe. Denn das Problem ist nicht fehlende man-power.

Wenn du nur genug machst, ist dir geholfen. Wenn du dich bemühst und rotierst wie ein Kreisel – aber so wird kein standfester Turm da hingestellt.

Würdest du den Bäcker fragen oder die Mangelstube? Den Notar oder vielleicht den Versicherungsmenschen? Wen würdest du fragen?

Wenns drauf ankommt, an wen wendest du dich? Wer ist für dich zuständig?

Kompetenz?

Glaubst du an absolute Kompetenz, dass derjenige, der dich geschaffen hat, Bescheid weiß? Dass er dich und Menschen wie dich bis ins Allerinnerste durch und durch erkennt, ja kennt? Kann er dir helfen?

Von wem lässt du dir helfen?
Gehst du zum Seelenklempner oder zum Psychodoktorpillenverschreiber, bitteschön, ich bin kein Medizin-Abrater – noch einmal:
Wohin gehst du?

Seine Rezepte sind Heilung: Vergib und dir wird vergeben werden! Entlass´ andere endlich aus ihrer Schuld! Vergib – und nur dann wird dir vergeben werden.

Aufatmen.

Wo willst du hin? Zu welchem Spezialisten rennst du? Wer ist dein Arzt und Helfer? Auf wessen Worte hörst du? Hörst du?

Die Weisheit ruft laut auf der Straße und lässt ihre Stimme hören auf den Plätzen. (Bibel, Sprüche 1:20, Luther 2017)

Höret, so werdet ihr leben. (Bibel, Jesaja 55,3 Luther 2017)

Iraner

„Können Sie mir sagen, wo es eine christliche Gemeinde gibt? Eine Kirche?“ Mit diesen Worten wurden wir begrüßt. „Ja, da ist eine Gemeinde hier im Ort, die übersetzen die Predigt auf Kopfhörer in ihrer Sprache und nachmittags ist da sogar eine iranische Gemeinde, die sich hier trifft.“
Sie strahlen mich an, als hätte ich ihnen 20 Tage schönes Wetter und einen vorderen Platz bei einem Staatsempfang versprochen. Die Freundlichkeit ist überwältigend und anrührend. Wir geben Ihnen ein „Incil“ (neues Testament) in Farsi, manche küssen die Schrift oder halten sie kurz an ihr Herz, die Iraner reagieren sehr freundlich.
Nicht alle, aber sehr viele, auffällig viele.
Seit 2015 kommen Hunderttausende ins Land, Syrer, Afghanen, Iraker, Somalis, Nigerianer, Eritreer, Albaner, Mazedonier, Tschetschenen, Algerier, Marokkaner, Sudanesen, Türken UND Iraner. Iraner finden zu Jesus Christus.
„Ich bin Muslim“ ist der typische Standardsatz, den wir auf der Flüchtlingsstraße regelmäßig hören, wenn wir ein Lukas- oder Johannes-Evangelium anbieten in der jeweiligen Landessprache. Wir treffen Menschen an, die gerade mal 2-3 Tage im Land sind, manche auch bereits Wochen und Monate. „I am muslim.“ „Das Incil ist auch für Muslims“ erklären wir freundlich und sieben von zehn Muslims nehmen das heilige Buch gerne an, manche auch mit einer gewissen Unsicherheit….

Wer ist der fremde Mann, der mir hier mitten auf der Straße eine Jesus-Schrift anbietet, was will er von mir. Wer sind diese Leute. „Von welcher Kirche seid ihr?“ „Werdet ihr dafür bezahlt?“ „Könnt ihr mir helfen, ich brauche Hilfe in meinem Asylverfahren. Ich habe morgen mein Interview, ich hoffe, dass es gut laufen wird.“

Deutschland ist das Land der Hoffnung geworden für viele aus allen Ländern weltweit. Die Tore stehen offen, die Wege sind bekannt, für alles gibt es einen Anwalt oder eine Beratung oder jemand, der dir einen Tipp gibt, wie es weitergehen kann. Die Verfahren ziehen sich zwar ins Endlose, aber inzwischen bekommst du etwas zu Essen und ein Taschengeld oder vielleicht auch mehr. Schon nach wenigen Monaten verbessert sich die Versorgung für viele, so dass sogar die Gefahr entsteht, Neuankömmlinge daran zu gewöhnen, dass man hier auch ohne Arbeit ganz gut leben kann. Diese Entwicklung läuft auch schon lange bei deutschen Leuten falsch.

Nach den Greueltaten des islamischen Staates hatte ich eigentlich gehofft, dass Muslime, die nach Deutschland kommen, die Schnauze gestrichen voll haben von ihren Imamen, den bärtigen Seelentreibern, die mit dem Koran in der Hand den Tod über jedermann bringen, der ihnen nicht Ergebenheit heuchelt. „I am muslim“ ist jedoch immer noch der Standardsatz. Auf meine Nachfrage nach den muslimischen Übeltätern in Syrien oder anderswo erklären mir die Muslims „das sei die Politik“. Sie verorten das „jeder gegen jeden“ in Syrien als politisches Machtspiel und nicht als den ganz gewöhnlichen Auswuchs ihrer Koranschule.

Jedoch es ist, als ob Gott eine Tür aufgemacht hätte. Und ich rede nicht von offenen Grenzen oder Schiffspassagen, 8000-Euro teuren Einreiserouten über die Türkei, Serbien, Algerien, manchmal mit dem Flugzeug, manche zu Fuß, manche mit dem Bus. Ich rede nicht von den Türen des Erstaufnahmezentrums oder einer Kirche, sondern von einer Tür, die Gott geöffnet hat: Sag mir was du willst, ich hab es monatelang, über ein Jahr beobachtet, nachgefragt, abgewägt, auch die Nachrichten gelesen, dass manche Iraner sich nur deswegen taufen lassen, weil sie sich eine bessere Position im Asylverfahren versprechen – das alles gibt es – es ist eine Sehnsucht bei vielen Iranern nach dem Christentum, nach Informationen (sic!) über den christlichen Glauben, sie wollen eine christliche Kirche besuchen. „Wo gibt es hier eine christliche Kirche?“ Sie nehmen ein neues Testament in ihrer Sprache an, als hätten sie einen 50- Euro-Schein bekommen (Zitat T.H.). Wie gesagt, nicht alle Iraner, aber auffällig viele Iraner zeigen ein starkes oder sehr starkes Interesse an Jesus Christus und seiner Lehre und seiner Kirche und seinen Worten.

Herr Müller käme über die Straße – dein Nachbar: „Ich habe Sie lange nicht gesehen, bei dem Wetter ist man eben mehr drinnen, es ist kalt – sagen Sie mir, wo ist hier eine christliche Kirche, ein Gottesdienst?“ – Undenkbar. Gott kann es tun, aber es ist bei deutschen Menschen derzeit „nicht drin“.

Iranische Frauen, iranische Männer, die den Iran verlassen haben, wollen vielfach auch vom Koran nichts, nichts, nichts mehr wissen. Gar nichts. Sie sehnen sich regelrecht nach den Worten Jesu. Das ist beinahe unglaublich.

Ich war und bin manchmal noch skeptisch. Aber ich nehme es hin. Ich bin nicht gegen eine Bewegung Gottes. Wir kennen es nicht. Es mutet uns schier unglaublich an, dass dich jemand am Arm anfasst und fragt, – „gibt es hier eine Kirche“?

Kein McDonalds. Keine Spielothek, keine Wurstbude, nein, eine Kirche.

Kurz nach dem Krieg müssen die Kirchen im Land hier voll gewesen sein. War es so? Es gab mal einen Wilhelm Busch und einen Gerhard Bergmann, die die Worte Gottes lautstark in Hallen und Zelten verkündigten und die Bude war brechend voll. Es flossen Tränen, ja es gab Entscheidungen, Gnade.

Kurze Zeit später ist das Feld leer, Sand weht über die Düne, die Düne wandert, ein Schlangenloch, eine Kaktee, war da mal was? Wind bläst, verweht Sand wie er will. Wo ER will. Gott will.

Iraner – sollten iranische Familien, Männer oder Frauen in deiner Nachbarschaft neu zugezogen sein, riskiere doch mal, Ihnen ein Incil-Teil in „farsi“ anzubieten – mail mich an (rolf.oetinger at googlemail.com), ich schick dir ein paar Stück zu. Es ist so etwas wie der Zeitpunkt Gottes, den Theologen „kairos“ nennen, der Zeitpunkt, wenn
Gott auf seine Uhr schaut und sagt „jetzt“!
Es hat etwas, was einen wie mich zum Staunen bringt, ich fasse es irgendwie nicht, freu´ mich und hoffe auf Nachhaltigkeit. Es gibt so viele Gründe und Argumente, warum etwas so abläuft und nicht anders, dass die Iraner ihre Religions- und Sittenwächter so satt haben. Aber erklären kann ich es nicht anders als so:
Gott sei die Ehre, dass Menschen diese geöffnete Tür wahrnehmen und zum Leben hinein marschieren. Sie gehen seitlich vorbei an vielen Deutschen. Es ist so.

UNO gerecht glauben

Ihr Ziel ist die Rettung der Welt. Die Welt wird zerstört durch Sünder, insbesondere Schwerindustrie und produzierendes Gewerbe. Sie sind die Hauptvernichter unseres Planeten wie wir ihn kennen und lieben. Wir wollen doch unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen?
Für diverse Sünden gibt es einen schwunghaften Ablasshandel, man kann sich mit viel Geld von der tonnenschweren Last der unguten Emissionen freikaufen. Dann produziert man CO2-neutral und kann sich ein Öko-Label an den Bauchnabel hängen.

So wird man sündenfrei: Keinerlei Abgase durch den Schlot ins Freie, kein Lagerfeuer, kein 6-Zylinder Diesel, keine ungedämmten Beton- oder Ziegelsteinbauten, sondern Nullenergiehäuser. Ungespritzte Früchte im Garten. Fair gehandelte Bananen und kein Flug mit easyjet nach Gomera oder auf die Seychellen.  „UNO gerecht glauben“ weiterlesen

Sehen und gesehen werden

Darum geht es eigentlich. Sehen und gesehen werden. Tue Gutes und rede darüber. Haben sie bemerkt, dass du da bist, haben sie sich nach dir umgedreht und geraunt? Sprechen sie gut über dich? Hast du Chancen? Bist du on top?

Sehen und gesehen werden.

Christen glauben an einen unsichtbaren Gott, dessen Sohn Jesus nach ca 30 Jahren die Erde direkt wieder verließ: „Was schaut ihr nach oben? So wie der Sohn des Menschen in den Himmel aufgefahren ist, so wird er wiederkommen“.

Christen sehen Dinge, die sie nur glauben. Manchmal nur hoffen. Sie sehen nichts – und glauben dennoch weiter, sie folgen dem Unsichtbaren als würden sie ihn sehen.
Jesus bezeichnete sie als „selig“.

Wer an Jesus glaubt, den er nicht anfassen kann, dessen Aussehen er nicht beschreiben kann, verursacht bei vielen fassungsloses Schulterzucken.
Wie kann man an jemanden glauben, von dem man nur das weiß, was die Bibel sagt?

Man kann ihn doch nicht sehen!??! „Sehen und gesehen werden“ weiterlesen

Mechaniker, Pfarrer und Masseure

Ich kenne einen Fliesenlegermeister, der legt wirklich Fliesen. Nebenbei gesagt – ganz unter uns – ich weiß auch einen Maler, der wirklich tapeziert und Wände und Decken streicht.

Beim Bäcker wird’s etwas schwieriger, aber ich kenne einen Bäcker, der wirklich Brot backt: Er macht Teig, Sauerteig, rührt, knetet, lässt aufgehen und backt.

Was würden Sie sagen, wenn Ihnen der Elektriker erklärt, dass er keine Steckdosen anschließen kann? Vielleicht hat er es nie gelernt? Kopfschüttel.

Ein Automechaniker lernt heute nicht mehr unbedingt zu schweißen, oft sind Mechaniker nur noch Teiletauscher, keine Instandsetzer mehr. Also – ich kenne einen Mechaniker, der kann wirklich schweißen und auch sonst alle Blecharbeiten machen.

Für große Überraschung sorgt derzeit bei mir hier am Ort die Übergangsbesetzung einer freien Stelle. Wir haben jetzt an der evangelischen Kirche in meinem Dorf einen gläubigen Pfarrer. Er sagt, er kennt auch andere gläubige Pfarrer.

Erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass der Elektriker die Steckdose montieren und die Sicherungen durchmessen kann. „Mechaniker, Pfarrer und Masseure“ weiterlesen

Kreißsaal oder Friedhof?

Wenn du die Wahl hättest, wie deine Kirchengemeinde, in die du gehst, aussieht – wie würdest du dich entscheiden? Gediegen, ruhig, gelassen, cool, manchmal ein bisschen zu ruhig, viele alte Leute, es tut mir leid zu sagen: Friedhof.
Ist das die Gemeinde, die du dir wünschst?
Kämst du klar mit der anderen Variante, vielleicht das glatte Gegenteil: Laut, lärmig, wuselig, immer wieder neue Leute, die man vorher noch nicht kannte, Geschrei, Gebrüll, schnelles Hin- und Herhasten, um nach dem Rechten zu sehen, ein bisschen Stress überall – aber viel Freude, so viel Freude, weil Neugeborene da sind: es ist ein Kreißsaal.

Mann, wo bin ich da hingekommen? Hier werden Kinder geboren, direkt ins Leben gesetzt. Das Geschrei ist nur Beiwerk, hier entsteht neues Leben!

Nun wirst du sagen, das Leben ist ja bereits vorher entstanden, es wird hier geboren! Ins Leben gesetzt! Das Kind durchbricht den Geburtskanal. Große Freude!

Könntest du dir vorstellen, dass solch eine Station deine Kirche ist? Hier, wo täglich neues Leben entsteht…

Wonneproppen werden geboren, man freut sich einfach an ihnen, alles ist gut, das Gewicht stimmt, die Funktionen sind voll da, alles passt, alles funktioniert, klasse! „Kreißsaal oder Friedhof?“ weiterlesen

Eingeschüchtert

Du hättest dich lieber nicht so deutlich äußern sollen, das kam bei einigen nicht so gut an. Hast du gemerkt, wie sie nach unten geblickt haben?
Eigentlich hatte man sich auf einen Sprachmodus geeinigt. Über gewisse Dinge reden wir nicht, somit ist allen gedient, der Familienfrieden bleibt erhalten, das Firmenklima bleibt gelassen, die Bilanzen sind gut, darauf ein hoch!

Gemeinsam sind wir stark und wir alle zusammen geben die Richtung an, in die der Abgrund gehen soll. „Entschuldigung, Sie stehen im Weg. Könnten Sie bitte etwas zur Seite treten, ich habe es eilig. Hinter mir sind noch viele Leute, die hier durch wollen, bitte stehen sie ab mit ihrer Einzelmeinung, lassen Sie uns durch, wir haben es eilig.“

Bilanzen unter den Arm geklemmt. Der Blick des Erfolgreichen. Entschlossenheit im Gesicht, die Lippen zusammengeklemmt, die Hutkrempe tropft – der Mantelkragen ist hochgeschlagen, die Zähne blitzen vor Zahngold. Die Uhr tickt.

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir eine ehrenwerte Gesellschaft sind, die eigentlich das Gute will, die Rettung des Planeten –kleiner geht’s nicht – die Ausrottung der Unarten unserer unerwünschten Nebenwirkungen. Der gesellschaftliche Konsens ist: Wenn wir uns gemeinsam anstrengen, können und werden wir es schaffen! Die Ziele sind streng und vorgegeben aber unbedingt und um absolut jeden Preis einzuhalten – sonst bist du ein widerlicher Pessimist, ein Sünder, ein Alchemist, ein Widerling, ein Affront, ein Einzelkämpfer.

Auszumerzen von der feinen Gesellschaft, die die Zähne zusammenbeißt. „Eingeschüchtert“ weiterlesen

Man kehrt nicht an einem Tag um

Man kehrt nicht an einem Tag um, sondern hat schon länger darüber nachgedacht, Sachen bezweifelt, andere Gedanken erwägt, abgewägt und schließlich erkannt, ja das ist richtig!
Eine Entscheidung trifft man selten an einem Tag, sondern es ist eine vorangegangene Kette von Erlebnissen und neuer Erkenntnis, die jemanden schließlich auf den Boden der Tatsache bringt: Ich bin falsch, ja verkehrt gelaufen.

Mein Motor lief linksrum, die Drehrichtung war falsch, die Motivationen waren verkehrt, es braucht eine grundsätzliche Richtungsänderung.

Eine Drehstromumpolung.
Grundsätzliches lief verkehrt.

So sieht Umkehr aus, es wird Grundsätzliches in Frage gestellt und neu, komplett anders aufgesetzt. Es wird neu gelebt.

Ansonsten ist es nur ein kosmetisches Polieren, sind es Nuancen, die nur den Teint der Maske leicht verändern aber nicht die Bezeichnung der „Abkehr vom Bisherigen“ verdienen.

Wie gesagt: Umkehr geschieht nicht an einem Tag – zuallermeist mindestens. Ausnahmen bestätigen die Regel:

Umkehr braucht voriges Nachdenken und Überdenken des altgedienten Lebensentwurfs. Wer erkennt, wie modrig die Motivationen der Selbstbestätigung , Selbstbeweihräucherung, Anerkennung sind und wie hoch der Preis ist, der dafür gezahlt wird, der Preis des Hamsterrads – der sehnt sich nach etwas grundlegend Neuem und Anderem.
Keinesfalls Meditation und Einnicken über dem sanft säuselnden Om. –

Stattdessen ein frischer kräftiger Wind, ein neuer fester Geist, Mannah, das vom Himmel fällt wie gebratene Tauben.
Wer will das nicht?

Noch einmal: Wer Grundlegendes in Frage stellt, wer es wagt, die einschläfernden Rhythmen der gesellschaftlichen Routine zu hinterfragen und sich selbst erkennt als mittellos, arm, hilflos, jahrelang eingeübt, verdorben, kaputt – der erkennt, da hilft nur ein kräftiges Reset,
– es reicht nicht – die Platte muss komplett neu aufgesetzt werden.

Er braucht einen anderen, gewissen Geist. „Man kehrt nicht an einem Tag um“ weiterlesen

Gott ist nicht banal

Gott ist nicht banal. Du kannst ihn nicht erfassen mit einem einfachen Maßstab, womit du feststellst ob Einer sehr reich ist, opulent begabt, genial oder allmächtig. Mit welchem Meterstab willst du ihn abmessen? Willst du Gott mit Ultraschall ausmessen oder mittels Lasertechnik, ob du ihn irgendwo in einer verborgenen Ecke des Weltalls findest?

Selbstsicher haben sie sich zurückgelehnt und gesagt: Es gibt ihn gar nicht.

Du kannst Gott nicht durch chemische Reaktionen nachweisen, untersuchen oder ausschließen. Auch die physischen Experimente bringen dich zwar zum Teilchenbeschleuniger aber nicht zur Bemessung der Größe, der Allmacht, der Existenz eines Gottes.
Des Gottes.

Er diskutiert nicht mit dir. Und doch lässt er sich manchmal darauf ein.

Als Jesus Christus von Pilatus befragt wurde, ob er ein König sei – bejahte dieser die Frage des Ahnenden.

Menschen erahnen Gott, sie wissen von Gott im Inneren, in ihrem Gewissen ist etwas vom Knowhow.

Wenn jemand satt ist, Job, Familie, Ansehen, Auslastung rund um die Uhr hat, noch mehr Ansehen, Gesundheit, Wohlstand, Kinder, eigene vier Wände, Autos, Uhren, Urlaube – verstehst du, was ich sagen will? – wenn jemand all dieses Zeug mit sich herumschleppt, dann denkt er, es gibt nichts Besseres, nichts Schöneres, er hat sozusagen das menschliche Limit erreicht. Er schwimmt wie das Auge auf der Brühe oben. Er ist topp gesetzt, er ist oben und denkt, er ist fast wie ein Gott.

Aber er ist, oder es ist – entschuldige bitte meine direkte Aussage – lächerlich. „Gott ist nicht banal“ weiterlesen

suche ihn

Suche ihn

Du fragst dich, wozu du auf dieser Welt bist. Was ist deine Mission? Wozu bist du da?
Gibt es etwas, das deine Aufgabe ist, dein job, dein fulfillment, wenn du es nicht machst, bleibt es einfach liegen!?
Es findet einfach nicht statt?
Hat dir jemand eine besondere Aufgabe übertragen, von der du vielleicht noch nichts weißt, aber deren Existenz du erahnst? Du weißt, dass da im Hintergrund eine schwere Aufgabe lauert!?
Vielleicht geht sie dir auch ganz leicht von der Hand, wenn alles vorbereitet ist, ist es nur noch die Durchführung der gedanklich bereits durchgespielten Gänge, Szenen, Kämpfe, Siege, am Ende stehst du als Sieger da.

Was ist dein job? Wozu bist du – gerade – auf dieser Welt.
Hätte es eine andere Welt sein können? Wer bist du?
Ein Mensch?
Hast du Gefühle?
Hunger?
Angst?
Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird immer wieder verworfen und genauso fühlst du dich dann. Wer hat dich hierher gebracht, hier hinein gestellt und dir den Auftrag gegeben: Suche mich?!
Suche mich!  „suche ihn“ weiterlesen

An welchen Gott glaubst du? Liebst du ihn?

Erschrocken hörten sie Jesus reden, er lehrte anders als die etablierten Gewandträger, die sich und die millimetergenaue Auslegung der alten Schriften wichtig nahmen, wenn es andere betraf. Jesus lehrte wie jemand, der wusste, wovon er sprach ohne besondere Rücksicht auf Befindlichkeiten angesehener Würdenträger zu nehmen. Wehe euch Heuchler, Schriftgelehrte, ihr säubert das Äußere des Bechers, aber innerlich seid ihrer voller Schmutz und Unrat.
Was wird Gott den bösen Weinbauern antun, die sich nicht gescheut haben, seinen Sohn zu töten, ich sage euch, er wird diese Übeltäter umbringen und er wird ihnen den Weinberg wegnehmen und einem anderen geben.

Zuletzt kam der Arbeiter, der sein Guthaben in der Erde vergraben hatte. „Herr, hier hast du dein Geld zurück, ich fürchtete mich, weil du ein harter Mann bist. Du erntest wo du nicht gesät hast“. Der Herr entgegnete. „Du wusstest, dass ich ein harter Mann bin und ernte wo ich nicht gesät habe? Wieso hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht, dann hätte ich es wenigstens mit Zinsen zurückbekommen? Du böser Arbeiter.“ Er gab das Geld dem erfolgreichen Arbeiter: Wer hat, dem wird gegeben werden; jedoch von dem, der nicht hat, wird auch das weggenommen werden, was er hat.  „An welchen Gott glaubst du? Liebst du ihn?“ weiterlesen

Wo ist Gott?

Wo ist Gott, wenn ein Schulbus mit 20 Kindern von der Straße abkommt und die Schlucht hinunterfährt?
Wo ist Gott, wenn Assad oder False Flag-Islamisten Giftgas in Syrien einsetzen um ein schnelles Ende herbeizuführen?
Wo ist Gott, wenn Assads Militär Fassbomben auf seine (ehemalige) Bevölkerung werfen lässt?
Wo ist Gott, wenn sich sogenannte Rebellen in Syrien in Krankenhäusern verschanzen und Scharfschützen Menschen abschießen? „Wo ist Gott?“ weiterlesen

Du bist bei mir

Du bist bei mir

Wie viele Bauklötzchen kann man aus dem Turm herausziehen, ohne dass er umkippt? Wie stark kann man ihn aushöhlen, wann fängt er an zu kippen? Wann ist seine Grenze erreicht, seine Statik bedenklich, nimm ihm noch das eine Klötzchen weg, dann kollabiert er wie ein sinkhole, es beginnt ein bodenloses Rutschen.

War er nicht eigentlich stabil gewesen? Seine Ehe war vorbildlich, die Kinder auch. Er war kein Papa, der keine Zeit hatte, sondern ein aktiv zugewandter Vater, der sich für seine Familie am Wochenende explizit Zeit nahm. Sie machten zusammen wunderbare Ausflüge als Familie, er und sie gingen Arm in Arm und wirkten so glücklich.

Jemand in der Familie starb, es war die eigene Schwester, mit der er als Kind so viel zusammen unternommen hatte, sie waren wie Pech und Schwefel gewesen, wie eine kleine verschworene Gemeinschaft. Der Krebs hatte sich von der Brust bis zur Lunge durchgefressen und verrichtete seine lautlose Zerstörung bis sie nicht mehr lautlos war.

Er betete sehr wohl zu Gott um Heilung.

„Du bist bei mir“ weiterlesen

sie bewegten sich nicht oder kaum

sie bewegten nicht oder kaum – 1.+2. Absatz Allegorie

Synoden und Gemeindeverbände im Arbeitskreis christlicher Gemeinden und Kirchen (ACGK) hatten in einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung beschlossen, dass nur noch derjenige sein Amt als Pastor, Pfarrer oder Priester ausüben darf, der auf mindestens zehn Menschen verweisen kann, die durch ihn Christ geworden und bis zum Berufseintritt geblieben sind.

Dieser Bescheid wurde sehr kontrovers diskutiert, wurde er doch ohne Rücksprache mit der Basis quasi von oben herab entschieden. Langjährige Pastoren und Gemeindeleiter wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Viele erwägten nun den Austritt aus dem Gemeinschaftsverband, der sie mit seiner Forderung restlos überrumpelte. Nicht mehr der Nachweis einer theologischen Fakultät, nicht profunde Griechisch – oder Althebräisch-Kenntnisse sollten zum Amt befähigen, sondern zählbare vorzeigbare Frucht zum Anfassen. Nimm den Neubekehrten in den Arm! Kopfschütteln….

Man schaute zu Ihnen hoch, sie waren bekannt, eine verlässliche Größe – wenn es drauf ankommt, kann man auf sie zählen, dann sind sie da. Wenn man schon einige Erfahrungen hinter sich hat, ist man logischerweise nicht mehr der Jüngste, nicht mehr so elanvoll, man rennt nicht mehr nach jedem beinahe aussichtslosen Ball – man lässt es etwas ruhiger angehen. Körpersprache, die Körpersprache.  „sie bewegten sich nicht oder kaum“ weiterlesen

Ist Gott zornig?

Die Predigt, wie Gott „tickt“ fand ich gut, bis dann am Schluss der überraschende Satz kam „Gott ist nicht zornig“. (Ja, er ist nicht zornig auf seine Kinder wegen Jesus).
Ich mache mir seit Sonntag darüber immer wieder Gedanken…..

Jesus spricht vom Zorn Gottes! (Gottes Zorn IST heilig). Das neue Testament spricht sehr oft davon. Im alten Testament steht geschrieben, dass es lange braucht, bis Gott zornig wird.  „Ist Gott zornig?“ weiterlesen

die Zeltstadt

Detlef Kauper auf der Zeltstadt 2017

Detlev Kauper Zeltstadt 2017

Einmal im Jahr ist eine Woche lang Zeltstadt in Thüringen (!). Christen hausen im Zelt, im Wohnwagen oder irgendwo dazwischen. Die Zeltstadt ist familiengeeignet und wettererprobt, sie ist irgendwas zwischen Urlaub und Abenteuer, christlichen Inputs, Seminaren oder auch nicht. Man trifft sich hier, wenn man einmal hier war – hat es einen gewissen positiven Suchtfaktor. Nicht jeder mag das Gewusel von vielen Leuten oder Camping schlechthin. Eigentlich bin ich kein Camper, aber hier mach ich bisher jedes 2. Jahr eine Ausnahme…Übrigens: Die sanitären Anlagen und Duschen sind gut.   http://www.die-zeltstadt.de

Disclaimer: Ich verdiene nichts durch diese Empfehlung.

Die besondere Schwere der Schuld

Der Delinquent wird verurteilt. Der Täter hat sich dem ahnungslosen Opfer von hinten genähert und ihn rücksichtslos mit einem Beil erschlagen, danach hat er in Ruhe die Wohnung des Ermordeten durchsucht und nahm Goldschmuck, Bargeld und ein Mobiltelefon an sich. Schmuck und Mobiltelefon verkaufte er am Folgetag an einen Bekannten. Das Urteil lautet lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung, die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt, der Täter hat sich als uneinsichtig erwiesen.
Der Straftäter wird abgeführt und muss seine Haftstrafe antreten.

In jedem 4. Land weltweit ist die Höchststrafe der Tod, der ja auch noch in der hessischen Verfassung als äußerstes Strafmittel einer Gesellschaft gegen ihre Übertreter vorgesehen ist.
Übertreter, Delinquenten, Massenmörder, Raubtiere, Vergewaltiger Totschläger, bist du in dieser Liste mit dabei? Hasser, Raubmörder, Tierquäler, Menschenhändler, Habgierige, Erpresser, Gotteslästerer, Trunksüchtige, erkennst du dich wieder? „Die besondere Schwere der Schuld“ weiterlesen

Diese Frau macht mich fassungslos

Die Frau sprengt mal wieder den Rahmen. Sie macht alles anders. Sie macht etwas, womit keiner wirklich rechnet und es lässt alle fassungslos zurück außer einem, der es annehmen und einordnen kann. Sie ist sehr emotional und gibt ihren Gefühlen starken Ausdruck. Nicht mit Liedern oder einem Tanz, kein Kunstwerk sondern diesmal nimmt sie einfach ihre teuerste Flasche Importparfum Marke Edel, Wert über 10.000 Euro – Geld spielt nicht die Rolle – öffnet sie und verschüttet sie über den Kopf. Sofort überall der anheimelnde Geruch. Jesus versteht sofort, was sie macht. Sie schüttet die Flasche über ihm aus.
Was soll das? So eine Verschwendung, das ist nicht sinnvoll verwendet. Man hätte mit dem Geld armen Leuten helfen können. Du hast es verschwendet. Es ist nicht in unserem Sinne.

Jesus unterbricht, „lasst sie!“, er fährt mir in die Parade. „Diese Frau macht mich fassungslos“ weiterlesen

Wenn wir uns selbst richten, werden wir nicht gerichtet.

Wenn du merkst, dass du Scheiße gebaut hast und umkehrst wirst du nicht gerichtet. Wenn du merkst, dass deine Gedanken dabei sind, einer anderen Frau zu folgen, sie schön und nett zu finden und dein Herz sich an sie hängt und du in Gedanken umziehst, ausziehst, deine Frau verlässt – und du bemerkst, dass du der Irrende bist, dass du der Schlafwandelnde bist und kehrst um, du korrigierst diese Gedanken, korrigierst dein Verhalten, du wirst weiterleben. Du wirst nicht gerichtet, denn du hast dich selbst gerichtet, beurteilt. Du hast dein Leben geändert. Sich selbst richten bedeutet nicht, sich selbst ins Schwert zu stürzen, sich zu strangulieren oder eine Strafe auszuüben über sich, sondern umzukehren. „Wenn wir uns selbst richten, werden wir nicht gerichtet.“ weiterlesen

abgetrieben

abgetrieben

Im vergangenen Jahr 2017 haben sich ca 101.000 Frauen in Deutschland für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden.  Hunderttausend Kinder wurden nicht geboren, sondern…..

Wird ein ungeborenes Kind mit der Diagose Trisomie 21 in Verbindung gebracht wird es mit einer 90 Prozentigen Wahrscheinlichkeit

abgetrieben. Circa Neunzig Prozent.

November 2016 verboten französische Gerichte die Ausstrahlung des folgenden Kurzvideos im französischen Fernsehen unter anderem mit der Begründung, das Filmchen könnte verstörend wirken auf Frauen, die ein Kind mit Down-Syndrom abgetrieben haben. Sie verboten es wirklich!  „abgetrieben“ weiterlesen

Der Investor – die Verlängerung der Lebenszeit

Die Verlängerung der Lebenszeit – eine Allegorie

Ungläubiges Staunen, „ich fasse es nicht“, er wollte hundert Aktien der neu emittierenden Firma kaufen beim Börsengang der Fa Longitudine und auf ihn entfiel genau keine Aktie, der Börsengang war tausendfach überzeichnet. Um jede einzelne Aktie des Unternehmens bewarben sich tausend Käufer!
Ungläubiges Axelzucken, Kopfschütteln, es war ein nie dagewesener run auf diese Aktien. Die Firma war weltweit führend in der Analyse, Bewertung, Voraussage und Empfehlung zur Verlängerung der Lebenszeit. Sie hatte den Stallgeruch der Scharlatanerie verlassen und wurde ein ernstzunehmender player irgendwo angesiedelt zwischen Medizin, Diagnostik und Nicht-von-dieser-Welt.
Wollte man die Dienste des Unternehmens in Anspruch nehmen, so musste man sich als Kunde bewerben und durchlief ein langwieriges Auswahl- und Testverfahren, in lohnend erscheinenden Fällen wurde ein Kontrakt gemacht, der gezielte Empfehlungen zur Verlängerung der Lebenszeit beinhaltete zu einem mittleren sechs-stelligen Eurobetrag, wohlgemerkt.  „Der Investor – die Verlängerung der Lebenszeit“ weiterlesen

Glauben – oder lieber aus der Entfernung zuschauen?

Es macht keinen Sinn, den Weg ins Ungewisse weiter zu gehen, zögernd zu warten, zu schauen was kommt. Es macht keinen Sinn ein passiver Betrachter zu bleiben. Vor dir ist der sprudelnde Bach, die Gischt spritzt auf, spring hinein, wage es zu glauben.
Es macht keinen Sinn, abzuwarten, zu denken „ich guck mir das alles von der Seite aus einer sicheren Entfernung an, ich will erstmal die ganze Geschichte abwägen bis nichts mehr abzuwägen ist, bis die letzte Unsicherheit beseitigt ist.“ Wage es zu glauben.
Gottes Weg heißt glauben.

Es ist nicht egal, ob man sich gehen lässt, ob man alle fünf gerade sein lässt und sich heute zur Abwechslung einmal zusäuft.  „Glauben – oder lieber aus der Entfernung zuschauen?“ weiterlesen

Geld beruhigt ungemein und tötet dennoch irgendwas im Menschen

Geld beruhigt ungemein und tötet dennoch irgendwas im Menschen

Und auf Platz 1 ist die Zentralafrikanische Republik. Platz 2 geht an die Menschen aus dem Niger, Platz 3 an den Tschad, auch ganz vorne mit dabei der Südsudan, Mosambik und Eritrea. …dann auf Platz 183 folgen Singapur, Dänemark und schließlich Deutschland (hier 185) und ganz zum Schluss die Schweiz, Australien und Norwegen.
Von den Deutschen waren es nur wenige, die ins Himmelreich hineingingen. Sie waren auf den letzten Plätzen, sie gehörten zu den Letzten. So wie Jesus gesagt hatte: Viele Erste werden Letzte sein. Wehe euch Reichen, ihr habt bereits euren Trost gehabt. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Himmelreich kommt – dennoch, bei Gott ist es möglich.

Jesus warnte ständig vor dem Betrug des Reichtums, vor dem Gott Mammon. „Geld beruhigt ungemein und tötet dennoch irgendwas im Menschen“ weiterlesen

Jobs und das ganze Getue und Gemache

Wenn man durchs Fernglas verkehrt herum durchschaut, sieht man die Dinge ganz klein – wie ein Mosaik. Alles sieht aus wie eine Spielzeuglandschaft. Manchmal ist es gut, Sachen von weiter weg zu betrachten, Abstand zu gewinnen. Speziell, wenn man bis zum Anschlag in irgendwelchen Beschäftigungen drin ist, Jobs, die die ganze Aufmerksamkeit einnehmen. Hochanstrengende Menschen, manchmal reicht auch eine rebellierende Brennwertheizung, die Einem mit ihrer Störanfälligkeit viel zu viel Energie nimmt (bei mir gerade….).  „Jobs und das ganze Getue und Gemache“ weiterlesen

Das Buch des Lebens      

Das Buch des Lebens      
Halle dunkel, menschenleer und doch Lärm, Stimmen, Geräusche.
Das Schicksal eines jeden. Man tritt nicht im Verbund vor Gott, händchenhaltend, Keiner wird mit seinem Partner zusammen antreten, sondern jeder stirbt für sich separat. Die weitläufige Halle lässt dich gewahr werden, dass Tote weiterleben, weil Seelen unsterblich sind. Du hattest es immer gehört in den Kirchen aber es schien dir unglaublich. Aber tatsächlich, du lebst immer noch. Zwar hast du keinen gewohnten Körper mehr, aber – irgendwie – jetzt bist du hier. Es ist das Leben danach. „Das Buch des Lebens      “ weiterlesen

Das Gespräch des Herzens

Das Gespräch des Herzens

„Hi grüß, dich, hab dich länger nicht gesehen, wie gehts so?“ – „Gut soweit“ ist die Antwort, „ich mach gerade eine Weiterbildung und hab in vier Wochen die Prüfungen, das ist alles ein bisschen viel, aber da muss man eben durch.“
Ganz tief in ihr drin ist eine Anklage gegen ihre Schwiegermutter, sie wollte, dass ihre Schwiegermutter sich öfter um ihre Kinder kümmern würde, damit sie mehr Zeit für ihre gesellschaftlichen Ambitionen hätte. Aber sie sagt es nicht, weil die Schwiegermutter eben nicht mehr Zeit für die Kinderbetreuung investieren will. Aber dennoch grummelt dieser Gedanke im Untergrund herum. Ab und zu ist er wie ein Hintergrundgeräusch im Unterbewusstsein zu hören. `Meine Schwiegermutter oder mein Mann oder sonst irgendjemand sollte sich mehr um die Kinder kümmern. Ich bin überlastet, es ist alles zu viel. Hilfe.´ Oder: `Ich werde nicht wertgeschätzt hier, für das was ich tue bekomme ich nicht genügend Lob oder Anerkennung.´  „Das Gespräch des Herzens“ weiterlesen

Lieben UND hassen?

Ist es einem Christen erlaubt zu hassen? Ich meine, so richtig abgrundtiefen Hass auszuüben? Liebe Gott von ganzem Herzen und liebe deinen Nächsten wie dich selbst – aber hassen? Kann man, wenn man liebt, auch noch hassen?

Ist Hass vielleicht die Umkehrform von Liebe, also ein Verhalten, das ganz einfach „auf dem Index“ steht und niemals eine Rolle spielen darf im Leben eines Christen!?
Als Jesus Taubenhändler und Geldwechsler aus dem Vorraum des Tempels austrieb, konstatierte die heilige Schrift: „Der Eifer um dein Haus hat dich gefressen.

Lieben und hassen

Jesus konnte es schlichtweg nicht ertragen, dass auch am Tempel Gottes der klingelnde Mammon Einzug gehalten hatte. „Lieben UND hassen?“ weiterlesen

Kehrt um – …du bringst uns doch wieder deine Negativbotschaft

Kehrt um!
Was hast du uns wieder zu sagen? Was ist es diesmal? Sag an!
Du bringst uns doch wieder irgend eine Negativbotschaft, wir wollen´s nicht mehr hören. Es ist genug, bitteschön, nimm draußen Platz. Erzähl deine Botschaft irgend einem Anderen. Wir haben genug davon gehört, von deinem Gott. Deine Botschaften widersprechen den Botschaften, die wir von den anderen Theologen hören. Hier, hör dir doch den an, der erzählt uns nicht sowas wie du. Oder hör doch mal hier, aber du bringst uns nie etwas Gutes!  hier

War Jesus eigentlich ein Optimist, ein Freudenwolkenverkündiger, ein Positivist, ein Gutmensch? Oder war er ein Schwarzmaler, einer der immer mit dem Schlimmsten rechnete und wenn das Zweitschlimmste kam, hatte er es schon gewusst? „Kehrt um – …du bringst uns doch wieder deine Negativbotschaft“ weiterlesen

Dein Umweg

Du wusstest nicht, dass die Strecke für PKW gesperrt ist. Auf google maps war sie als durchgängige Straße eingezeichnet. Du hast dann umgedreht und dir eine Ersatzstrecke gesucht. Es wurde ein viel größerer Umweg, als du eigentlich gedacht hattest, weil du dem Gewirr von Sackgassen und Anliegerstraßen ausweichen musstest. Schließlich kamst du mit 2 km Umweg doch noch zu deinem Ziel. Du konntest dich gut orientieren, weil du wusstest, dass dein Ziel am Berghang neben einer größeren Ausfallstraße lag.

Oft genug sind Reparaturarbeiten der Grund für kilometerlange Umwege. Durch mein Nachbardorf gräbt sich gerade ein Bagger 1 Jahr lang durch die abgesperrte Hauptstraße. Das Abwasserrohr muss ausgetauscht werden.

Das Volk Israel verließ den Unterdrücker Pharao mit Silber und Gold.
Der Weg ging durchs rote Meer in die Wüste. „Dein Umweg“ weiterlesen

Rückzug aus der Gemeinde

Du hast es dir lange überlegt, viel darüber nachgedacht und irgendwann hast du es durchgezogen: Dein Rückzug aus der christlichen Gemeinde. Und du hast gemerkt, das Leben geht weiter. Der Bäcker backt weiter die Brötchen, die Sonne geht jeden Morgen auf. Ein bisschen warst du darüber verblüfft, dass doch relativ wenige Anrufe kamen, die nach dir gefragt haben. Der Pastor sowieso nicht, eben die zwei, drei üblichen Verdächtigen, denen hast du gefehlt. „Rückzug aus der Gemeinde“ weiterlesen

Wer ist er?

Ist er noch ein Mensch? Die Vollstrecker haben durchgezogen. Fleisch durch die Wunden gerissen. Knochen brachen. Gefoltert. Ihren Mutwillen an ihm vollzogen.
Sie begannen mit einer geflochtenen Dornenkrone, in die Stirnhaut eingedrückt, gedemütigt, bespuckt, „wer ist es der dich schlug?“ Hahahaha
Blanker Hass. Auf Befehl jaulten die Peitschen auf und striemten den Rücken, sie eröffneten die Wunde. Dann wurde er die Straße hinaufgeführt, ein massives Holzkreuz auf der Schulter- „Weint nicht über mich, ihr Frauen Jerusalems, weint über euch selbst, weint über euch selbst“.
Wer ist er?
Er brach unter der Last zusammen, lag auf dem Boden und wurde wieder hochgehievt. „Weiter, weiter!“
Sie zwangen einen anderen, sein Kreuz zu tragen.
Dann ging es Schlag auf Schlag auf Schlag in die Hände, durch die Füße, „Wer ist er?“ weiterlesen

Konjugiere Verben!

Konjugiere Verben, konjugiere zum Beispiel das Wort „leben“:
Ich lebe, ich lebte,
ich habe gelebt, ich hatte gelebt, – konjugiere weiter!
ich werde leben,
Futur 2: Ich werde gelebt haben
Dann Konjunktiv 2, ich würde leben, ich würde gelebt haben…
Konjugiere!        Verbformen.

Gott sagt: Ich bin, der ich bin und ich werde sein, der ich sein werde, ich ändere mich nicht! Dein Leben, deine Umstände ändern sich. Du lebst in deinen Formen der Zeit, in „hätte, würde und wenn“ aber ich bin, der ich bin und werde sein, der ich sein werde!

Verstehe: Ich bin, der ich bin!
Verstehst du? „Konjugiere Verben!“ weiterlesen

Angst

Angst wartet schon um die Ecke, sie ist einfach da. Stellt sich kurz vor mit den Worten: Das könnte doch schief gehen, ist doch jetzt nicht dran, was denkt deine Verwandtschaft über dich, was denken die Nachbarn schon wieder? Die Angst dreht sich um nach hinten und schaut, wer schaut. Hinterm Vorhang ist die Angst- hat er sich bewegt? Gedanken bewegen sich im Kreis.
Sie ist ahnungslos, hemmungslos, grundlos, sie kennt genauso wie Wasser oder Luft keine Grenzen. Sie ist auf einmal da. Man öffnet ihr ein kleines Türchen, einen Schieber, und hört plötzlich sein Herz klopfen – es könnte doch eine Krankheit sein? Vielleicht etwas Gefährliches? Etwas, das in meiner Familie schon gang und gäbe war, derselbe Krebs, dieselbe Diagnose, ist es nicht dasselbe? „Angst“ weiterlesen

Einige sperren den Raum – Gnade und Wahrheit

Gnade und Wahrheit
>Ein Schandfleck sind diese Leute bei den gemeinsamen Mahlzeiten, zu denen ihr zusammenkommt! Denn sie feiern ohne Hemmungen mit, obwohl sie nur ihr eigenes Wohl im Auge haben, nicht das Wohl der Herde Gottes. Wolken ohne Wasser sind sie, die vom Wind vorübergetrieben werden, ohne den erhofften Regen zu bringen; Bäume, bei denen man zur Erntezeit vergeblich nach Früchten sucht, weil sie tot sind, abgestorben bis zur Wurzel;  Judas 12,13 Neue Genfer Übersetzung)<   gibt es solche Menschen in christlichen Gemeinden heute?

Oder ich stell mir gleich die Frage: Bin ich’s? Bin ich eine Wolke ohne Wasser? „Einige sperren den Raum – Gnade und Wahrheit“ weiterlesen

Wie wird man Christ?

Wie wird man Christ?

Ist doch ganz einfach, man wird Mitglied in einer Kirche, getauft, konfirmiert, mit christlichem Wasser gesprenkelt, gestempelt, getraut und irgendwann dann auch christlich beerdigt. Gefirmt, das christliche Bekenntnis bekannt, ansonsten mit Brettern vernagelt, keine Ahnung von den Dingen des Glaubens. Nicht wissend, was Glaube an Jesus Christus überhaupt bedeutet. Bedeutet es irgendwas?

Ist man einmal christlich konfirmiert, gefirmt oder sonstwie gestempelt, wird die Kirchensteuer abgebucht und man ist auf dem Weg in die ewige Verdammnis.
Stopp halt, es wurde doch ein ewiges Heil versprochen! – Aber nicht durch Mitgliedschaft in irgendeiner Kirche wird man Christ!

Sonst könnte auch ein Fisch zum Brot werden, wenn man ihn nur in die Bäckerei legt oder die Ratte zum Meerschweinchen, wenn sie sich bei denselben dazugesellte.  „Wie wird man Christ?“ weiterlesen

Der verlorene Sohn und sein Vater

Kennst du die Geschichte vom verlorenen Sohn? Der Sohn lässt sich sein Erbe vorzeitig auszahlen und verlässt das Vaterhaus. Er verwirft den Vater und verprasst sein Geld so schnell es eben geht. Ebenso schnell wie sein Geld verliert er seine Freunde und landet schlussendlich beim Futterdienst für die Schweine. Als er völlig heruntergekommen ist und Hunger leidet, sagt er zu sich selbst: „Es ist besser, bei meinem Vater selbst nur als Knecht zu arbeiten als hier im Abseits völlig mittellos Hunger zu leiden.“ Er beschließt, heimzugehen zu seinem Vater.

Was er nicht wusste: Als er sein Vaterhaus verließ, änderte der Vater sein Leben. Er lebte nicht mehr genau so weiter wie bisher, sondern er schaute jeden Tag, ob nicht vielleicht sein Sohn heimkäme. Er hielt täglich Ausschau nach seinem Sohn.  „Der verlorene Sohn und sein Vater“ weiterlesen

Von neuem geboren – Nikodemus kam zu Jesus mit seiner Nacht

Von neuem geboren

Aus irgendeinem Grund wollte er es genauer wissen, irgendetwas hatte ihn neugierig gemacht. So schaute er mal bei Jesus vorbei, der das ganze Volk in Unruhe brachte mit seinen Reden, mit seinen Zeichen und Wundern. Er sympathisierte mit diesem Jesus und seinen ungebildeten Jüngern. Da er, Nikodemus, bei den Juden sehr angesehen war und nicht mit diesem umstrittenen Jesus gesehen werden wollte, kam er erst nach Einbruch der Dunkelheit. Es war ihm peinlich, aber er kam zu Jesus mit seiner Nacht.
Den Einstieg begann er mit einem Kompliment: Meister, niemand kann die Wunder tun, die du tust, es sei denn, Gott ist mit ihm.

„Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen“ war die undiplomatische Antwort von Jesus. „Von neuem geboren – Nikodemus kam zu Jesus mit seiner Nacht“ weiterlesen

Der Ruf Gottes – und das Schweigen des Menschen

Der Ruf Gottes war auf deinem Leben, du weißt, dass du irgendetwas für Gott tun solltest. Du warst dir nicht sicher, worauf es hinaus laufen würde, ob du Pastor werden solltest oder Missionar in einem entfernt gelegenen Dritte-Welt-Land. Irgendwas trieb dich an, etwas für Gott zu tun, etwas Gutes zu tun.
Und dann hat es sich verlaufen. Du weißt nicht mehr wie und wann, aber irgendwie hast du das Ganze aus den Augen verloren, es wurde mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt, überlagert von Hobbys, Familie, Ehe.
Stetes Hinterfragen, du weißt gar nicht mehr, worum es eigentlich ging. Gibt es einen Gott? Gibt es einen Ruf Gottes auf dem Leben eines Menschen? Ruft Gott Menschen heute? „Der Ruf Gottes – und das Schweigen des Menschen“ weiterlesen